Adidas und Puma erklären frühere Rivalität für Geschichte

Was wohl Adi und Rudi Dassler von der Szenerie im Hörsaal gehalten hätten? Also jenes ungleiche Gespann, das vor mehr als 90 Jahren in Herzogenaurach eine gemeinsame Schuhfabrik aufzog, sich irgendwann aber heillos zertritt - und so am Ende den Entstehungsmythos zweier Weltkonzerne erst begründete. Der Zwist der Gebrüder gilt als Kult und war sogar schon Stoff für TV-Filme.

Ob die heutigen Firmenlenker von der Rivalität noch etwas spürten? "Absolut null", antwortet Adidas-Chef Rorsted bestimmt - und legt nach: Er hoffe zwar, dass der Kunde Produkte seines Unternehmens kaufe. "Und wenn nicht, was schwer nachvollziehbar ist, dann lieber bei Puma als irgendwo anders." Gulden, selbst früher als Fußballer aktiv, passt den Ball galant zurück. Beide Unternehmen pflegten inzwischen ein gutes Verhältnis. "Wenn jemand neben oder über uns Erfolg haben soll, dann Adi. Das meinen wir so." Klar, natürlich wolle Puma aufholen und besser werden, sagt der Puma-Chef mit Blick auf den besser aufgestellten Wettbewerber. Aber es handele sich um eine "gesunde Konkurrenz".