Coronavirus: Verhindert Deutschland die Pandemie in letzter Sekunde?

Update, 31. März, 18.06 Uhr: Neuseeland blockiert Ausreise von 12.000 Deutschen

Die Regierung Neuseelands blockiert weiter die Ausreise von Ausländern, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen - darunter rund 12.000 Deutsche.

Die deutsche Botschaft in Wellington teilte am Dienstag auf Facebook mit, dass das neuseeländische Außenministerium die Vertretungen aller Länder informiert habe, dass der ursprünglich bis Mittwoch laufende Stopp der Rückführungsflüge verlängert worden sei. "Für wie lange wurde nicht gesagt."

Premierministerin Jacinda Ardern habe in einer Pressekonferenz erklärt, dass die Regierung an "Rahmenbedingungen" für eine Wiederaufnahme der Flüge arbeite, hieß es in der Mitteilung der Botschaft weiter. Dies werde "einige Tage" dauern.

Update, 31. März, 18.01 Uhr: Kardinäle in Rom und Burkina Faso an Covid-19 erkrankt

Zwei Kardinäle sind an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom, Angelo De Donatis, habe sich infiziert, berichtete die vatikanische Medienplattform Vaticannews.

Der 66-jährige Kardinalvikar des Bistums habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom am Montagabend mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden.

Der Papst ist Bischof von Rom. Franziskus habe mit De Donatis aber in letzter Zeit keinen Kontakt gehabt, so Vaticannews. In dem kleinen Kirchenstaat gibt es mittlerweile einige wenige Corona-Fälle.

Franziskus ist allerdings nicht betroffen, wie der Vatikan am Wochenende mitgeteilt hatte.

Zudem ist ein weiterer Kardinal an dem neuartigen Coronavirus erkrankt, in Burkina Faso. Das Erzbistum von Ouagadougou, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes, bestätigte am Montag, dass bei Philippe Ouedraogo Nakellentuba, dem Erzbischof von Ouagadougou, der Test positiv ausgefallen sei.

Update, 31. März, 17.44 Uhr: Großes Maßnahmenpaket gegen Auswirkungen der Corona-Krise in Spanien

Spaniens linke Regierung hat ein großes Maßnahmenpaket zur Linderung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise geschnürt.

Die Strom- und Wasser-Versorgungsunternehmen dürfen säumigen Kunden demnach die Verträge während des mindestens noch bis zum 11. April geltenden Alarmzustands nicht kündigen, wie der für Soziales zuständige Vize-Ministerpräsident Pablo Iglesias am Dienstag bekanntgab.

Zu den 50 zeitlich befristeten Maßnahmen gehören unter anderem Kleinkredite für einkommensschwache Mieter und finanzielle Hilfen für Freiberufler und Hausangestellte.

Alle ärmeren Bürger, die ihren Job verlieren und kein Anrecht auf Arbeitslosenhilfe haben, werden eine monatliche Hilfe von 440 Euro bekommen.

Außerdem wurde ein Verbot aller Zwangsräumungen wegen Mietschulden verhängt, das sechs Monate nach Ende des Alarmzustandes in Kraft bleiben wird.

Alle Mietverträge, die während der geltenden Ausgangssperre ablaufen, müssen vom Vermieter automatisch und ohne Mieterhöhung um sechs Monate verlängert werden.

Große Immobilienbesitzer müssen Mietern, die unverschuldet säumig werden, entweder einen Schuldenerlass von 50 Prozent gewähren oder die Schuldenrückzahlung auf drei Jahre strecken.

In den vergangenen Wochen hatte die Regierung bereits mehrere Hilfspakete vor allem für kleine und mittlere Firmen beschlossen.

Mit knapp 95.000 Infektionen und mehr als 8000 Toten ist Spanien nach Italien das vom Covid-19-Erreger Sars-CoV-2 am schwersten betroffene Land Europas.

Am Dienstag trat eine Verschärfung des Ausgangsverbots in Kraft. Demnach müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Bereichen tätig sind, bis Ostern zu Hause bleiben, auch wenn sie nicht im Homeoffice arbeiten können.

Update, 31. März, 17.38 Uhr: H&M beantragt Kurzarbeitergeld für fast 20.000 Beschäftigte

Die schwedische Modekette H&M hat angesichts der Schließung aller Filialen in Deutschland durch die Corona-Krise für fast 20.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld für den Zeitraum vom März bis Mai beantragt.

Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Das Unternehmen kündigte an, es werde das Kurzarbeitergeld nach einer mit dem Gesamtbetriebsrat abgeschlossenen Vereinbarung im März auf

100 Prozent des Nettogehalts aufstocken, im April und Mai auf 90 Prozent. Auch für Minijobber und Werksstudenten seien Lösungen gefunden worden.

Update, 31. März, 17.35 Uhr: Trump wirbt für billionenschweres Infrastruktur-Programm

US-Präsident Donald Trump (74) wirbt angesichts der gegenwärtig niedrigen Zinsen für ein Infrastruktur-Programm mit einem Volumen von zwei Billionen Dollar (1,8 Billionen Euro).

Ein solches Paket müsse "sehr groß" und "mutig" sein, um den Arbeitsmarkt anzukurbeln und die "einst großartige Infrastruktur unseres Landes" wieder aufzubauen, forderte Trump am Dienstag über Twitter.

Ein solches Programm sollte Trump zufolge angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise das vierte Rettungspaket sein.

Der US-Kongress hat seit Anfang März bereits drei Maßnahmenpakete im Umfang von mehr als zwei Billionen Dollar beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

Der bisherige Umfang der Konjunkturpakete entspricht knapp zehn Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA. Die Programme wurden von beiden großen Parteien mitgetragen, um einen raschen Anstieg der Arbeitslosigkeit und ein Abrutschen in eine Rezession zu verhindern.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, hat zuletzt erkennen lassen, dass womöglich ein weiteres Konjunkturpaket nötig sein würde.

Trumps Republikaner hatten sich in der Frage bislang eher bedeckt gehalten. Es war daher zunächst auch unklar, ob das von Trump geforderte Infrastruktur-Programm im Kongress bei den führenden Republikanern Rückhalt finden würde.

Update, 31. März, 17.24 Uhr: Dräger erhält Großauftrag für Atemschutzmasken aus den USA

Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Dräger hat von der US-Regierung einen Großauftrag für die Produktion von Atemschutzmasken erhalten. Dafür wolle Dräger eine neue Produktionsstätte an der Ostküste der USA errichten, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Geplant sei eine Stückzahl im höheren zweistelligen Millionenbereich, sagte er.

Der Vorstand des Dräger-Unternehmensbereichs Sicherheitstechnik, Rainer Klug, sagte, in der aktuellen Pandemie seien die weltweiten Produktionskapazitäten von qualitativ geeigneten Atemschutzmasken voll ausgeschöpft. Deshalb werde man den USA exklusiv lokal eine neue Fabrik hinstellen. Nach aktuellen Planungen soll die Produktion dort im September beginnen.

Der Bau einer eigenen Produktionsstätte sei ein pragmatischer Ansatz, der auch in anderen Ländern, besonders in Europa möglich sei, sagte Klug. Entsprechende Angebote würden gerade mit mehreren Ländern diskutiert. Bislang produziert der Konzern Atemschutzmasken in Schweden und Südafrika.

Update, 31. März, 17.11 Uhr: Studie im Kreis Heinsberg soll aus Corona-Krise heraushelfen

Der sehr stark vom Coronavirus betroffene Kreis Heinsberg soll nun helfen, die Pandemie besser zu verstehen. Der Virologe Hendrik Streeck (42) von der Universität Bonn wird die Region für eine Studie zur Ausbreitung des Virus ganz genau untersuchen - um zu ergründen, was Deutschland aus dem Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen lernen kann.

Wann können Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden? Es geht auch darum, die wohl hohe Dunkelziffer der Infizierten aufzuhellen.

"Wenn die Politik Maßnahmen lockert, während noch die Zahl der Infektionen steigt, kann man damit nicht gewinnen", erklärt der Forscher der Deutschen Presse-Agentur das Dilemma.

Mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes sollen zunächst 500 Familien repräsentativ ausgesucht wurden. Es folgen Blutuntersuchungen, Rachenabstriche und umfassende Fragebögen. Die Familiengröße variiert, am Ende sollen ungefähr 1000 Leute in der Stichprobe landen.

So soll ein relativ gutes Bild entstehen, wer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert wurde und wer nicht - und warum. Gangelt im Kreis Heinsberg ist dafür perfekt geeignet.

"Wir wissen ziemlich genau, wann das Virus in den Ort gekommen ist - der 15. Februar, die Kappensitzung", sagt Streeck. Auf dieser hatte der erste bestätigte NRW-Infizierte gefeiert.

"Es ist immer an Orten ausgebrochen, wo wild gefeiert wurde. In Gangelt war es der Karneval, in Ischgl der Après-Ski, in Bergamo ein Fußballspiel", sagt Streeck.

"Es ist immer: Viele Menschen auf engem Raum." Die Kappensitzung werde man sich daher nochmals anschauen, er hat sich die Teilnehmerliste besorgt. Vor allem interessiert ihn, warum sich bestimmte Gäste dort gerade nicht angesteckt haben.

"Es ist ein bisschen wie Detektivarbeit." Weitere Frage: Inwieweit übertragen Kinder das Virus auf ihre Eltern? Die Information wäre entscheidend, wenn man eines Tages die Schulen wieder öffnen will.

Update, 31. März, 17.02 Uhr: Werksschließung bei VW bis 19. April

Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben, hieß es am Dienstag aus dem Unternehmen.

Die Unterbrechungen waren schon einmal ausgedehnt worden. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt. Zuvor hatte die "Braunschweiger Zeitung" über Pläne für eine Verlängerung berichtet.

Dem Autobauer machen - wie vielen anderen Firmen der Branche - die abgestürzte Nachfrage und abgebrochene Lieferketten zu schaffen. Beim Wiederanfahren der Produktion sollen zudem schärfere Hygienestandards umgesetzt werden.

Update, 31. März, 16.58 Uhr: Kassenärzte-Vorsitzender: Maskenpflicht ist "reine Symbolpolitik"

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält nichts von einer Maskenpflicht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "

"Die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes ist reine Symbolpolitik", sagte Gassen dem "Handelsblatt". "Sie vermittelt eine trügerische Sicherheit, hilft aber so gut wie gar nicht."

Höherwertige Masken wiederum, die tatsächlichen Infektionsschutz bieten, würden aufgrund ihrer Knappheit derzeit dringend für medizinisches Personal gebraucht. Gassen verwies außerdem darauf, dass neben der Tröpfchen- auch die Schmierinfektion über Oberflächen möglich sei. "Was hilft, ist Abstand und Hygiene."

Update, 31. März, 16.53 Uhr: Frankfurter Forscher entwickeln schnelleren Coronavirus-Test

Frankfurter Forscher haben einen Test zur schnelleren und großflächigeren Analyse von Infektionen mit dem Coronavirus entwickelt. Mehr erfahrt Ihr >> hier.

Update, 31. März, 16.39 Uhr: Dreyer gegen Maskenpflicht und für Tracking-App gegen Corona

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (59, SPD) hat sich gegen eine Maskenpflicht und für eine freiwillige Corona-Stopp-App ausgesprochen. Eine einfache Maske könne ein zusätzlicher Schutz sein und Menschen, die sie nutzen wollten, sollten diese auch kaufen können, sagte Dreyer am Dienstag in Mainz.

Die Masken seien aber nur eine zusätzliche Maßnahme zu den wichtigen Kontakt-, Abstands- und Hygieneregeln. "Wir dürfen nicht suggerieren, dass der einfache Maskenschutz die Lösung des Problems ist. Das wäre das absolut falsche Signal."

Eine freiwillige Tracking-App, um die Ausbreitung von Corona zu stoppen, sei datenschutzrechtlich zu vertreten, sagte Dreyer weiter. Sie könne ein geeignetes Mittel sein, wenn es irgendwann Lockerungen der aktuellen Einschränkungen geben werde.

Update, 31. März, 16.24 Uhr: Corona-Fälle in Altenheim in Schleswig-Holstein

Nach zwei Corona-Todesfällen in einem Altenheim in Tornesch in Schleswig-Holstein in der vergangenen Woche sind weitere Infektionen mit dem Virus gemeldet worden.

Zu den Infizierten gehören auch sieben Pflegekräfte, wie der Pressesprecher des Kreises Pinneberg, Oliver Carstens, am Dienstag mitteilte. Derzeit sei unklar, wie das Virus in die Einrichtung gelangte. Zunächst hatten das "Hamburger Abendblatt" und der NDR über die Fälle berichtet.

Von den rund 30 Bewohnern des Altenheims wurden aktuell 8 positiv auf das Coronavirus getestet. Zwei von ihnen befinden sich im Krankenhaus, wie die Pressestelle mitteilte.

Die anderen würden auf ihren Zimmern ärztlich betreut, der Zugang sei nur mit entsprechender Schutzkleidung gestattet. Dass die Zahl der Infizierten unter den Bewohnern steigt, gilt als wahrscheinlich: "Ich gehe leider davon aus, dass noch weitere Infektionen bekannt werden. Die entsprechenden Untersuchungen laufen", sagte Angelika Roschning, Leiterin des Fachdienstes Gesundheit in der Kreisverwaltung Pinneberg.

Update, 31. März, 16.07 Uhr: Spahn und Laschet gegen Maskenpflicht in Deutschland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) hat sich gegen eine Tragepflicht für Schutzmasken in Deutschland ausgesprochen.

"In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Spahn hatte zuvor zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (59, CDU) das Universitätsklinikum in Düsseldorf besucht.

Der Minister sagte, es müsse unterschieden werden zwischen medizinischen Masken zum Schutz des medizinischen Personals vor einer Ansteckung und anderen in der Öffentlichkeit getragenen - auch selbstgenähten - Masken.

Bei diesen gehe es darum, andere nicht anzustecken. Sie könnten "tatsächlich auch eine Hilfe sein dabei, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen". Er nehme wahr, dass es eine zunehmende Bereitschaft gebe, aus Solidarität mit anderen, diese Masken zu tragen, sagte Spahn.

Laschet nannte Spahns Äußerungen "treffend". Man sei jetzt prioritär damit beschäftigt, Masken für den medizinischen Bereich zu beschaffen. "Und wenn es sich gesellschaftlich entwickelt, dass jeder den anderen auch schützen will, dann ist das in Ordnung. Eine Pflicht sehe ich nicht."

Update, 31. März, 15.54 Uhr: Russlands oberster Corona-Arzt hat sich angesteckt

Moskaus prominentester Coronavirus-Chefarzt hat sich mit der hochansteckenden Lungenkrankheit infiziert. Dennis Prozenko hatte erst in der vergangenen Woche den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch das auf Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Kommunarka in der Hauptstadt geführt.

Der Gesundheitszustand des Mediziners sei normal, teilten die Ärzte der Agentur Interfax zufolge am Dienstag mit. Prozenko werde in der Moskauer Klinik behandelt.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, Putin werde regelmäßig auf das Coronavirus getestet. "Es ist alles in Ordnung." In Russland gibt es mit Stand vom Dienstag 2337 Corona-Fälle.

Update, 31. März, 15.50 Uhr: Erste Coronavirus-Infektion in griechischem Flüchtlingslager

Erstmals ist in Griechenland in einem Flüchtlingslager eine Infektion mit dem Coronavirus diagnostiziert worden. Betroffen ist eine Frau, bei der das Virus nach der Geburt ihres Kindes in einem Krankenhaus in Athen festgestellt wurde, wie das griechische Migrationsministerium am Dienstag mitteilte.

Die Menschen, die mit der aus Afrika stammenden Frau in Kontakt gekommen sind, seien isoliert worden. Ähnliche Maßnahmen seien im Camp von Ritsona im Norden Athens getroffen worden. Es werde nun nachgeforscht, wo genau die Frau infiziert wurde.

Im Lager von Ritsona - wo nach Schätzungen der Athener Medien rund 3000 Menschen leben - ist die Lage bei weitem nicht so schlimm wie in den Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis. Weitere Informationen sollte es am frühen Abend in Athen beim täglichen Briefing des Coronavirus-Krisenstabes geben.

Update, 31. März, 15.31 Uhr: 150.000 bis 200.000 Arbeitslose durch Corona-Krise im April

Die Bundesagentur für Arbeit geht wegen der Corona-Krise von einem kurzfristigen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen um 150.000 bis 200.000 aus.

Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Bundesagentur (BA), Detlef Scheele, am Dienstag in Berlin. Zuwächse seien auch bei der Grundsicherung zu erwarten, für deren Zugang ab Mittwoch Erleichterungen gelten sollen.

Der nächste Zähltag steht am 12. April an, valide Zahlen gibt es bisher nicht. In die März-Statistik, für die der Stichtag der 12. März war, hatte die Corona-Krise noch keinen Eingang gefunden.

Es sei derzeit zu erkennen, dass Arbeitslosigkeit vor allem in der Gastronomie und im Tourismus unausweichbar ist. Dort verfügten viele Betriebe nicht über ausreichende Rücklagen, um ihre Leute halten zu können.

Update, 31. März, 15.25 Uhr: In diesem Land sollte man am 1. April keine Corona-Scherze machen

Thailand versteht bei Aprilscherzen über das Coronavirus keinen Spaß. Es sei gegen das Gesetz, am 1. April vorzutäuschen, dass man Covid-19 habe, warnte die Regierung am Dienstag auf Twitter. Menschen auf der ganzen Welt litten unter dem Ausbruch der Krankheit. Die ganze Geschichte >> hier.

Update, 31. März, 15.21 Uhr: Siemens Healthineers erhält US-Zulassung für Corona-Tests

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat für sein neuestes Blutgas-Analysesystem die Zulassung von der US-Gesundheitsbehörde FDA zum Einsatz in der Akutbehandlung erhalten. ́

Das System sei ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Covid-19-Erkrankungen, teilte der Konzern am Dienstag in Erlangen mit.

Die Analyseergebnisse helfen den Aussagen zufolge bei der Behandlung infizierter Patienten und der Überwachung von Atemnot. Außerdem würden Blutgastests routinemäßig bei Beatmungspatienten durchgeführt.

Das System ist unter anderem in Europa seit August vergangenen Jahres auf dem Markt. Blutgastests geben Aufschluss über die Gasverteilung von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut.

Update, 31. März, 15.16 Uhr: Bundesliga-Geisterspiele womöglich bis zum Jahresende

Die Deutsche Fußball Liga stellt sich wegen der Corona-Pandemie auch über die derzeit ausgesetzte Saison hinaus auf mögliche Geisterspiele ein.

"Mindestens bis zum Ende der Saison ist es unrealistisch, davon auszugehen, dass wir nochmal vor vollen Stadien spielen", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Dienstag. "Was nicht heißt, dass es realistisch ist, dass wir im August vor vollen Stadien wieder anfangen."

Die DFL-Mitgliederversammlung beschloss am Dienstag, dass der Spielbetrieb im Profi-Fußball bis mindestens zum 30. April ausgesetzt bleibt. Sollten im Anschluss wieder Partien angepfiffen werden können, dann sehr wahrscheinlich ohne Zuschauer.

"Der Entfall von Zuschauereinnahmen muss deshalb einkalkuliert werden, möglicherweise auch nicht nur bis zum Ende der Saison, sondern auch noch in die nächste Saison hinein, vielleicht auch bis zum Ende des Jahres", sagte Seifert. "Da gibt es durchaus unterschiedliche Aussagen auch von Experten."

Update, 31. März, 15.08 Uhr: Regierung erwartet "Riesenwelle" an Anträgen für Corona-Kredite

Die Bundesregierung rechnet in der Corona-Krise beim KfW-Sonderkreditprogramm mit einer "Riesenwelle" an Anträgen von Firmen. Das verlautete am Dienstag aus Kreisen des Finanz- sowie Wirtschaftsministeriums.

Die Regierung arbeite daneben an Verbesserungen für Firmen mit mehr als 10 Beschäftigten, die keine direkten Zuschüsse bekommen. Es werde dazu "noch etwas kommen". Man sei hierzu auch mit der EU-Kommission in Verhandlungen.

Wirtschaftsverbände hatten beim Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW eine "Förderlücke" vor allem beim Mittelstand beklagt und gefordert, dass der Staat 100 Prozent des Risikos übernimmt.

Viele Betriebe seien derzeit wegen der massiven Folgen der Corona-Krise nicht mehr kreditwürdig.

Update, 31. März, 15.04 Uhr: Aktuelle Infektionsrate in Deutschland

Update, 31. März, 15.02 Uhr: Brandenburg verlängert Ausgangsbeschränkung bis nach Ostern

Die Ausgangsbeschränkungen in Brandenburg werden bis zum Ende der Osterferien verlängert. "Wir stehen nach wie vor am Anfang einer Epidemie, deswegen sind wir alle weiter gefordert", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (58, SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam.

Es gebe zwar "ein leichtes Leuchten am Ende des Tunnels", er warnte aber davor, in den Bemühungen nachzulassen. Erst Ende der Woche könne mehr zur Entwicklung der Infektionszahlen gesagt werden.

Seit vergangener Woche gelten in Brandenburg weitgehende Beschränkungen. Draußen darf man nur allein, mit Angehörigen aus dem eigenen Haushalt oder einer Person außerhalb des Haushalts bei 1,5 Meter Abstand unterwegs sein.

Update, 31. März, 15 Uhr: Neueste Daten und Zahlen in unseren Grafiken

Update, 31. März, 14.51 Uhr: Corona-Krise löst Ansturm auf Kurzarbeit in Rheinland-Pfalz aus

Die Corona-Krise hat in Rheinland-Pfalz zu einem starken Anstieg bei Kurzarbeit-Anzeigen geführt. In den vergangenen zwei Wochen seien in dem Bundesland rund 19.000 Anzeigen eingegangen, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken am Dienstag mit.

Es handele sich um Betriebe, die nach eigenen Angaben die Kurzarbeit infolge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus angezeigt hätten.

Da die Daten wöchentlich ausgezählt würden, bildeten sie den Stand zum 27. März ab, hieß es. Zum Vergleich: Im Januar gab es in Rheinland-Pfalz nur 52 Anzeigen.

Update, 31. März, 14.44 Uhr: EU fördert Entwicklung von Coronavirus-Schnelltest

Ein Projekt zur Entwicklung eines Coronavirus-Schnelltests ist in das EU-Forschungsprogramm gegen die Pandemie aufgenommen worden.

Es sei das 18. Vorhaben in dem Programm im Umfang von 48,5 Millionen Euro zur Erforschung des Virus und Gegenmitteln, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Insgesamt komme das Geld 140 Forscherteams zugute.

Das neu aufgenommene Projekt namens HG nCoV19 werde von einer irischen Firma koordiniert. Es soll dazu dienen, eine Infektion mit dem Coronavirus schneller und genauer zu diagnostizieren.

Update, 31. März, 14.39 Uhr: Virologe der Heinsberg-Studie "überrascht" von Zurückhaltung des RKI

Der Leiter der großen Coronavirus-Studie im Kreis Heinsberg ist überrascht, dass das Robert Koch-Institut (RKI) nicht selbst eine derartige Untersuchung angeschoben hat.

"Es ist in jeder Hinsicht eine Pilotuntersuchung", erklärte der Virologe Hendrik Streeck (42) am Dienstag in Heinsberg. In anderen europäischen Ausbruchsorten - etwa Ischgl - habe es so etwas noch nicht gegeben.

"Ich war selber überrascht, muss ich sagen, dass das Robert Koch-Institut nicht von vornherein diese Studie selber hat durchgeführt", sagte Streeck. Das Interesse an einer Eindämmung des Virus sei ja "ein bundesweites".

Der Virologe von der Uni Bonn soll nun im Auftrag der NRW-Landesregierung im Kreis Heinsberg nachvollziehen, wie sich das neuartige Coronavirus ausgebreitet hat. Der Kreis hatte früh viele Krankheitsfälle und gilt daher als ein Corona-Epizentrum.

Von der Studie erhofft man sich Empfehlungen, wie künftig mit dem Virus umgegangen werden kann - etwa, unter welchen Umständen die Einschränkungen im öffentlichen Leben zurückgenommen werden könnten.

Schon in der nächsten Woche will der Virologe erste Ergebnisse vorlegen, auf deren Grundlage die Politik Entscheidungen treffen könnte.

Update, 31. März, 14.30 Uhr: Fußball-Bundesliga pausiert bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu. Mehr Infos >> hier.

Update, 31. März, 14.27 Uhr: Schweden verbietet Besuche in Altersheimen

Die schwedische Regierung verbietet im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Besuche in Altersheimen. Das gab die Regierung von Ministerpräsident Stefan Löfven (62) am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt.

Die Maßnahme gelte ab Mittwoch, sagte Vize-Ministerpräsidentin und Umweltministerin Isabella Lövin. "Wir müssen gemeinsam alles tun, was wir können, um die Ansteckungen von den Altenheimen fernzuhalten", sagte Sozialministerin Lena Hallengren.

Die Regierung will zudem mehr Menschen auf das Coronavirus testen. Dabei geht es den Schweden auch darum, zu sehen, ob sich jemand bereits mit dem Virus angesteckt hat und immun dagegen geworden ist. Bisher sind etwa 30.000 Schweden auf Covid-19 getestet worden.

In dem skandinavischen EU-Land gibt es bislang mehr als 4400 bestätigte Infektionsfälle. 180 Covid-19-Patienten sind dort bislang gestorben, davon 103 in der Hauptstadt Stockholm.

Das Land geht bislang mit freizügigeren Maßnahmen als etwa Deutschland oder seine skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen gegen die Corona-Pandemie vor.

Update, 31. März, 14.18 Uhr: Jetzt schon! Nur noch 45 Prozent der Intensivbetten in Deutschland frei

Rund 45 Prozent der bestehenden Intensivbetten in Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) derzeit frei für die Behandlung von Coronavirus-Patienten.

Diese freien Kapazitäten seien etwa durch die Verschiebung von planbaren Operationen geschaffen worden, sagte Spahn am Dienstag in Düsseldorf.

Er hatte dort zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) das Universitätsklinikum besucht. Spahn sollte anschließend auch an der Sitzung des Landeskabinetts teilnehmen.

"Eines ist klar: Es wird in den nächsten Tagen eine steigende Zahl von Intensiv- und Beatmungspatienten geben", sagte Spahn. Anders als in anderen europäischen Ländern habe sich Deutschland aber darauf vorbereiten können, weil die Corona-Infektionen "sehr frühzeitig" und auch durch umfangreiche Tests im Land erkannt worden seien.

Insgesamt gibt es in Deutschland nach offiziellen Angaben rund 28.000 Intensivbetten. Die Krankenhäuser sollen nach einer Einigung von Bund und Ländern diese Kapazitäten verdoppeln, um noch besser für die Behandlung vieler schwer erkrankter Patienten mit dem Coronavirus gerüstet zu sein.

Update, 31. März, 14.09 Uhr: Italiens Wirtschaft rechnet wegen Corona mit Einbruch um 6 Prozent

Die Wirtschaft in dem besonders hart von der Corona-Pandemie getroffenen Italien könnte in diesem Jahr nach Schätzung des größten Arbeitgeberverbandes Confindustria um 6 Prozent einbrechen. ́

Niemals zuvor in der Geschichte des Landes habe man sich einer Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftskrise diesen Ausmaßes gegenüber gesehen, teilte Confindustria am Dienstag mit.

Der Verband forderte Italiens Regierung und die EU auf, Instrumente wie etwa Eurobonds aufzulegen, um die Folgen für die Wirtschaft abzufedern.

Update, 31. März, 13.50 Uhr: Eilantrag gegen Corona-Maßnahmen im Saarland gescheitert

Ein Eilantrag gegen die Ausgangsbeschränkung wegen der Corona-Pandemie ist im Saarland vor Gericht gescheitert. Ein Bürger hatte sich vergeblich gegen Allgemeinverfügungen des Gesundheitsministeriums gewandt, wie das Verwaltungsgericht des Saarlandes in Saarlouis am Dienstag mitteilte (6 L 340/20). Der Antragsteller hatte argumentiert, die Maßnahmen seien unverhältnismäßig, und es fehle eine Rechtsgrundlage.

Das Gericht sah dagegen die Ausgangsbeschränkung weder als unverhältnismäßig noch als rechtswidrig an. Bei einer Folgenabwägung habe das private Interesse des Antragstellers hinter dem öffentlichen Interesse an einem wirksamen Gesundheitsschutz der Bevölkerung des Saarlandes zurückzutreten.

Das Gesundheitsministerium sei seiner grundrechtlichen Schutzpflicht nachgekommen. Es gelte, die Ansteckungen mit der Vermeidung sozialer Kontakte zu bremsen, um einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu vermeiden.

Der Beschluss des Verwaltungsgerichts ist nicht rechtskräftig. Binnen zwei Wochen ist die Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) des Saarlandes in Saarlouis möglich. Allerdings hat die Landesregierung unterdessen die Ausgangsbeschränkung bis einschließlich 20. April verlängert - diesmal mit Beginn am Mittwoch (1. April) als Rechtsverordnung, die die bisherigen Allgemeinverfügungen bündelt.

Dagegen wäre laut einem Sprecher des Verwaltungsgerichts nur noch ein Normenkontrollverfahren beim OVG möglich.

Update, 31. März, 13.30 Uhr: Jerome Boateng unterstützt Tafeln in Coronavirus-Krise

Der frühere Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng unterstützt in der Corona-Krise die Tafel in München und in seiner Heimatstadt Berlin.

Wie die Agentur des Verteidigers vom FC Bayern am Dienstag mitteilte, hilft der 31-Jährige den gemeinnützigen Organisationen mit einer Spende. In München werden unter anderem Schutzanzüge und Desinfektionsmittel für die Helfer besorgt. In Berlin, wo Boateng geboren ist, wird die Spende für die Belieferung verwendet.

"In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir alle zusammenhelfen. Wir Fußballer werden ja oft in die Vorbildrolle gedrängt, Vorbilder sind für mich in diesen Tagen aber all die, die durch ihren Einsatz in der schwierigen Situation vorangehen und dafür sorgen, dass das Leben möglichst weitergeht. Wie auch die freiwilligen Helfer bei den Tafeln", erklärte Boateng.

Update, 31. März, 12.55 Uhr: Großes Tankstellen-Sterben durch Coronavirus?

Tankstellenbetreiber in Deutschland befinden sich nach Angaben ihres Verbands aufgrund der Coronavirus-Krise in einer hochdramatischen Situation.

Wenn wegen Ausgangsbeschränkungen die Leute weniger tanken, könnte dies die Betreiber schnell an den Rand der Existenz bringen, sagte ein Sprecher des Tankstellen-Interessenverbands am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein, zwei Wochen seien gerade noch zu verkraften. "Aber drei, vier Wochen oder gar mehr kann so ein kleiner Tankstellen-Betreiber nicht wegschlucken."

Die Betreiber sind nach Angaben des Verbands meist nur Pächter der Tankstellen. Eigentümer sind hingegen große Mineralölgesellschaften wie Shell oder Total.

Der Verband fordert aufgrund der aktuellen Situation, die Pacht auf null zu setzen. Zudem soll der Staat mit einem sofortigen Betriebskostenzuschuss helfen. "Denn sonst haben wir ein Tankstellensterben, und zwar innerhalb der nächsten Monate", sagte der Sprecher.

Update, 31. März, 12.50 Uhr: 849 Covid-19-Tote an einem Tag in Spanien

Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 849 neue Todesfälle verzeichnet worden. Dies ist die bisher höchste Zahl an Opfern, die an einem Tag gezählt wurde, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mitteilte.

Damit waren bereits am vierten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Auch die Zahl erfasster Neuinfektionen stieg wieder und lag am Dienstag bei mehr als 94.000 - gut 9000 mehr als am Vortag.

Gleichzeitig wurden mehr als 2500 Patienten innerhalb eines Tages als geheilt entlassen - insgesamt sind bereits fast 20.000 Menschen wieder gesund.

Update, 31. März, 12.40 Uhr: Weitere Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff

Das Drama um zwei Kreuzfahrtschiffe in der Karibik mit rund 2500 Besatzungsmitgliedern und Passagieren an Bord - darunter rund 80 Deutsche - spitzt sich zu.

Auf der "Zaandam", die zusammen mit dem Schwesterschiff "Rotterdam" unterwegs ist, ist die Zahl der Corona-Infizierten nach Angaben des Betreibers Holland America Line inzwischen auf acht gestiegen. 193 Personen hätten Grippe-Symptome, vier Passagiere sind inzwischen verstorben, ohne dass die Todesursache bekanntgegeben wurde.

Der Präsident des Unternehmens warnt nun vor weiteren Opfern, sollten die Schiffe nicht bald einen Hafen anlaufen können. "Ich befürchte, dass weitere Menschenleben auf dem Spiel stehen", schreibt Orlando Ashford auf der Internetseite der Holland America Line.

Die Schiffe nahmen am Dienstag weiter Kurs auf Florida. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am Montag gesagt, er hoffe, dass die Passagiere in Fort Lauderdale von Bord gehen und dann ausgeflogen werden könnten. Der Gouverneur von Florida, Ron Desantis, will das allerdings nicht zulassen.

"Wir sehen das als sehr großes Problem an und wollen nicht, dass derzeit Leute in Süd-Florida abgeladen werden", sagte er dem Fernsehsender Fox News. Er verwies darauf, dass Florida große Anstrengungen unternommen habe, um Bettenkapazitäten für mit dem Coronavirus infizierte Bürger Floridas zu schaffen. Sein Bundesstaat könne es sich nicht leisten, dass diese Kapazitäten von Menschen aufgebraucht würden, die nicht aus Florida kommen. Er sei mit dem Weißen Haus in der Sache in Kontakt.

Die "Zaandam" war am 7. März in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires aufgebrochen. Eigentlich sollte die Reise am 21. März im chilenischen San Antonio enden. Wegen der Corona-Pandemie hat Chile allerdings inzwischen alle seine Häfen für Kreuzfahrtschiffe geschlossen.

Erst nach langen Verhandlungen wurde am Sonntag die Durchfahrt durch den Panamakanal vom Pazifik in die Karibik genehmigt. Die meisten der 79 Deutschen, die ursprünglich auf der "Zaandam" waren, sind inzwischen auf die "Rotterdam" gewechselt, wo bisher keine Infektionen festgestellt wurden.

Update, 31. März, 12.30 Uhr: China meldet 1541 Infizierte ohne Symptome

Nach zunehmender Kritik hat China angekündigt, die Zählweise seiner Corona-Infizierten zu ändern. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte, stehen derzeit 1541 Menschen unter Beobachtung, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber keine Symptome zeigen.

Ab Mittwoch sollen demnach asymptomatische Fälle auch in der täglichen Statistik der Neuinfektionen aufgeführt werden. Bislang hatte China nachweislich Infizierte, die aber keine Symptome der Covid-19 genannten Krankheit zeigen, nicht bei den neu nachgewiesenen Ansteckungen mitgerechnet.

Seit Wochen gibt es in der Volksrepublik nach offiziellen Angaben kaum noch inländische Infektionen. Dafür steigt die Zahl sogenannter "importierter Fälle". Allein am Dienstag wurden 48 Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind.

Nach den offiziellen Zahlen sind bislang 3305 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.518 Infizierte registriert, von denen sich bislang mehr als 76.000 wieder erholt haben.

Allerdings machen die Behörden keine Angaben dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden. Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist. Für Zweifel sorgt so etwa, dass China die Zählweise schon in den vergangenen Monaten mehrfach geändert hatte.

Update, 31. März, 12.15 Uhr: Mädchen (12) in Belgien gestorben

In Belgien soll nach Aussagen der Behörden ein erst 12 Jahre altes Mädchen an den Folgen des Coronavirus gestorben sein. Über mögliche Vorerkrankungen der Toten gab es keine Angaben.

Update, 31. März, 12 Uhr: Weitere Gemeinden in Österreich unter Quarantäne

In Österreich werden drei weitere Gemeinden aufgrund der Coronavirus-Krise unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind die auch bei Touristen beliebten Orte Zell am See, Saalbach und Altenmarkt im Pongau.

Das teilte Wilfried Haslauer, Landeschef des österreichischen Bundeslandes Salzburg, am Dienstag mit. Die Quarantäne für die Gemeinde Flachau wird zudem verschärft. "Da wird es keinen Berufsverkehr mehr geben können, außer für Lebensmittel, Treibstoffe, Heizmaterial, Medikamente et cetera", sagte Haslauer. Die Zunahme der Infektionsfälle mit Sars-CoV-2 sei dort in den vergangenen Tagen "dynamisch" gewesen.

In den österreichischen Alpen stehen inzwischen zahlreiche Gebiete, darunter das gesamte Bundesland Tirol, unter Quarantäne. Die Menschen dürfen hier beispielsweise ihre Gemeinden nur in begründeten Ausnahmefällen verlassen.

Im Bundesland Salzburg gelten die besonderen Schutzmaßnahmen zudem für die Gemeinden Großarl und Hüttschlag im Großarltal und die Kommunen Bad Gastein, Bad Hofgastein und Dorfgastein.

Update, 31. März, 11.40 Uhr: Corona-Infizierter in Deutschland verließ Quarantäne

Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens drei Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann habe möglicherweise noch mehr Personen getroffen, dies werde derzeit überprüft. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne und wurde positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Der Infizierte sei weiter in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als das Testergebnis des Mannes positiv ausfiel. In diesem Zusammenhang wurde er zu seinen Kontakten in den vergangenen 14 Tagen befragt. «Dabei stellte sich heraus, dass es Kontakte – während der bereits angeordneten häuslichen Quarantäne - nach außen gegeben hatte», sagte die Kreissprecherin.

Dem Mann droht mindestens ein Bußgeld, möglicherweise auch eine Strafanzeige, sollten weitere Verstöße bekannt werden, sagte die Sprecherin des Kreises.

Update, 31. März, 11.35 Uhr: Russland erlässt im Eiltempo schärfere Gesetze

Russland hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie härtere Strafen gegen Verstöße bei Quarantäne-Vorschriften sowie gegen die Verbreitung von Falschnachrichten beschlossen.

Das russische Parlament - die Staatsduma - stimmte am Dienstag einem ganzen Paket für ein härteres Vorgehen der Politik zu. So erhielt die Regierung von Michail Mischustin auch Vollmachten für eine Verhängung des Ausnahmezustands. Schon jetzt gibt es in vielen Regionen Russlands, darunter auch in der Hauptstadt Moskau, massive Ausgangsbeschränkungen.

Die Staatsduma beschloss hohe Geld- und Haftstrafen auch wegen fahrlässiger Infektion von Mitmenschen. Je nach Schwere des Vergehens, wenn eine Infektion etwa zum Tod von Menschen führt, sind Strafen bis zu sieben Jahre Haft möglich.

Außerdem sind Geldstrafen von bis zu zwei Millionen Rubel (22.800 Euro) bei Verstößen gegen die Quarantäne vorgesehen. Bei einer Verbreitung folgenreicher Falschnachrichten etwa in den Medien können bis zu fünf Millionen Rubel Strafe verhängt werden, im Wiederholungsfall das Doppelte.

Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin eine rigorose Bestrafung von Verstößen gegen die Auflagen von Behörden gefordert. Er warnte vor "krimineller Achtlosigkeit". Zugleich hatte er die Entscheidung der Hauptstadt Moskau begrüßt, eine Ausgangssperre für alle Bürger zu verhängen. Ausnahmen gelten dort für Einkäufe, den Weg zur Arbeit oder zum Müllcontainer.

Nach offiziellen Angaben lag die Zahl der Sars-CoV-2-Infizierten in Russland am Montag bei mehr als 1800. Etwa zehn Menschen starben demnach im Land bisher an dem Virus.

Update, 31. März, 11.33 Uhr: Stellvertreter des Papstes am Coronavirus erkrankt

Der Stellvertreter des Papstes für das Bistum Rom ist an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt. Der Kardinalvikar des Bistums, Angelo De Donatis, sei der erste Kardinal, der sich mit dem Coronavirus angesteckt habe, berichtete die vatikanische Medienplattform Vaticannews.

Der 66-Jährige habe Fieber und sei im Krankenhaus, es gehe ihm aber gut, teilte das Bistum Rom am Montagabend mit. Er liegt in der römischen Klinik, in der auch Päpste behandelt werden.

Der Papst ist Bischof von Rom. Franziskus habe mit De Donatis aber in letzter Zeit keinen Kontakt gehabt, so Vaticannews. In dem kleinen Kirchenstaat gibt es mittlerweile einige wenige Corona-Fälle. Franziskus ist allerdings nicht betroffen, wie der Vatikan am Wochenende mitgeteilt hatte.

Update, 31. März, 11.30 Uhr: Coronavirus verunsichert getrennt lebende Eltern

Die Corona-Pandemie verschärft bei getrennt lebenden Eltern zum Teil den Streit um den Umgang mit den gemeinsamen Kindern.

Mehr als 100 Anfragen verunsicherter Mütter und Väter seien allein in der vergangenen Woche eingegangen, sagte ein Sprecher des Interessenverbands Unterhalt und Familienrecht in Nürnberg. In manchen Familien sei die Corona-Krise aber auch eine Chance. Wegen der geschlossenen Kitas und Schulen teilten sich getrennt lebende Eltern die Betreuung ihrer Söhne und Töchter oft viel selbstverständlicher.

Die Eltern melden sich aus verschiedenen Gründen bei dem Verband. Manche Ex-Partner nutzten die Ausnahmesituation, um den Umgang mit den Kindern komplett zu verweigern, andere änderten eigenmächtig die Vereinbarungen, erläuterte der Sprecher.

Auf den Kontakt zu einem Elternteil müssen Kinder dem Verband zufolge zurzeit jedoch nur verzichten, wenn es dafür gesundheitliche Gründe gibt.

Update, 31. März, 11.20 Uhr: Antikörpertests aus Corona-Viren enorm wichtig, aber hohe Qualität im Vordergrund

Die Entwicklung von Antikörpertests ist laut Wieler vom Robert Koch Institut enorm wichtig, doch sie müssen eine hohe Qualität haben. Es seien einige Studien angelaufen.

"Diese Tests sind wichtig, um zu sehen, ob jemand infiziert war. Sie dienen dazu, die Dunkelziffer zu ermitteln und sie würden einen gewissen Einblick geben, ob Personen immun sind oder nicht. Wir haben bislang ja keine Erkenntnisse dazu, wie lange eine Immunität gelten könnte", so Wieler.

Update, 31. März, 11.15 Uhr: Wieso meldet sich das Robert Koch Institut ausgerechnet jetzt weniger?

Prof. Dr. Wieler wurde auf der Pressekonferenz am Dienstag gefragt, wieso das RKI ausgerechnet jetzt in der Coronavirus-Krisenphase die Anzahl der öffentlichen Medientermine reduziert habe.

"Wir wollen wirklich Neuigkeiten und Durchbrüche bekanntgeben, das ist aktuell leider nicht im täglichen Rhythmus möglich. Wenn es neue Durchbrüche und Erkenntnisse geben wird, dann werden wir auch Extratermine wahrnehmen. Inzwischen haben wir zwei Medien, über die wir informieren. Das Dashboard und den täglichen Lagebericht. Ich denke, dass die Mitbürgerinnen und Mitbürger darüber gut und transparent informiert sind", so Wieler.

Zudem berichtete er über eine Studie, die besage, dass viele Deutsche das Coronavirus immer noch für eine Medienhysterie halten würden. Er empfinde das als eine sehr gefährliche und vor allem traurige Einstellung und er rief alle Menschen dazu auf, das Virus ernstzunehmen.

Update, 31. März, 11.10 Uhr: Schwangere sollen sich besonders vor Coronavirus schützen

Lothar Wieler vom RKI machte deutlich, dass Schwangere besonders auf sich aufpassen müssen. Das liege aber alleine daran, dass werdende Mütter generell ein höheres Risiko haben, an Infektionen zu erkranken, weil das Immunsystem aufgrund der Schwangerschaft in einem gewissen Maße unterdrückt wird.

Es gibt jedoch in Bezug auf das Coronavirus keinen Hinweis darauf, dass Schwangere besonders gefährdet sind, sich zu infizieren. Dennoch sollten sie alles dafür tun, sich vor einer Infektion zu schützen.

Update, 31. März, 11.05 Uhr: Wieler hält Handydatenüberwachung in Deutschland für "nicht möglich"

Der Geschäftsführer des Robert-Koch-Instituts Wieler hält eine Handydatenauswertung in Deutschland datenschutzrechtlich für "nicht möglich". Natürlich würde das sogenannte "Contact Tracing" die Erfassung der Fälle und das Nachverfolgen von Infektionsketten beschleunigen, doch dafür müssten auch alle Personen mitmachen können und wollen.

Diese "Ortszeitmessung" sei aber in Deutschland aus datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten nicht umzusetzen.

Update, 31. März, 11 Uhr: Offenbar kann das Coronavirus auch den Herzmuskel befallen

Auf Nachfrage gab Prof. Dr. Wieler vom RKI darüber Auskunft, dass ihm Fälle italienischer Kollegen berichtet worden seien, bei denen das Coronavirus auch den Herzmuskel befallen hätte und diese Menschen dann eine Herzmuskel-Entzündung aufgewiesen hätten. In Deutschland würden dazu aktuell keine Erkenntnisse vorliegen.

Update, 31. März, 10.50 Uhr: Mundschutz laut RKI nur sinnvoll, um andere zu schützen, nicht sich selbst

Jena ist die erste deutsche Großstadt, die die Mundschutzpflicht einführen möchte. Doch Wieler vom RKI machte am Dienstag auf einer Pressekonferenz deutlich, dass dies nur dem Schutz anderer, nicht dem Eigenschutz diene.

Er verdeutlichte, dass man unterscheiden müssen zwischen den FFP2-Masken, die vorrangig medizinisches Persona nutzen und somit auch sich schützen können und dem gewöhnlichen Mund-Nasen-Schutz, der eben ausschließlich dem Schutz anderer dient.

"Natürlich ist es sinnvoll, wenn man niest und hustet, dass dann die Tröpfchen von einem selbst bildlich gesprochen nicht so weit fliegen können", so Wieler. Zum Schutz gegenüber anderen sei dies eine sinnvolle Maßnahme, dies habe das RKI aber auch von Beginn der Epidemie/Pandemie an betont.

Update, 31. März, 10.45 Uhr: Wieler: "Sterblichkeitsrate in Deutschland wird steigen!"

Die Sterblichkeitsrate liegt aktuell in Deutschland bei 0,8 Prozent. Prof. Dr. Lothar Wieler geht davon aus, dass sie steigen wird. Grund sei, dass in unserem Land zeitig und früh getestet wurde und dass viele leichte Fälle erfasst sind.

Schwere Fälle würden mit einer gewissen Zeitverzögerung gemeldet, zudem dauere es dann wiederum einige Tage, bis die Patienten sterben. Man müsse daher damit rechnen, dass die Rate steigt, auch angesichts der Ausbrüche in einigen Senioren- und Pflegeheimen in Deutschland.

Update, 31. März, 10.15 Uhr: RKI: Keine Entwarnung, Maßnahmen müssen weiterlaufen - neue Daten und Erkenntnisse

Der Geschäftsführer des Robert Koch Instituts hat sich heute auf einer Pressekonferenz wieder zu Wort gemeldet. Er gab Auskunft über Zahlen, Krankheitsbilder, Statistiken zu Toten und machte klar, dass die jetzt laufenden Maßnahmen weiter aufrechterhalten werden müssen.

"Die Pandemie läuft weiter und sie wird auch noch einige Wochen und Monate unterwegs sein", so Wieler. Er verdeutlichte, dass die drei Säulen Eindämmung, Schutz gefährdeter Gruppen, und die Erhöhung der Versorgungskapazitäten intensiv weitergehen müssen.

Laut RKI gab es in Deutschland mit Stand 31.3. 0 Uhr 61.913 Covid-19-Fälle. Das waren laut Zahlen des RKI 4615 mehr als am Vortag. Die Fallzahlen steigen weiter.

Es seien zudem 583 Todesfälle von den Gesundheitsämtern elektronisch an das RKI übermittelt worden. Dies seien 128 mehr als am Vortag.

Aktuell gäbe es 74 Fälle pro 100.000 Einwohner. Es seien 16.100 Menschen geheilt.

Im Durchschnitt sind laut Wieler die Betroffenen in Deutschland 47 Jahre alt (52 Prozent Männer, 48 Prozent Frauen). Über 41.000 Fälle liegen klinische Informationen vor. Demnach klagen 43 Prozent über Husten, 41 Prozent über Fieber.

Zu den Todesfällen:

im Durchschnitt 80 Jahre alt

506 tote Personen waren 70 Jahre und älter

jüngste Verstorbene in Deutschland 28 Jahre alt - litt an Vorerkrankungen

Wieler hob noch einmal hervor: "Jeder kann an Covid-19 erkranken. Nur das Risiko, schwer zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter und mit Vorerkrankungen.

Zahlen zu den Todesfällen in Deutschland:

Tote, die jünger als 60 Jahre alt waren: 31 (26 Männer, 5 Frauen)

Tote, die zwischen 60 und 69 Jahre alt waren: 44 (32 Männer, 12 Frauen)

Tote, die zwischen 70 und 79 Jahre alt waren: 130 (102 Männer, 38 Frauen)

Tote, die zwischen 80 und 89 Jahre alt waren: 305 (185 Männer, 120 Frauen)

Tote, die 90 Jahre und älter waren: 71 (38 Männer, 33 Frauen)

Update, 31. März, 9.50 Uhr: Airbnb kann bis Ende Mai kostenlos storniert werden

Die Vermittlungsplattform Airbnb kommt von der Corona-Krise betroffenen Reisenden weiter entgegen: Bis Ende Mai gebuchte Unterkünfte können kostenlos storniert werden. Die bisherige Ausnahmeregelung galt nur bis Mitte April. Zugleich macht Airbnb 250 Millionen Dollar locker, um Vermieter für die Ausfälle zumindest teilweise zu entschädigen, wie die Firma aus San Francisco in der Nacht zum Dienstag ankündigte.

Airbnb-Reservierungen müssen üblicherweise vorab bezahlt werden, und bei Stornierungen wird oft bestenfalls ein Teil des Betrags zurückerstattet. Die aktuellen Reisebeschränkungen führen aber dazu, dass viele Airbnb-Kunden ihre Reisen nicht antreten können - und deshalb bekommen sie seit 14. März ihr Geld komplett zurück.

Die Vermieter bekommen nun bei Stornierungen bis Ende Mai von Airbnb 25 Prozent des Betrags, den sie normalerweise einbehalten hätten. Sogenannte "Superhosts" - besonders gut bewertete Vermieter - können sich zusätzlich für Unterstützungs-Zahlungen von bis zu 5000 Dollar bewerben, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Dafür veranschlagte Airbnb zehn Millionen Dollar.

Airbnb hatte für dieses Jahr einen Börsengang angekündigt, doch angesichts des Rückschlags für das Geschäft durch die Coronavirus-Krise zweifeln Branchenbeobachter inzwischen an dem Zeitplan.

Update, 31. März, 9.30 Uhr: Welche schlimmen Nebenwirkungen hat Chloroquin?

Frankreichs Behörde für Arzneimittelsicherheit (ANSM) warnt vor möglichen Nebenwirkungen des Malariamittels Hydroxychloroquin oder des HIV-Medikaments Kaletra bei Covid-19-Erkrankten.

"Einige wenige Fälle von schwerwiegenden Nebenwirkungen wurden gemeldet und werden derzeit analysiert", teilte die ANSM am Montagabend mit. Die Behörde betonte, dass die Medikamente unter keinen Umständen als Selbstmedikation oder auf Verschreibung eines örtlichen Arztes eingenommen werden dürften.

"In diesem Zusammenhang fordern wir die Verantwortung eines jeden, unnötige Krankenhausaufenthalte aufgrund des Missbrauchs dieser Medikamente zu vermeiden", hieß es weiter.

In Frankreich ist die Behandlung mit Hydroxychloroquin und Kaletra von Covid-19-Erkrankten nur bei schweren Verläufen und nach Abstimmungen von mehreren Ärztinnen und Ärztinnen erlaubt.

Die Behörde warnte vor allem vor Herzstörungen, die durch den Einsatz des Malariamittels in Kombination mit anderen Medikamenten auftreten können. "Wir erinnern daran, dass bis heute kein Medikament formell als wirksam für die Behandlung oder Prävention von Covid-19 nachgewiesen wurde", betonte die Behörde.

Update, 31. März, 9 Uhr: Handy-App gegen Corona nur auf freiwilliger Basis?

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hält eine Nutzung von Handydaten zur Eindämmung des Corona-Virus nur unter dem Aspekt der Freiwilligkeit für möglich.

"Die Freiwilligkeit ist ein ganz wichtiger Aspekt. Da können und wollen wir nicht drumherum", sagte sie am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Zudem müsse klar sein, dass es nur eine Nutzung auf Zeit wäre und die Daten nach der Krise gelöscht würden. "Alle Einschränkungen dürfen nur so lange gebraucht werden, wie es absolut notwendig ist."

Unter diesen Voraussetzungen könne sie sich vorstellen, dass mehr Menschen einer Erhebung von Bewegungsdaten über eine Handyapp zustimmen, sagte die SPD-Politikerin. "Es geht darum, Infektionsketten zu unterbrechen."

Über Handydaten ließen sich Kontaktpersonen von Infizierten prinzipiell finden und warnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln.

Nach heftiger Kritik aus der Opposition, aber auch der SPD, stellte Spahn diese Pläne zunächst zurück. Im Gespräch sind nun die Möglichkeiten einer App, die Bürger freiwillig installieren könnten und die sie anonymisiert warnt, wenn sie Kontakt mit einem bestätigten Infizierten hatten.

Update, 31. März, 8.45 Uhr: Was kommt heute bei der Bundesliga-Versammlung raus?

Wann und in welchem Rahmen kann wieder Fußball gespielt werden? Wie können die drohenden Einnahmeverluste minimiert werden? Wer könnte wem in der Not helfen?

Auf diese und weitere existenzielle Fragen suchen die Bosse der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga an diesem Dienstag (10.30 Uhr) Antworten. Von der Videokonferenz mit der DFL-Spitze um Geschäftsführer Christian Seifert erhofft sich die Branche erste Fingerzeige, wie die Corona-Krise gemeistert werden kann.

GELD: In erster Linie geht es um die wirtschaftlichen Folgen. Für viele Vereine - vor allem aus der 2. Liga - könnte sich die Coronavirus-Pandemie dramatisch auswirken. Aber auch die Großen müssen den Gürtel enger schnallen. Das Zauberwort, das von den Vereinsfunktionären in den vergangenen Tagen immer wieder bemüht wurde, heißt Solidarität. Auf dem Prüfstand stehen der Verteilerschlüssel für die TV-Gelder, ein möglicher Solidarfonds, aber auch Übergangsfinanzierungen im Falle ausbleibender Tranchen aus den Medienerlösen.

GEISTERSPIELE: Schon jetzt steht fest, dass eine Fortsetzung des vorerst bis 30. April ausgesetzten Spielbetriebs - ein entsprechender Beschluss auf der Mitgliederversammlung gilt als Formsache - nur ohne Zuschauer möglich sein wird. Das trifft die Vereine, die dadurch Millionenverluste erleiden. Diese fielen aber um ein Vielfaches höher aus, würde die Saison komplett abgebrochen werden müssen. Es braucht also ein tragfähiges Konzept, wie die insgesamt 163 ausstehenden Spiele in der 1. und 2. Bundesliga mit Zustimmung der Politik und der Gesundheitsämter über die Bühne gebracht werden können. Denkverbote gibt es dabei längst nicht mehr. Sogar ein Ende der Saison erst im September ist ins Spiel gebracht worden.

GESCHLOSSENHEIT: Die ist bei der Bewältigung der Corona-Krise unerlässlich, soll das gesamte Konstrukt des Profi-Fußballs nicht ernsthaft ins Wanken geraten. Allerdings wird es nicht leicht, bei allen Themen eine gemeinsame Sprache zu finden. Immerhin befinden sich die einzelnen Vereine im Wettbewerb. Ein Zankapfel war zuletzt der unterschiedliche Umgang mit dem Mannschaftstraining. Nicht alle Vereine sind der Bitte der DFL nachgekommen, damit erst wieder am 6. April zu beginnen. Oliver Ruhnert, Geschäftsführer des Aufsteigers 1. FC Union Berlin, kritisierte das als "schwach".

Update, 31. März, 8.25 Uhr: Flugverkehr in Frankfurt bricht weiter ein

Der Verkehr am Frankfurter Flughafen nimmt wegen der Coronavirus-Pandemie immer stärker ab. In der 13. Kalenderwoche (23. bis 29. März) sei die Passagierzahl im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent auf knapp 119 000 gesunken, teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Dienstag in Frankfurt mit. Das waren noch mal deutlich weniger als noch in der Vorwoche, als noch etwas mehr als 331.000 Passagiere abgefertigt wurden.

Alle Infos dazu findest Du in unserem "Coronavirus in Hessen"-Ticker.

Update, 31. März, 8.18 Uhr: Imbiss verkauft "Corona-Burger"

Das ist kein Aprilscherz, sondern kommt aus der Abteilung Pandemie-Humor: Ein Imbiss in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi verkauft "Corona Burger".

Betreiber Hoang Tung (36) erzählte der Deutschen Presse-Agentur, dass er damit ursprünglich Kindern eine Freude machen wollte. Als die ersten Nachrichten über das Coronavirus in China gekommen seien, sei alles so negativ gewesen, auch sein Geschäft sei schlechter geworden.

"Also habe ich angefangen, darüber nachzudenken, wie man anders und positiv sein kann." Das Burger-Brötchen erinnert von seiner Form her daran, wie das neue Virus unter dem Mikroskop aussieht. Am ersten Tag habe er 50 Burger verkauft, sagt Tung. Tage später seien es 100 gewesen.

Der Burger kostet umgerechnet um die 3 Euro, es soll ihn nur für eine begrenzte Zeit geben.

Update, 31. März, 7.45 Uhr: Sportwettenbranche in massiven Nöten, Umsatzeinbruch liegt bei 90 Prozent

Die Sportwetten-Branche steckt angesichts der Coronavirus-Pandemie und den dadurch fehlenden Veranstaltungen in einer Krise. "Wir sind ganz erheblich in Sorge. Das Geschäft ist quasi auf null runter. Nicht nur in den Wettbüros, die geschlossen bleiben müssen. Sondern auch online, weil kaum noch irgendwo etwas stattfindet. Es ist ein globaler Shutdown", sagte Mathias Dahms, der Präsident des Deutschen Sportwettenverbandes, der Deutschen Presse-Agentur.

"Das Umsatzvolumen ist um über 90 Prozent zurückgegangen."

Update, 31. März, 7.43 Uhr: Grüne für Corona-Bonds im Kampf gegen die Krise

Die Grünen werben für eine europäische Schuldenaufnahme über Corona-Bonds als befristete Krisenmaßnahme. "Corona-Bonds sind eine Art temporäre Eurobonds und deshalb auch einfacher tragbar für Länder, die bisher keine Eurobonds wollten", sagte die Grünen-Europapolitikerin Ska Keller der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Die gemeinsame Ausgabe von Anleihen bedeute "nicht automatisch, dass die Schulden vergemeinschaftet werden".

Niemand sei an der akuten wirtschaftlichen Notlage schuld, alle seien betroffen. "Wir brauchen dringend eine europäische Antwort auf die Krise", sagte die Fraktionschefin der Grünen im Europaparlament.

In der Reaktion auf die Wirtschaftskrise werde sich zeigen, wie stark Europa zusammenhalte. Das werde nicht in Brüssel entschieden, sondern in den Hauptstädten.

Corona-Bonds sind in der EU sehr umstritten. Italien, Spanien, Frankreich und andere Länder wollen unbedingt die gemeinsame Schuldenaufnahme, Deutschland und andere lehnen sie ab. Die Eurogruppe will am 7. April Kompromissvorschläge vorlegen.

Update, 31. März, 7.32 Uhr: Gelände der US-Open wird umfunktioniert

Auf dem Gelände der US Open gibt es demnächst 350 temporäre Krankenhausbetten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt New York.

Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von 25 000 Essenspaketen täglich genutzt werden. Verteilt werden die unter anderem an Patienten, Helfer und Schulkinder.

Die Umrüstung der Anlage soll am Dienstag beginnen, berichteten US-Medien am Montag (Ortszeit). New York ist mit mehr als 38 000 Fällen die Stadt mit den meisten Coronavirus-Infizierten in den USA.

Update, 31. März, 7.14 Uhr: China meldet weitere 48 Infektionen

China hat 48 weitere Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Gesundheitskommission in Peking am Dienstag mitteilte, wurden sämtliche Fälle erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind.

Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik fast ausschließlich nur noch solche "importierte Fälle". Die Ausbreitung im Inland ist dagegen nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht worden.

Allerdings machen die Behörden keine Angaben dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden. Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist.

Weiter teilte die Gesundheitskommission mit, dass ein weiterer Patient an den Folgen der Lungenkrankheit gestorben ist. Nach den offiziellen Zahlen sind bislang 3305 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen.

Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81 518 Infizierte registriert, von denen sich bisher über 76 000 wieder erholt haben.

Update, 31. März, 7.05 Uhr: Aufschub für private Kreditnehmer in der Krise

Kreditinstitute in Deutschland sollen Privatkunden, die wegen der Corona-Krise in Not geraten sind, die Zahlung von Zins oder Tilgung von Verbraucherkrediten vom 1. April an für drei Monate stunden.

"Banken und Sparkassen sind darauf vorbereitet", sagte ein Sprecher der Deutschen Kreditwirtschaft (DK). Verbraucherschützer begrüßten die gesetzliche Regelung, mahnten aber zur Vorsicht.

"Es handelt sich um eine Akutmaßnahme, die Schulden werden damit nicht weggezaubert. Zunächst sollten Verbraucher staatliche Transferleistungen prüfen wie zum Beispiel Mietzuschüsse", sagte Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Die Stundung gilt vom 1. April bis Ende Juni für Verbraucherkredite, die vor dem 15. März abgeschlossen wurden. "Wahrscheinlich sind drei Monate zu kurz. Wir hoffen, dass gegebenenfalls nachjustiert wird", sagte Mohn.

Die Notlage muss im Zweifel von den Betroffenen allerdings auch nachweisbar sein, so Mohn weiter.

Update, 31. März, 6.52 Uhr: Das ist der Stand bei den national und international geplanten Sport-Events

Während die 32. olympischen Sommerspiele in Tokio um ziemlich genau ein Jahr verschoben wurden (23. Juli bis 8. August 2021), soll die ebenfalls in diesem Jahr geplante und bereits verschobene Fußball-EM zwischen dem 11. Juni und 11. Juli 2021 ausgetragen werden. Unklar ist allerdings, ob die paneuropäischen Titelkämpfe an den ursprünglich geplanten Spielorten stattfinden.

In der Fußall-Bundesliga ruht der Ball zunächst bis zum 30. April.

Die Formel 1 soll, Stand jetzt, am 14. Juni in Kanada beginnen. Ob dies realistisch ist, ist hingegen mehr als ungewiss.

Einfacher machen es sich da die USA. Hier wurde der Spielbetrieb in sämtlichen großen Ligen eingestellt. Wie und ob es weiter geht ist nicht bekannt.

Auch die Eishockey-WM in der Schweiz wurde gestrichen - und das sogar ersatzlos.

Die Tour de France soll dafür wie geplant am 27. Juni in Nizza starten. Die French Open sind zunächst auf September verschoben, die Austragung des Tennis-Turniers im Herbst ist dennoch mehr als ungewiss.

Update, 31. März, 6.39 Uhr: FDP-Chef Lindner für freiwillige Corona-App

FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner plädiert für den verstärkten Einsatz digitaler Technik bei der Bekämpfung des neuartigen Coronavirus. Ein erfolgversprechender Ansatz seien Apps, die die Bürger freiwillig installierten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Wenn jemand positiv auf das Virus getestet wurde, informierten solche Apps Personen, mit denen der Betroffene eine gewisse Zeit lang nah zusammen gewesen sei.

Dies könne mittels Bluetooth-Technologie geschehen, ohne dass zentral Bewegungsprofile gespeichert würden.

"Datenschutz und Gesundheitsschutz sind kein Widerspruch", sagte Lindner. "Statt auf mehr Überwachung sollten wir vielmehr auf die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger setzen."

Eine App zur Nachverfolgung von Infektionsketten könne funktionieren, wenn möglichst viele Bürger mitmachten. "Sie müssen dem System vertrauen können."

Eine Absage erteilte der FDP-Politiker Überlegungen in der Bundesregierung, zusätzliche Befugnisse zum Zugriff auf die Mobilfunkdaten der Bürger zu gewähren. "Sie greifen nicht nur unverhältnismäßig in die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger ein, sondern sind auch viel zu ungenau und ungeeignet, um Kontaktpersonen zu ermitteln und in Kombinationen mit schnellen Tests die Infektionsketten zu unterbrechen", sagte Lindner.

Update, 31. März, 6.34 Uhr: Südkorea verzeichnet wieder Anstieg an Neuinfektionen

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder auf mehr als 100 gestiegen. Am Montag seien 125 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag mit. Damit wurden bisher 9786 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus kletterte um vier auf 162.

Seit Tagen verzeichnet Südkorea bei neuen Infektionsfällen einen stetigen Wechsel von an- und absteigenden Zahlen. Sorgen bereiten den Behörden nach wie vor lokale Häufungen von Infektionen sowie eine zunehmende Zahl "importierter" Fälle.

Zwar habe die "erweiterte Kampagne der sozialen Distanz" geholfen, dass sich die Zahl bei etwa 100 stabilisiert habe, sagte Vize-Gesundheitsminister Kim Gang Lip. Doch warnte er, Südkorea könne eine zweite Infektionswelle in den Gemeinden erleben, falls die Kampagne nicht weiter streng umgesetzt werde.

Um das Ansteckungsrisiko durch eingeschleppte Fälle aus dem Ausland zu verringern, sollen von Mittwoch an sämtliche Ankommende unter eine zweiwöchige Quarantäne gestellt werden.

Zuletzt waren die verschärften Einreisebestimmungen bereits auf Europa und die USA ausgeweitet worden.

Update, 31. März, 6.29 Uhr: Spanien setzt drastischere Maßnahmen um, Verschärfung der Ausgangssperre

In Spanien ist in der Nacht zum Dienstag eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre zur Bekämpfung der Corona-Krise in Kraft getreten. Seit Mitternacht dürfen alle Bürger, die nicht in wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind, nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren.

Das entsprechende Dekret der linken Regierung gilt zunächst bis zum 9. April. Betroffen sind vor allem das Baugewerbe und weite Teile der Industrie.

Bisher durften im Rahmen des seit 15. März geltenden Alarmzustands alle Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten konnten, weiter das Haus verlassen, um ihren Jobs nachzugehen.

Alle Betroffenen sollen weiter ihr Gehalt bekommen und die nicht geleisteten Stunden später nachholen. Viele Unternehmer und Regionalpräsidenten haben die neuen Regeln scharf kritisiert.

Update, 31. März, 6.22 Uhr: Trump will Einreisestopp für Europäer verlängern

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Garten des Weißen Hauses.

Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. "Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben."

Es blieb zunächst unklar, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, verlängert werden sollte. Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.

Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte "Green Card".

Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

Update, 31, März, 6.13 Uhr: USA schicken medizinische Hilfsmittel nach Italien

Die USA schicken nach Angaben von US-Präsident Donald Trump medizinische Hilfsmittel im Wert von 100 Millionen Dollar in das von der Coronavirus-Krise gezeichnete Italien.

Trump sagte am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er habe darüber gerade mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte gesprochen. "Guiseppe war sehr, sehr glücklich."

Trump kündigte an, nach Möglichkeit auch Beatmungsgeräte nach Italien, Frankreich und Spanien zu schicken.

Update, 31. März, 6.04 Uhr: Erste deutsche Stadt plant Mundschutzpflicht

Erste Vermutungen geisterten bereits durch die Bevölkerung, nun wird es wohl Realität. Die Stadt Jena möchte nun dem österreichischem Beispiel folgen und die Einführung einer Mundschutzpflicht einführen. Und das bereits ab kommender Woche.

Auf der Internetseite des Jenaer Rathauses äußert man sich wie folgt: "In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden. Diese Maßnahme wurde vom Fachdienst Gesundheit angemahnt. Dadurch wird die Sicherheit von Personal im öffentlichen Leben erhöht."

Dabei sollen neben Masken allerdings auch "Tücher oder Schals als Schutz anerkannt" sein. Wichtig sei nur, dass Mund und Nase bedeckt sind, so heißt es weiter.

Update, 30. März, 22.30 Uhr: Heil kritisiert Miet-Stundungen: "Ich bin stinksauer"

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD) hat den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Unternehmen erneut scharf kritisiert.

"Ich bin stinksauer. Das Gesetz ist für die gemacht, die ihre Mieten nicht zahlen können, nicht für Unternehmen, die Rücklagen haben. Wer Vorteile dieses Landes nutzt, hat auch Verpflichtung, seine Interessen nicht über alle zu stellen", sagte Heil am Montag in der ARD-Sendung "hart aber fair extra".

Bekannte Handelsunternehmen hatten die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt, nachdem diese wegen der Coronavirus-Ausbreitung schließen mussten.

Darunter sind Handelsketten wie Deichmann und H&M sowie Markenhersteller wie Adidas. Heil sprach in der ARD von "Trittbrettfahrern" und "missbräuchlichem" Vorgehen. Bereits am Wochenende hatte er dem "Handelsblatt" gesagt: "Ich halte das Verhalten von Adidas für unverantwortlich und habe dafür kein Verständnis."

Update, 30. März, 22.09 Uhr: Rund 150.000 bestätigte Corona-Infektionen und fast 3000 Tote in USA

In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 150.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Dort gibt es damit weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China.

So sieht die aktuelle Entwicklung von den USA, Deutschland, Italien, Frankreich, Südkorea und Großbritannien aus:

Update, 30. März, 21.57 Uhr: Finnland will Corona-Maßnahmen bis 13. Mai verlängern

Die finnische Regierung will die von ihr ergriffenen Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärfen und verlängern.

Alle bisher geltenden Maßnahmen sollen um einen Monat bis zum 13. Mai verlängert werden, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin (34) und einige ihrer Kabinettsmitglieder am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Helsinki sagten.

Das Parlament, in dem Marins Regierungskoalition eine breite Mehrheit hat, muss all dem vor dem Inkrafttreten noch zustimmen.

Unter anderem wird die Verlängerung für die Finnen bedeuten, dass Schulen im Land weiter geschlossen bleiben und die Schüler ab der vierten Klasse aus der Ferne unterrichtet werden sollen.

Zudem soll das öffentliche Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen bis zum 31. Mai ausgeweitet werden, bis dahin soll auch die geplante Schließung von Restaurants, Cafés und Kneipen gelten.

Darüber hinaus sollen strenge Regelungen für den Grenzverkehr im Norden und Westen des Landes eingeführt werden. Der Schiffsverkehr soll künftig nur noch für Güter und Fracht offen sein, Passagiere dürfen dann nicht mehr per Schiff unterwegs sein.

Bislang gibt es mehr als 1300 bestätigte Infektionsfälle in Finnland, 13 an Covid-19 erkrankte Patienten starben bislang in dem skandinavischen EU-Land.

Update, 30. März, 21.18 Uhr: Kampf gegen Corona: Italien will Ausgangsverbote verlängern

Die italienische Regierung will die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis mindestens Ostern verlängern.

In diese Richtung werde sich die Regierung nach Beratungen mit der Expertenkommission bewegen, teilte das Gesundheitsministerium am Montagabend mit.

Bisher galten die Ausgangsverbote bis zum kommenden Freitag. Sie waren vor rund drei Wochen, am 10. März, angelaufen.

Update, 30. März, 20.35 Uhr: Mehr als 3000 Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Montag auf mehr als 3000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden am Montag mitteilten. Mehr als 5000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen, hieß es weiter.

In unseren neuesten Grafiken sieht die Lage wie folgt aus:

Update, 30. März, 20.10 Uhr: Corona-Krise trifft Beschäftigte im Handel laut Gewerkschaft hart

Die rund drei Millionen Beschäftigten im Einzelhandel sind von den Folgen der Corona-Krise nach Gewerkschaftsangaben besonders betroffen.

"Im Einzelhandel sind die Einkommensverhältnisse so auf Kante genäht, dass die Beschäftigten keine Möglichkeit haben, für schwierige Zeiten zu sparen oder sich Rücklagen zu schaffen", teilte Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Montag mit.

Sie warnte, Hunderttausende könnten in existenzbedrohende Notlagen geraten, müssten sie allein vom Kurzarbeitergeld leben. Verdi forderte die Arbeitgeber auf, das Kurzarbeitergeld tariflich auf 90 Prozent aufzustocken.

Doch auch viele Händler, deren Läden geschlossen sind, sorgen sich nach Angaben des Handelsverband Deutschland um ihre Existenz.

Er lehnt es ab, für die gesamte Branche festzulegen, dass die Unternehmen das Kurzarbeitergeld aufstocken. Es beträgt 60 Prozent des Nettogehalts, bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent.

Viele Einzelhändler hätten einen Zuschuss vorgesehen, teilte der Verband mit. Eine "Null-Zuschuss-Lösung" müsse aber unbedingt möglich bleiben. Der Verband fordert außerdem, die vereinbarte Tariferhöhung zu verschieben, um Arbeitsplätze zu sichern.

Update, 30. März, 19.43 Uhr: Corona-Ansteckung laut WHO jetzt eher Zuhause als auf der Straße

Weil in vielen Ländern strikte Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt worden sind, lauert die Gefahr einer Ansteckung jetzt in der Familie.

"In den meisten Teilen der Welt finden wegen der Ausgangsbeschränkungen die meisten Ansteckungen jetzt im Wohnumfeld statt, in der Familie", sagte der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Michael Ryan, am Montag in Genf.

"In gewissem Sinne ist die Übertragung von der Straße in die Familien geschoben worden." Deshalb müssten alle Zuhause ihre Gesundheit strikt überwachen.

Verdachtsfälle müssten schnell erkannt und von den anderen Familienmitgliedern getrennt werden. Bestätigte Fälle müssten isoliert werden und Familienmitglieder, die sich angesteckt haben könnten, unter Quarantäne bleiben.

Nur, wenn dies gewährleistet sei, könne man über eine Lockerung der strikten Ausgangsbeschränkungen nachdenken, sagte Ryan. Jedes Land müsse für sich einen praktikablen Weg für solche Maßnahmen finden.

Update, 30. März, 19.27 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet zeigt nach Fauxpas, wie man Mundschutz trägt

Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) sorgte bei einem Termin am Montag in Aachen für Spott im Internet, weil er seinen Mundschutz nicht über der Nase trug.

In Twitter-Beiträgen wunderten sich Benutzer unter anderem darüber, dass die anwesenden Ärzte in der Uniklinik Aachen ihn offenbar nicht auf das falsche Tragen aufmerksam machten.

Jetzt reagierte der 59-Jährige mit einem Twitter-Video, in dem er sich selbst ein wenig auf die Schippe nahm.

Update, 30. März, 19.22 Uhr: Moskau entscheidet im Eiltempo über schärfere Gesetze

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen sich die Menschen in Russland auf eine härtere Gangart der Politik einstellen. Das russische Parlament in Moskau will an diesem Dienstag im Eiltempo mehrere Gesetze beschließen.

Vor allem soll die Regierung weitere Befugnisse für den Kampf gegen das Virus bekommen, darunter auch Vollmachten für den Fall eines Ausnahmezustandes.

Die Staatsduma will außerdem härtere Strafen wegen Verstoßes gegen die Quarantänevorschriften und wegen fahrlässiger Infektion von Mitmenschen beschließen. Außerdem soll es um Krisenhilfen für Familien und Unternehmen gehen.

Zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin eine rigorose Bestrafung von Verstößen gegen die Auflagen von Behörden gefordert. Er warnte vor "krimineller Achtlosigkeit".

Zugleich hatte er die Entscheidung der Hauptstadt Moskau begrüßt, eine Ausgangssperre für alle Bürger zu verhängen.

Sie gilt mit Ausnahme etwa von Einkäufen, Wegen zur Arbeit und zum Müllcontainer bis zum 14. April. Insgesamt 16 Regionen in Russland haben solche Beschränkungen erlassen.

Bei Verstößen gegen Quarantäne-Vorschriften sollen künftig Strafen von zwei Millionen Rubel (22.800 Euro) und bis zu sieben Jahre Haft verhängt werden können.

In Stawropol im Süden Russlands hatte die leitende Ärztin des Gebiets für Infektionskrankheiten unlängst das Coronavirus aus Spanien eingeschleppt.

Nach Behördenangaben begab sie sich nicht in Quarantäne, obwohl dies für zwei Wochen vorgeschrieben ist. Sie erkrankte und soll mehrere Menschen infiziert haben.

Nach offiziellen Angaben lag die Zahl der Sars-CoV-2-Infizierten in Russland am Montag bei mehr als 1800. Etwa zehn Menschen starben demnach im Land bisher an dem Virus.

Update, 30. März, 19.15 Uhr: Auch dritter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) kann immer mehr aufatmen: Auch bei ihrem dritten Test auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin mit. Er ergänzte: "Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen."

Update, 30. März, 19.11 Uhr: EU gibt Milliarden gegen Covid-19-Krise frei

Mehrere Milliarden Euro aus der EU-Kasse sollen von Mittwoch an die Auswirkungen der Covid-19-Krise abfedern. Der Rat der 27 Mitgliedstaaten traf am Montag nach eigenen Angaben zwei Entscheidungen, die insgesamt 37 Milliarden Euro für diese Zwecke freimachen.

8 Milliarden Euro stammen aus Mitteln der Struktur- und Investitionsfonds, die die Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr nicht wie geplant ausgegeben haben. Sie dürfen das Geld behalten und für den Kampf gegen das Coronavirus einsetzen.

29 Milliarden werden den Ländern vorzeitig ausgezahlt, damit sie ihre Gesundheitssysteme stärken und kleine und mittlere Unternehmen, Kurzarbeitsregelungen und gemeindebasierte Dienste unterstützen können.

Außerdem hat der Rat den Angaben zufolge den EU-Solidaritätsfonds so geändert, dass er nun außer bei Naturkatastrophen auch im Falle eines öffentlichen Gesundheitsnotstands genutzt werden kann.

Dies soll den Mitgliedstaaten und den Beitrittsländern dabei helfen, den direkten Bedarf der Bevölkerung während der Coronavirus-Pandemie zu decken.

Das Europaparlament hatte beiden Änderungen bereits am Donnerstag zugestimmt. Beide Rechtsakte sollen angesichts der Dringlichkeit der Lage am Dienstag im Amtsblatt der Europäischen Union erscheinen und am Mittwoch in Kraft treten.

Update, 30. März, 19.07 Uhr: Europas Wirtschaft wird dieses Jahr laut IWF schwere Rezession erfahren

Europas Wirtschaft steht nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr eine schwere Rezession bevor.

Das sei angesichts der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens inzwischen eine Gewissheit, schrieb der Direktor der IWF-Europa-Abteilung, Poul Thomsen, am Montag in einem Blogbeitrag.

Für jeden Monat, in dem zahlreiche Branchen in den großen europäischen Volkswirtschaften weiterhin quasi stillstünden, würde die jährliche Wirtschaftsleistung um etwa drei Prozent niedriger ausfallen, schrieb er.

Europas Sozialsysteme sollte es gelingen, einen Teil der Auswirkungen abzufedern, obwohl sie nicht dafür konzipiert worden seien, "Bedürfnisse in dieser Größenordnung" zu bedienen, schrieb Thomsen.

Alle Länder müssten jetzt pro-aktiv und mutig gegensteuern, forderte er. Die Dauer der Corona-Krise in Europa sei noch nicht absehbar, eines aber sei klar: "Eine schwere Europäische Rezession in diesem Jahr ist eine ausgemachte Sache", schrieb Thomsen.

Update, 30. März, 18.36 Uhr: Zahl der Corona-Ansteckungen in Italien stabilisiert sich

Der Anstieg der Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen in Italien ist so niedrig wie seit Beginn der landesweiten Ausgangssperren nicht. Die Zahl der aktuell Erkrankten nahm bis Montag um 1648 auf 75.528 zu - so wenig wie seit dem 10. März nicht.

In die Zahl sind Tote und Geheilte nicht eingerechnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg auf 101.739, wie der Zivilschutz mitteilte. Auch hier war der prozentuale Anstieg geringer. Die Zahl der Verstorbenen ist allerdings nach wie vor so hoch wie in keinem anderen Land der Welt. Bis Montag kamen 812 Tote hinzu, insgesamt sind es nun 11.591.

Update, 30. März, 18.27 Uhr: Dänemark erwägt Ende von Corona-Maßnahmen nach Ostern

Dänemark könnte bereits Mitte April schrittweise von seinen strikten Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus abrücken.

Wenn sich die positive Entwicklung fortsetze und die Dänen in den nächsten beiden Wochen weiter so vernünftig gegen die Ausbreitung des Virus vorgingen wie bisher, werde die Regierung das Land nach Ostern kontrolliert und Schritt für Schritt wieder öffnen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Montag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 zeigten Wirkung, sagte die Regierungschefin. Es sehe so aus, dass sich das Virus langsamer als befürchtet im Land verbreite. "Das ist ein Zeichen für vorsichtigen Optimismus."

Frederiksen wies darauf hin, dass sich die Dänen darauf einstellen sollten, zu verschiedenen Zeitpunkten zur Arbeit und zur Schule zu gehen. An den Grenzschließungen werde sich vorerst nichts ändern, ergänzte die Sozialdemokratin.

Bis Montagabend wurden mehr als 2500 Infektionsfälle in Dänemark bestätigt. Es wird aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen. Bislang sind 77 Covid-19-Patienten im Land gestorben.

Update, 30. März, 18.17 Uhr: Pariser Autosalon findet nicht wie geplant statt

Die internationale Automesse in Paris wird wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht wie geplant stattfinden. Aufgrund der Covid-19-Pandemie müsse der Pariser Autosalon Mondial de l'Automobile "in seiner jetzigen Form" abgesagt werden, teilten die Veranstalter am Montag mit.

"Wir untersuchen alle alternativen Lösungen in enger Zusammenarbeit mit unseren Hauptpartnern", hieß es in einer Mitteilung. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Der Autosalon war für Oktober dieses Jahres im Pariser Kongresszentrum Porte de Versailles geplant. Er findet im Wechsel mit der Frankfurter Automesse statt.

Im Jahr 2018 verzeichnete der Pariser Autosalon nach Veranstalterangaben rund eine Millionen Besucher. Auch der Genfer Autosalon war wegen des Coronavirus bereits abgesagt worden.

Update, 30. März, 18.04 Uhr: Maas offen für Mundschutz-Pflicht

Bundesaußenminister Heiko Maas (53, SPD) hat sich offen für eine Mundschutz-Pflicht etwa beim Einkaufen wie in Österreich gezeigt.

"Wenn es Sinn macht, sollte man so etwas nicht ausschließen", sagte er am Montag in einem "Bild"-Interview. Es müsse dann aber auch sichergestellt sein, dass die Masken geeignet sind, einen selbst oder andere zu schützen. "Es nützt nichts, sich irgendetwas ins Gesicht zu hängen, was überhaupt keine Schutzwirkung entfaltet."

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuvor eine Mundschutz-Pflicht beim Einkaufen angekündigt. Die Supermärkte würden voraussichtlich ab Mittwoch mit der Verteilung von Masken an den Eingängen beginnen. Derzeit werde noch auf Lieferungen gewartet.

Maas rief auch zur internationalen Zusammenarbeit bei der Produktion und Verteilung von medizinischen Gütern in der Corona-Krise auf.

"Es darf nicht zu einem Kampf oder gar zu einem Krieg um Schutzausrüstung, Beatmungsgeräte oder Masken ausarten." Das sei derzeit eine der größten Aufgaben für die internationale Staatengemeinschaft.

"Wenn wir das nicht hinbekommen, glaube ich, werden am Schluss alle, aber alle darunter zu leiden haben."

Update, 30. März, 18 Uhr: Ärztepräsident würde nach Corona-Genesung Kontaktsperre lockern

Für Menschen, die eine Corona-Ansteckung überwunden haben, sollte nach Auffassung der Bundesärztekammer die Kontaktsperre gelockert werden.

Dafür wäre es gut, möglichst viele Bundesbürger auf Antikörper zu testen. "Alle, die immun sind, weil sie die Infektion schon hinter sich haben, könnten dann wieder zur Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen", sagte Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstag).

"Diese Menschen wären die ersten, die ins Normalleben entlassen werden könnten. Der große Vorteil ist ja: Sie sind weder gefährdet noch gefährden sie andere."

Update, 30. März, 17.50 Uhr: Eurogruppe will am 7. April Vorschläge gegen Corona-Wirtschaftskrise machen

Die Eurogruppe will am 7. April ihre Vorschläge für eine gemeinsame europäische Antwort auf die Corona-Wirtschaftskrise vorlegen. Dies kündigte der Vorsitzende Mario Centeno am Montag auf Twitter an.

Hintergrund ist der Streit über die gemeinsame Schuldenaufnahme in der EU über sogenannte Corona-Bonds. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Donnerstag nicht einigen können und der Eurogruppe den Auftrag erteilt, neue Vorschläge auszuarbeiten.

Italien, Spanien, Frankreich und andere Länder fordern die gemeinsame Schuldenaufnahme, Deutschland und einige andere EU-Staaten lehnen sie ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert dafür, den Eurorettungsschirm ESM zu nutzen.

Update, 30. März, 17.46 Uhr: WHO gegen allgemeines Mundschutztragen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan am Montag in Genf.

Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. "Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist", sagte Ryan.

Österreich hatte am Montag angekündigt, Mundschutz beim Einkaufen zur Pflicht zu machen. Die Masken sollen an den Eingängen der Läden ausgeteilt werden.

Bei dem Mund-Nasen-Schutz handele es sich nicht um die hochwertigen Masken, die das Gesundheitspersonal benötigt. Auch Tschechien hat einen Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit eingeführt.

Update, 30. März, 17.36 Uhr: Drosten zu Corona in Pflegeheimen: "Beginn einer neuen Entwicklung"

Coronavirus-Fälle in deutschen Pflegeheimen markieren aus Sicht des Virologen Christian Drosten (48) eine neue Phase in der Epidemie, die auch mit mehr gemeldeten Todesfällen einhergeht.

"Wir sehen jetzt in diesen Tagen die Eintragungen zum Beispiel in Seniorenpflegeheime und haben hier dann den Beginn einer neuen Entwicklung", sagte Drosten am Montag im NDR-Podcast.

Bisher habe Deutschland auch ein bisschen Glück gehabt: Infiziert hätten sich zunächst vor allem jüngere, sportliche Leute wie Skifahrer, die das Virus aus dem Urlaub eingeschleppt und es in ihren ungefähr gleichaltrigen Netzwerken verbreitet hätten. Diese Menschen erlebten zum größten Teil milde Krankheitsverläufe.

Wegen mehrerer Effekte gleichzeitig werde man jetzt zwangsläufig ein Ansteigen der berichteten Fallsterblichkeit sehen, sagte Drosten. Man sehe das jetzt schon an der Statistik: Sie liege nicht mehr bei 0,2 bis 0,4, sondern im Bereich 0,8 Prozent.

Das liege daran, dass andere Altersgruppen als bisher von Sars-CoV-2 betroffen seien. Hinzu komme, dass man bei der Diagnostik nicht mehr einer exponentiellen Entwicklung hinterherkommen könne: "Ich glaube nicht, dass wir unsere jetzige Testkapazität realistischerweise noch deutlich steigern können", sagte Drosten mit Blick auf PCR-Tests.

Davon könnten derzeit mehr als eine halbe Million pro Woche in Deutschland gemacht werden. Er sei aber unsicher, wie lange die Industrie dem großen Bedarf an Laborreagenzien noch nachkommen könne, so der Charité-Virologe.

Update, 30. März, 17.17 Uhr: Endet die Corona-Epidemie in Deutschland erst im September?

Wann ist das alles vorbei? Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Hamburg haben zwei Modelle erstellt, mit denen sie versucht haben zu berechnen, wann in Deutschland wieder Normalität einkehren könnte. Das bittere Ergebnis: wohl erst Ende August/Anfang September.

"Würden die bestehenden Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte in Deutschland nach Ostern aufgehoben, könnte die Corona-Epidemie hier Anfang Juni ihren Höhepunkt erreichen. Rund 1,3 Millionen Menschen könnten dann gleichzeitig an Covid-19 erkrankt sein. Danach würden die Fallzahlen sinken und im August gegen Null gehen.", schreiben die Forscher.

Und weiter: "Durch eine Verlängerung der Kontaktverbote bis Mitte Juni würden sowohl der Höhepunkt der Epidemie als auch ihr Ende um etwa einen Monat verschoben. Anfang Juli wären dann mit knapp 1,2 Millionen am meisten Menschen in Deutschland gleichzeitig erkrankt." Sprich: Die Epidemie würde dann erst im September enden.

Diese Ergebnisse stellte ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der Universität Hamburg vor, berichtet der "Informationsdienst Wissenschaft".

Update, 30. März, 16.52 Uhr: Handel fordert Mittelstandsprogramm

Der Handelsverband Deutschland fordert von der Bundesregierung schnelle und unbürokratische Hilfen für mittelständische Händler, damit die Mietzahlungen sie nicht in den Ruin treiben.

In Briefen an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) warnte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, die mittelständischen Händler fielen bislang bei den Hilfsprogrammen durch das Raster.

Dies könne zu einem starken Verlust von Arbeitsplätzen im Handel führen und die Attraktivität vieler Innenstädte gefährden.

Update, 30. März, 16.47 Uhr: Italien denkt über Schritte Richtung Normalität nach

Angesichts von Hoffnungen auf eine Stabilisierung bei den Corona-Neuinfektionen hat in Italien eine Debatte über Wege zur Lockerung der Beschränkungen begonnen.

Gleichzeitig warnten Experten, eine Rückkehr zur Normalität werde nur in kleinen Schritten erfolgen. "Es gibt zwar noch keine Signale eines Rückgangs, doch es geht besser", sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, der Zeitung "La Repubblica" vom Montag.

"Wir warten bis Ostern und werden dann die Zahlen prüfen, um weitere Schritte zu unternehmen", beschrieb er den möglichen Zeitrahmen. In Italien gelten bis Freitag strenge Ausgangsverbote mit wenigen Ausnahmen. Es wird erwartet, dass die Regierung sie verlängert.

Den richtigen Weg aus den Maßnahmen mit ihren harten Folgen für Bürger und Wirtschaft zu treffen, werde schwer. "Das Problem besteht darin, herauszufinden, welche Öffnungsformen sicherstellen, dass die Kurve nicht wieder wächst", sagte der Regierungsberater.

Möglich sei, dass der Staat mehr Freiheiten erlaube und sie wieder zurücknehmen müsse. Über den Einsatz von Apps, die die Bewegung von Patienten kontrollieren, werde nachgedacht. Aktuell steuert Italien auf 100.000 bestätigte Sars-CoV-2-Infektionen zu.

Vorsicht müsse noch für Monate das Leben bestimmen, mahnte der für Gesundheit zuständige Regionalkommissar der Lombardei, Giulio Gallera.

Seine Region ist der Brennpunkt des Ausbruchs. Nach einem Neustart werde man sich länger "an eine andere Lebensweise gewöhnen müssen, das Haus mit Atemschutz zu verlassen, Distanz zu anderen zu halten (...)", sagte er in einem Fernsehinterview.

Der Regionalpräsident Venetiens, Luca Zaia, sprach im Fernsehen von einer "weichen Landung" mit Zwischenschritten. Was möglich werde, hänge auch davon ab, wann die Forschung Antikörper-Tests bereitstelle, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Ansa.

Update, 30. März, 16.36 Uhr: Nase frei trotz Mundschutz Ministerpräsident kassiert Sprüche im Internet

Auch wenn der Name Mundschutz es anders vermuten lässt, muss man ihn für seine Wirkung auch über die Nase ziehen: Dass Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) genau dies bei einem Termin am Montag in Aachen nicht machte, sorgte prompt für Spott im Internet.

In Twitter-Beiträgen wunderten sich Benutzer unter anderem darüber, dass die anwesenden Ärzte in der Uniklinik Aachen ihn offenbar nicht auf das falsche Tragen aufmerksam machten. Das WDR-Magazin "Westpol" twitterte eine Filmszene mit Benedict Cumberbatch als Arzt mit Mundschutz unter dem Hinweis "Servicetweet" in Richtung Laschet.

"Bild.de" bemerkte, dass der Ministerpräsident auf den offiziellen Fotos der Staatskanzlei den Mundschutz plötzlich korrekt trug. Bei dem Termin in Aachen ging es um das Thema "Virtuelles Krankenhaus".

Update, 30. März, 16.31 Uhr: Ministerpräsident Kretschmann für Mundschutz beim Einkaufen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält einen Mundschutz beim Einkaufen wegen des Coronavirus für sinnvoll, will ihn aber noch nicht zur Pflicht machen.

"Dazu müssen wir erst die ausreichende Zahl an Masken haben, ohne dass der vorrangige Einsatz im medizinischen und pflegerischen Bereich beeinträchtigt wird. Dieser hat absolute Priorität", teilte Kretschmann am Montag in Stuttgart mit.

Er werde das Thema am Mittwoch in der Runde der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin aufrufen. Die österreichische Regierung hat wegen des Coronavirus eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe angekündigt.

Update, 30. März, 16.18 Uhr: Ryanair lässt Flotte bis Ostern weitgehend am Boden

Europas größte Billig-Airline Ryanair hält seine Flotte weiterhin zum größten Teil am Boden. Der extrem eingeschränkte Flugplan mit einigen Verbindungen von und nach Irland und Großbritannien werde um eine Woche bis einschließlich Gründonnerstag (9. April) verlängert, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit.

Gründe sind Flugverbote und weitere Einschränkungen in den europäischen Ländern in Folge der Corona-Pandemie. Mehr als 90 Prozent der Ryanair Flotte bleiben damit am Boden. Auf ihrer Website macht die Fluggesellschaft Werbung für Urlaubsflüge im September.

Update, 30. März, 16.15 Uhr: Prinz Charles wieder gesund!

Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) ist nach seiner überstandenen Corona-Infektion aus der Selbstisolation entlassen worden. Das teilte ein Sprecher seiner Residenz Clarence House am Montag in London mit.

Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. (93) hatte nur milde Symptome gezeigt. Er hatte während seiner Isolation weiter gearbeitet und unter anderem Telefonkonferenzen geführt.

Bei seiner Frau, Herzogin Camilla (72), wurde bislang keine Infektion festgestellt. Das Paar hatte sich nach Schottland zurückgezogen. Die Queen und ihr Mann Prinz Philip (98) sind auf Schloss Windsor in der Nähe der britischen Hauptstadt.

Update, 30. März, 16.11 Uhr: Aktuelle Zahlen und Daten in unseren neuesten Grafiken

Update, 30. März, 16.03 Uhr: Derzeit 7000 Patienten mit Covid-19 in deutschen Kliniken

In den Krankenhäusern in Deutschland werden momentan rund 7000 Menschen mit Covid-19 behandelt. Davon befinden sich rund 1500 Patienten auf Intensivstationen, von denen etwa 1100 beatmet werden müssen. Das ergab am Montag eine Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

"Wir haben es geschafft, die so wichtigen Beatmungsplätze im Bereich der Intensivmedizin von ehemals 20.000 Plätzen auf zwischenzeitlich 30.000 zu steigern", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß der dpa.

Die weitere Entwicklung hänge jetzt sehr stark von der Belieferung mit zusätzlichen Beatmungsgeräten durch die Industrie ab. Die Bundesregierung hatte zur Aufstockung der Kapazitäten in den Krankenhäusern 10.000 neue Beatmungsgeräte bestellt.

Auch branchenfremde Unternehmen wie Volkswagen überlegen, in einigen Werken übergangsweise Komponenten für medizintechnische Geräte zu bauen, um die Engpässe zu lindern.

Update, 30. März, 15.56 Uhr: 22 Reha-Kliniken übernehmen reguläre Patienten

In Niedersachsen sind 22 der 78 Reha-Kliniken im Land verpflichtet worden, Patienten ohne Coronavirus-Infektionen aus regulären Krankenhäusern zu übernehmen.

Das Land habe die Reha-Kliniken auf Grundlage des Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetzes dazu angewiesen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mit.

Auf diese Weise habe das Land rund 2000 zusätzliche Krankenhausbetten schaffen können. Den anderen Kliniken werde Freiraum geschaffen, um sich auf eine stark steigende Zahl von Covid-19-Patienten vorzubereiten.

Die 22 Einrichtungen wurden laut Ministerium ausgewählt, weil ihre technische Ausstattung und ihre fachliche Ausrichtung besonders gut geeignet sind.

Zudem habe man auf eine regional ausgewogene Verteilung geachtet. In einem nächsten Schritt sollen weitere Reha-Einrichtungen in Niedersachsen angewiesen werden, Kapazitäten für Kurzzeitpflegeplätze zu schaffen.

Update, 30. März, 15.49 Uhr: Früherer Nationalspieler Stielike in häuslicher Quarantäne

Der frühere Fußball-Nationalspieler Uli Stielike befindet sich nach einem positiven Coronavirus-Befund bei einem Familienmitglied in häuslicher Quarantäne.

"Eine Woche ist schon rum", sagte der 65-Jährige der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Bis zum 7. April müsse er aber noch in Deutschland isoliert bleiben, um die Frist von 14 Tagen abzuwarten.

Update, 30. März, 15.38 Uhr: Messi bestätigt 70-Prozent-Gehaltskürzung - mit Seitenhieb auf Barça

Weltfußballer Lionel Messi, Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und alle Profis des FC Barcelona haben wegen der Corona-Krise einen vorübergehenden Gehaltsverzicht von 70 Prozent akzeptiert.

In einem am Montag auf Instagram geposteten Statement bestritt Messi Medienberichte, wonach sich die Spieler des spanischen Fußball-Meisters der Gehaltskürzung lange widersetzt hätten. "Wir sind uns alle völlig darüber im Klaren, dass es sich um eine außergewöhnliche Situation handelt", betonte er.

Der Argentinier erlaubte sich einen Seitenhieb auf den eigenen Club, der nach Einschätzung spanischer Medien die Chefetage um Präsident Josep Bartomeu zum Ziel hatte.

Personen "innerhalb des Clubs" seien für die falschen Medienberichte verantwortlich, schrieb der 32-Jährige, ohne Namen zu nennen. "Es überrascht uns, dass es innerhalb des Clubs welche gab, die versucht haben, uns ins Rampenlicht zu stellen und Druck auf uns auszuüben, damit wir etwas tun, was wir ohnehin tun wollten."

Update, 30. März, 15.27 Uhr: Bayer stellt Geräte und Personal für Corona-Tests bereit

Im Kampf gegen die Corona-Krise stellt der Pharmakonzern Bayer Geräte und Personal für die Diagnostik zur Verfügung.

Medizinische Mitarbeiter aus dem Bereich "Pharmaceuticals" dürften sich bis zu vier Wochen bezahlt freistellen lassen, um sich an der Virus-Bekämpfung zu beteiligen, teilte der Leverkusener Konzern am Montag mit.

140 Mitarbeiter hätten sich bereits gemeldet, um in einem Testlabor mitzuarbeiten, das Bayer in Berlin aufbauen will. Außerdem will das Unternehmen 40 Geräte bereitstellen, mit denen Corona-Tests ausgewertet werden können.

Damit sollen in Berlin pro Tag bis zu 1000 Tests auf das Coronavirus durchgeführt werden.

Update, 30. März, 15.21 Uhr: Bundesregierung hat noch keine Entscheidung zu Stopp-Corona-App

Obwohl es dafür breite politische Zustimmung gibt, zögert die Bundesregierung mit der Einführung einer freiwilligen Stopp-Corona-App.

In der Regierung würden derzeit unterschiedliche Ideen diskutiert, wie man Handy-Daten nutzen könnte, um eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sagte ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) am Montag in Berlin.

Er betonte zwar, "dass eine konsequente Nachverfolgung von Neuinfektionen und Kontaktpersonen ein wesentlicher Baustein sein wird, wenn man über Exit-Strategien nachdenkt".

Wie das Ganze dann ausgestaltet werden könne, werde derzeit aber noch intern besprochen, "aber das werden wir dann öffentlich machen, wenn es so weit ist".

"Es ist jedenfalls nicht geplant, Handydaten flächendeckend auszuwerten und zu tracken", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Aus dem Innenministerium hieß es, "eine freiwillige Lösung wäre schon einmal besser als nichts".

Seit Tagen wird in Deutschland über den möglichen Einsatz von Handydaten diskutiert, um mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu finden und zu warnen.

Unionspolitiker wie der Innenpolitiker Armin Schuster wollen möglichst bald eine App auf freiwilliger Basis einsetzen, die wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren soll.

Falls der Besitzer positiv auf das Coronavirus getestet wird, soll die App automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten.

Eine Nachricht würde allerdings wohl nur erhalten, wer eine solche App selbst auf sein Mobiltelefon heruntergeladen hat. In Österreich hatte das Rote Kreuz eine entsprechende App zur Verfügung gestellt.

Auch mehrere Politiker von SPD, Grünen und der Linkspartei haben sich für eine solche Lösung ausgesprochen, solange die Nutzung freiwillig bleibt und kein Zugriff auf Standortdaten erfolgt.

Update, 30. März, 15.14 Uhr: Niedersachsen verhängt Aufnahmestopp für Pflegeheime

Das Land Niedersachsen hat nach dem Tod mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Pflegebedürftiger in Wolfsburg einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet.

Ausnahmen gebe es nur, wenn eine 14-tägige Quarantäne für neue Bewohner gewährleistet sei, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann am Montag in Hannover. Die SPD-Politikerin appellierte zudem an Angehörige, auf Besuche älterer Angehöriger zu verzichten.

"Bitte besuchen Sie Ihre Lieben nicht. Damit schützen Sie nicht nur Ihre eigene Mutter oder Ihren eigenen Vater, sondern alle." Es gebe viele Hinweise, dass die Besuchsverbote für Alters- und Pflegeheime nicht beachtet worden seien.

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben, wie die Stadt am Montag mitteilte. Bei den meisten von ihnen seien vor dem Tod keine Covid-19-Symptome aufgetreten.

Update, 30. März, 14.59 Uhr: Sprunghafter Anstieg bei Telemedizin in Corona-Krise

In der Corona-Krise nutzen deutlich mehr Ärzte Videosprechstunden. Beim Software-Spezialisten Compugroup Medical, der Telemedizin-Lösungen anbietet, stieg die Zahl der in Deutschland angeschlossenen ambulanten Arztpraxen von 700 beim Start der Plattform vor einem Monat auf rund 17.500.

Zudem seien inzwischen 100 Kliniken dabei, sagte Compugroup-Manager Ralph Körfgen am Montag.

International seien mit Ländern wie Italien, Frankreich und Belgien inzwischen 46 000 Kunden angeschlossen und Compugroup komme auf 200.000 Videosprechstunden pro Woche. Sie dauerten im Schnitt neun bis zehn Minuten.

Wolfgang Schneider-Rathert, ein Arbeitskreisleiter in der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, geht davon aus, dass sich Videosprechstunden dauerhaft stärker im Alltag einbürgern werden.

"Ich bin mir sicher, dass wir durch diese Krise einen ganz wesentlichen digitalen Sprung machen werden."

Update, 30. März, 14.49 Uhr: Ärzte ohne Grenzen fordern: Keine Patente bei Corona-Medikamenten

Pharmaunternehmen sollten aus Sicht der Organisation Ärzte ohne Grenzen auf Patente für Medikamente, Impfstoffe und Tests gegen das neuartige Coronavirus verzichten.

"Es wäre Wahnsinn, wenn in einer solchen Situation Monopole die Verfügbarkeit dieser wichtigen Medikamente aus Profitgründen einschränkten", sagte Marco Alves von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland am Montag.

Wenn die Unternehmen dazu nicht bereit sein, müsse die deutsche Regierung alle Möglichkeiten ergreifen, damit der weltweite Bedarf an den Medikamenten gegen Covid-19 gedeckt werden könne, so Alves weiter.

Die Forderung der Hilfsorganisation richtet sich unter anderem an den US-Pharmakonzern Gilead Sciences. Sein Wirkstoff Remdesivir gilt derzeit als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für ein Medikament gegen das Virus.

Ärzte ohne Grenzen zufolge hat das Unternehmen ein Patent für Remdesivir in mehr als 70 Ländern beantragt. Mit den Patenten könnte es laut Ärzte ohne Grenzen in den kommenden Jahren für den Wirkstoff verlangen, "was immer es will".

Der Hilfsorganisation zufolge hat Gilead Sciences nach massiven öffentlichen Protesten bereits auf von der US-Arzneimittelbehörde FDA gewährte Sonderrechte verzichtet, die dem Unternehmen ein erweitertes Monopol auf Remdesivir verschafft hätten.

Update, 30. März, 14.39 Uhr: Laut Bund inzwischen 20 Millionen Schutzmasken ausgeliefert

Für den Kampf gegen das Coronavirus sind über den Bund inzwischen 20 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken beschafft worden.

Sie wurden an Länder und Kassenärztliche Vereinigungen für die Verteilung an Kliniken, Praxen und Pflegeheime ausgeliefert, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Berlin sagte.

Die Beschaffung von Schutzausrüstung laufe weiter. Auch Unternehmen anderer Branchen hätten mittlerweile umgestellt und produzierten Masken, darunter etwa in der Textilindustrie.

Zur Frage, ob auch Privatleute Masken tragen sollten, machte die Regierung deutlich, dass dies eine freiwillige Entscheidung sei - mit einem normalen nicht-medizinischen Mund-Nase-Schutz könne man andere vor einer Ansteckung schützen.

Dies sei vielleicht "eine sinnvolle Ergänzung", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es dürfe aber nicht zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen und dass man dann Hygieneregeln wie Abstandhalten und Händewaschen vernachlässige.

Die österreichische Regierung hatte am Montag unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe in Supermärkten angekündigt.

Dabei soll es sich um einen sogenannten Mund-Nasen-Schutz handeln. Der Bestand an besonders hochwertigen Masken, die das Gesundheitspersonal benötigt, soll dafür nicht angerührt werden.

Update, 30. März, 14.32 Uhr: Facebook macht 100 Millionen Dollar für Medien locker

Facebook will in der Coronavirus-Krise regionale Medien mit 100 Millionen Dollar unterstützen. Davon sollen 25 Millionen Dollar als Förderung verteilt werden, erklärte das Online-Netzwerk am Montag.

Eine erste Förderrunde ging an 50 Redaktionen in den USA und Kanada. Die restlichen Mittel sollen den Medienunternehmen über Marketingausgaben zukommen.

Dabei gehe es im Kern darum, dass Facebook bei ihnen Anzeigenplatz erwirbt, berichtete der US-Sender NBC. Facebook hatte bereits Anfang 2019 angekündigt, über einen Zeitraum von drei Jahren regionale Medien mit 300 Millionen Dollar zu unterstützen.

Update, 30. März, 14.18 Uhr: Straßenverkehr reduziert sich in NRW um bis zu 70 Prozent

Das Coronavirus hat in Nordrhein-Westfalen zu einer beispiellosen Verkehrsberuhigung auf den Straßen geführt. 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 seien für das vorvergangene Wochenende 21./22. März verzeichnet worden, teilte die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.

NRW am Montag für die Autobahnen, Bundes- und Landstraßen mit. Für das nun zurückliegende Wochenende – mit Kontaktsperre – dürften die Zahlen noch höher ausfallen.

Von Montag bis Freitag der vergangenen Woche hat die Verkehrszentrale in den Ballungsräumen einen Rückgang des Verkehrs von bis zu 40 Prozent verzeichnet. Ausnahme: der Lkw-Verkehr. Hier wurde nur ein geringer Rückgang gemessen.

Update, 30. März, 14.11 Uhr: Zwei weitere Covid-19-Tote in Wolfsburger Pflegeheim - Schon 17 Opfer

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind zwei weitere Menschen gestorben, nachdem sie sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Damit steigt die Zahl der Opfer in dem Alters- und Pflegeheim für Demenzkranke auf 17, wie die Stadt Wolfsburg am Montag mitteilte.

Bei den meisten von ihnen seien vor dem Tod keine Covid-19-Symptome aufgetreten. "Am Sonntag hatten wir insgesamt 79 positive getestete Personen in dem Heim", sagte Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Dieter Mohrs (SPD) bei einer Pressekonferenz. Um weitere Infektionen zu verhindern, seien positiv und negativ getestete Heimbewohner räumlich strikt voneinander getrennt worden.

Update, 30. März, 14.06 Uhr: Netanjahu in Quarantäne - Beraterin mit Coronavirus infiziert

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begibt sich vorsorglich in Quarantäne, weil sich Medienberichten zufolge eine seiner Beraterinnen mit dem Coronavirus infiziert hat.

Der Regierungschef und sein enger Mitarbeiterstab würden vorerst in Quarantäne bleiben, bis die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen seien, teilte sein Büro am Montag mit. Anschließend würden das Gesundheitsministerium und Netanjahus Leibarzt ein Ende der Quarantäne festlegen.

Zuvor war Netanjahus Beraterin für strengreligiöse Angelegenheiten positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie israelische Medien berichteten.

Netanjahus Büro hatte zunächst mitgeteilt, nach einer ersten Einschätzung bestünde keine Notwendigkeit für eine Quarantäne. Er sei mit der Betroffenen nicht in engem Kontakt gewesen und habe sie nicht persönlich getroffen.

Zusätzlich sehe es nach den ersten Erkenntnissen danach aus, dass die beiden in den vergangenen zwei Wochen nie zusammen in einem Raum gewesen seien.

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Menschen sollen zu Hause bleiben, nur in Ausnahmefällen ist der Ausgang erlaubt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 4347 Personen in Israel nachgewiesen worden.

15 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Infektion gestorben. Zehntausende Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Netanjahu bemüht sich nach der Parlamentswahl am 2. März derzeit um die Bildung einer großen Koalition mit seinem bisherigen Konkurrenten Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß. Nach Medienberichten steht eine Einigung kurz bevor. Es war die dritte Wahl innerhalb eines Jahres.

Update, 30. März, 13.55 Uhr: Söder: Derzeit keine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten geplant

Eine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten wie in Österreich ist nach Angaben des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) derzeit nicht geplant. Er schließe nicht aus, dass das auch in Deutschland eine Möglichkeit sein könnte, sagte Söder am Montag in München.

Aber: "Derzeit ist das nicht geplant, das zu tun." Es seien derzeit keine weiteren Verschärfungen der geltenden Auflagen und Verschärfungen geplant.

Die österreichische Regierung verschärfte die Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und kündigte unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe an.

Söder sagte, er sehe weniger in Supermärkten denn an den Arbeitsplätzen einen Bedarf, mehr Masken einzusetzen, insbesondere wenn die Sicherheitsabstände zwischen Mitarbeitern nicht gewährleistet werden könnten.

Im Gegensatz zum Supermarkt könnten die Menschen auf der Arbeit weniger einfach selbst organisieren, wie sie den Abstand zu anderen Menschen einhalten.

Update, 30. März, 13.54 Uhr: 761 Thüringer mit Coronavirus infiziert - mehr Schwerkranke

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten mit einem schweren Krankheitsverlauf ist in Thüringen auf zehn gestiegen. Damit wurden drei Schwerkranke mehr registriert als noch am Wochenende, wie aus Daten der Thüringer Staatskanzlei vom Montag hervorgeht. Auch die Zahl der Infizierten stieg an - auf 761.

Binnen 24 Stunden kamen demnach 25 neue Fälle hinzu. Nach Angaben des Thüringer Gesundheitsministeriums sind die Gesundheitsämter an den Wochenenden mit weniger Personal besetzt. Es sei möglich, dass noch am Montag und Dienstag Fälle vom Wochenende nachgemeldet werden.

"Daher sind für das mögliche Herauslesen eines Trends vor allem die Zahlen von Mittwoch bis Freitag interessant", hieß es. Bislang wird der Tod von fünf Menschen in Thüringen mit dem Coronavirus in Zusammenhang gebracht. 210 Menschen gelten als wieder genesen. Die mit Abstand meisten Coronavirus-Fälle gibt es im Landkreis Greiz, wo 130 Menschen als infiziert gelten, gefolgt von der Stadt Jena mit 101 Fällen.

Update, 30. März, 13.45 Uhr: Ermittlungen gegen mehr als 450 Menschen in Türkei

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind in der Türkei innerhalb von zwei Wochen Ermittlungen gegen 459 Menschen eingeleitet worden. In den meisten Fällen gehe es um "manipulative" Beiträge in sozialen Medien, sagte Justizminister Abdülhamit Gül am Montag.

Außerdem werde unter anderem wegen des Verkaufs gefälschter Atemschutzmasken und Verstöße gegen die Quarantäne ermittelt.

Gül erklärte zudem, dass Gefängnispersonal nach der Arbeit nicht mehr nach Hause zurückkehren dürfe, sondern in gesonderten Unterkünften untergebracht werde. So solle verhindert werden, dass das Coronavirus in die Gefängnisse eingeschleppt wird.

Menschenrechtler und Anwälte fordern in der Türkei die Freilassung von politischen und besonders gefährdeten Gefangenen. Mit einem Gesetzesentwurf will die Regierung nach Medienberichten rund 100.000 von insgesamt 300.000 Inhaftierten freilassen.

Allerdings sind Medienberichten zufolge davon Terrorstraftaten und Vergehen gegen den Staat ausgenommen, also Vorwürfe, die häufig gegen Regierungskritiker erhoben werden.

Update, 30. März, 13.42 Uhr: Insel Phuket abgeriegelt - Rückholprogramm für Thailand

Die bei Touristen beliebte thailändische Insel Phuket riegelt zum Schutz vor dem Coronavirus ihre Grenzen für Fahrzeuge ab. Die Maßnahme gilt nach Angaben des Gouverneurs der Provinz von Montag bis 30. April. Außerdem wurden dort alle Strände, Zoos und Tiershows geschlossen, ebenso das Rotlichtviertel. In Thailand gilt seit Donnerstag der Ausnahmezustand.

Der internationale Flugverkehr ist durch Streichungen stark eingeschränkt. In Phuket stellt der Flughafen vom 10. bis 30. April den Betrieb ein. In Bangkok sind bereits Einkaufszentren, Schulen und Restaurants offiziell dicht.

Im Rahmen des Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes starten diese Woche Flüge für deutsche Urlauber ab Phuket und Bangkok. Dafür sind nach Angaben der deutschen Botschaft Sonderflüge von Condor geplant. Die Kosten werden sich demnach im Rahmen eines vergleichbaren Tickets der Economy-Klasse bewegen.

Coronavirus: Verhindert Deutschland die Pandemie in letzter Sekunde?

In dem südostasiatischen Land sind bis Montagmittag 1524 Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden sowie neun Todesfälle infolge der Lungenkrankheit Covid-19, die von dem Virus ausgelöst wird.

Update, 30. März, 13.34 Uhr: Mutmaßlicher Ladendieb bedroht Rentner mit Corona-Ansteckung

Trotz der Drohung mit Corona-Ansteckung hat ein Rentner in Soest einen mutmaßlichen Ladendieb gestellt und festgehalten. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte der 76-Jährige einen betrunkenen 28-Jährigen in einem Drogeriemarkt dabei beobachtet, wie er einen Teil seines Einkaufs unter die Jacke steckte.

Darauf angesprochen habe er die gesamte Ware abgelegt und versucht, zu fliehen. Die 76-Jährige hielt ihn jedoch bis zum Eintreffen der Polizei fest - auch als der Verdächtige angeben habe, mit dem Coronavirus infiziert zu sein und damit gedroht habe, ihn anzuspucken.

Der junge Mann kam in Gewahrsam. Bei einem Atemalkoholtest wurden fast 1,8 Promille gemessen. Der Vorfall passierte bereits am Freitag.

Update, 30. März, 13.31 Uhr: Bundesregierung: Noch keine Lockerung von Einschränkungen in Sicht

Solange sich die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland nicht deutlich verlangsamt, will die Bundesregierung keinen Zeitplan für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität vorlegen.

Eine Woche nach der Einführung strikter Kontaktbeschränkungen sei klar, "wir brauchen alle Maßnahmen unvermindert", betonte Regierungssprecher Steffen Seibert (59) am Montag in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) wäre die Erste, die gerne eine Lockerung dieser strikten Maßnahmen verkünden würde, fügte er hinzu. Sie sei aber überzeugt, dass es falsch wäre, jetzt Hoffnungen zu wecken, die dann nicht erfüllt werden könnten.

Dennoch sei klar, "es wird eine Zeit danach geben", sagte Seibert. Merkel und die Ministerpräsidenten haben sich für diesen Mittwoch zu einer Telefonkonferenz verabredet. Thema wird laut Seibert unter anderem eine gemeinsame Bestandsaufnahme sein.

Update, 30. März, 13.16 Uhr: Hoffnung für Tausende Touristen: Rückflüge aus Südafrika in Sicht

Für knapp 9000 in Südafrika festsitzende deutsche Touristen sowie zahlreiche europäische Urlauber zeichnet sich trotz einer Einstellung des kommerziellen Flugbetriebs eine Lösung ab. Dank intensiver Gespräche mit der Regierung des Kap-Staates könnten Rückflüge schon bald starten, sagte der deutsche Botschafter Martin Schäfer am Montag dem südafrikanischen TV-Sender SABC.

Eventuell zum Ende der Woche schon seien erste Rückflüge nach Europa mit der nationalen südafrikanischen Fluggesellschaft SAA möglich. Bei diesen Charterflügen sollten auch so viele Urlauber aus anderen europäischen Ländern wie möglich mit ausgeflogen werden.

Möglich sei auch, auf den Flügen von Europa aus in Europa festsitzende Südafrikaner mitzunehmen. Auch könnten Testkits mitgeführt werden. Eine endgültige Genehmigung stehe bisher aber noch aus.

In Südafrika wurden mit dem Inkrafttreten einer strikten Ausgangssperre am vergangenen Freitag alle Landgrenzen geschlossen und der Bahn- und Flugbetrieb eingestellt. Ähnliches galt auch im Nachbarstaat Namibia. Damit saßen tausende Urlauber fest.

Die Ausgangssperre wird von Polizei und Armee zum Teil mit harter Hand durchgesetzt; die Wohnungen dürfen nur für lebensnotwendige Einkäufe oder aus medizinischen Gründen verlassen werden. Die Umsetzung ist allerdings vor allem in den Townships schwierig, wo zahlreiche arme Südafrikaner ohne Rücklagen oder Möglichkeiten zur Vorratshaltung dicht auf dicht wohnen.

Hintergrund sind die steigenden Infektionszahlen in dem sozial tief gespaltenen Land mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von rund 30 Prozent. Seit vor drei Wochen der erste Corona-Fall registriert wurde, stieg die Zahl rasant auf fast 1300 an. Der Kap-Staat verzeichnete auch bereits seine ersten beiden Covid-19-Todesfälle.

Update, 30. März, 13.08 Uhr: Olympische Spiele in Tokio sollen am 23. Juli 2021 beginnen

Die wegen der Corona-Pandemie verschobenen Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli kommenden Jahres eröffnet werden. Auf diesen Termin einigten sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat, wie japanische Medien am Montag nach einer Exekutivsitzung des OK in Tokio berichteten.

Die Sommerspiele sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August dieses Jahres stattfinden, die Eröffnung der Paralympics war für 25. August geplant gewesen.

Die Spielen waren vor einer Woche wegen der grassierenden Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verlegt worden. Die zentralen Fragen rund um die beispiellose Verschiebung des größten Sportereignisses der Welt soll eine Krisengruppe beantworten.

Update, 30. März, 13.05 Uhr: Mehrere Esprit-Tochtergesellschaften zahlungsunfähig

Mehrere deutsche Tochtergesellschaften des unter der Corona-Krise leidenden Modekonzerns Esprit sind zahlungsunfähig. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Unternehmen veröffentlicht hat. Man habe Schutzschirmverfahren beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen, hieß es am Montag.

Dabei habe ein gerichtlich bestellter Sachverwalter die Aufsicht, während die Unternehmensführung weiterhin die Kontrolle behalten soll. Im Rahmen des Verfahrens sollen Verbindlichkeiten und Mietverträge "neu strukturiert" werden.

"Dies ist der richtige Schritt für Esprit, da die Coronavirus-Pandemie dramatische Auswirkungen auf unser Geschäft hat", sagte Esprit-Chef Anders Kristiansen laut Mitteilung. Um die Gehälter der Mitarbeiter sicherzustellen, sollen nach Angaben des Unternehmens teilweise auch staatliche Hilfsgelder zum Einsatz kommen.

Update, 30. März, 13.01 Uhr: Nach Coronavirus-Todesfällen: Anwalt erstattet Anzeige

Die 15 Coronavirus-Todesfälle in einem Wolfsburger Alten- und Pflegeheim werden möglicherweise ein Fall für die Justiz. Ein Wolfsburger Anwalt habe Anzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag.

Sie bestätigte den Eingang der Anzeige, diese gehe nun an den zuständigen Staatsanwalt und werde geprüft. Nach einem Bericht der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung richtet sich die Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Diakonie Wolfsburg wegen fahrlässiger Tötung in zwölf Fällen. Die Diakonie war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der Rechtsanwalt berief sich dem Bericht zufolge auf Hinweise von Diakonie-Beschäftigten über Missstände in Pflegeheimen. Er erhob schwere Vorwürfe gegen die Diakonie, dort herrschten "katastrophale hygienische Zustände".

Das Pflegepersonal verfüge zudem über keine Schutzmasken, um Bewohner und sich selbst zu schützen. Der Besucherstopp in den Heimen sei zu spät gekommen. Von den etwa 165 Bewohnern des Hanns-Lilje-Heims waren am Samstag laut Gesundheitsamt 72 infiziert.

Update, 30. März, 12.50 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ende der Osterferien

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) am Montag in München.

Mehr Informationen >> hier.

Update, 30. März, 12.45 Uhr: 14.437 Coronavirus-Fälle und 133 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 14.437 Menschen positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) am Montag in München mit. Den Angaben zufolge sind bislang 133 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

Söder betonte, dass die Ausgangsbeschränkungen aber erste Wirkungen zeigten, "die Kurve flacht ab". Derzeit verdopple sich die Zahl der Infizierten alle 5 Tage, vor den Maßnahmen habe sich die Zahl alle 2,8 Tage verdoppelt.

Update, 30. März, 12.07 Uhr: Ministerium: 654 Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt nachgewiesen

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis Montagmittag laut Sozialministerium auf 654 gestiegen. Das waren 19 mehr als Sonntagmittag, wie das Ministerium in Magdeburg mitteilte.

nzwischen seien vier Menschen gestorben, bei denen der Erreger Sars-CoV-2 gefunden worden sei. 55 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt. Zudem sind nach Schätzungen des Ministeriums bislang 162 Infizierte im Land wieder genesen.

Update, 30. März, 12.06 Uhr: Airbus unterbricht erneut Produktion in Spanien

Airbus unterbricht erneut den Großteil der Produktion in Spanien wegen Verschärfungen der Maßnahmen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie.

Einige Schlüsselaktivitäten in den Bereichen Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber sowie Verteidigung und Raumfahrt seien nach wie vor unerlässlich, teilte der Luft- und Rüstungskonzern am Montag in Toulouse mit. Dazu zählten etwa Mindestaktivitäten etwa bei Sicherheit, IT und Technik.

"Alle anderen Aktivitäten in den Bereichen Verkehrsflugzeuge, Verteidigung und Raumfahrt sowie Hubschrauber in Spanien werden bis zum 9. April, dem Datum, an dem die Beschränkungen voraussichtlich aufgehoben werden, ausgesetzt", so Airbus.

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte am Wochenende eine weitere Verschärfung der bereits bestehenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollten alle Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben.

Airbus hatte erst vor einer Woche seine Produktion in Spanien nach einer mehrtägigen Unterbrechung teilweise wieder hochgefahren. Airbus werde nun eng mit den Sozialpartnern zusammenarbeiten, hieß es weiter.

Airbus-Mitarbeiter in Spanien, deren Arbeitsplätze nicht mit Produktions- und Montageaktivitäten verbunden sind und die von zu Hause aus arbeiten können, sollen weiterarbeiten.

Update, 30. März, 12 Uhr: Bund rechnet mit bis zu 28 Milliarden Euro Ausfall im Kulturbereich

Die Bundesregierung rechnet durch die Coronakrise mit Umsatzeinbußen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Höhe von bis zu fast 28 Milliarden Euro.

Der anhaltende Coronavirus-Stillstand in diesem Bereich lasse dieses gravierende Szenario wahrscheinlicher werden, heißt es in einer am Montag verbreiteten Berechnung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Die als mildes Szenario bezeichneten Folgen lägen bei Einbußen von 9,5 Milliarden Euro, ein mittleres Szenario geht von 14,7 Milliarden Euro aus.

Im Jahr 2018 erwirtschaftete die Branche laut Analyse mit knapp 260 000 Unternehmen und 1,7 Millionen Erwerbstätigen fast 170 Milliarden Euro.

Update, 30. März, 11.55 Uhr: Polizei zu Corona-Kontrollen: Mehr als 800 Mal Schließung in Berlin angeordnet

Die Polizei hat in der Hauptstadt bei Kontrollen gegen die Verbreitung des Coronavirus bislang 811 Mal die Schließung von Lokalitäten angeordnet. Darunter waren Geschäfte, Restaurants, Wettbüros, Blumenläden, Shisha-Bars und Kneipen, wie eine Sprecherin am Montag sagte.

Seit dem 14. März 18 Uhr wurden laut Polizei 1868 Objekte kontrolliert. Zudem gab es 1127 Überprüfungen im Freien. Insgesamt stellten die Einsatzkräfte bisher 793 Verstöße fest.

Rund um die Uhr sind Hunderte Polizisten in Berlin unterwegs, um die Verordnung zur Eindämmung des Virus durchzusetzen. Gruppen im Freien dürfen nicht zusammenkommen, Restaurants und viele Geschäfte müssen geschlossen sein.

Update, 30. März, 11.43 Uhr: Covid-19: Österreich erlässt Schutzmasken-Pflicht bei Einkäufen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich künftig eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (33) am Montag in Wien mit.

Update, 30. März, 11.34 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in NRW weniger stark gestiegen - 125 Tote

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen zuletzt weniger stark gestiegen. Das NRW-Gesundheitsministerium registrierte am Montag (Stand 10 Uhr) 14 219 Fälle und damit 589 mehr als am Sonntag (Stand 11.30 Uhr).

Am Samstag hatte das Ministerium 1221 weitere Infektionen gemeldet, am Sonntag waren es 886 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich am Montag um 15 auf nun 125 in NRW.

Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg wurden am Montag 1258 Infektionen gezählt und damit 12 mehr als am Vortag. Ein Todesfall kam dazu - nun sind es 32 Corona-Tote im Kreis. In Köln stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von 1212 auf 1290. Zwei Todesfälle kamen dazu.

Update, 30. März, 11.11 Uhr: Musikmanager wollen mehr Radiosendezeit für Künstler in Corona-Zeiten

Musikmanager fordern in Coronavirus-Zeiten mehr Radiosendezeit für Künstler aus Deutschland. Konzerte seien die Haupteinnahmequelle gerade für Newcomer, sagte Mitinitiator Marc Feldmann am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Wegen der Krise falle das alles derzeit aus. Gestandene Bands kämen besser über die Zeit hinweg, während sich junge Künstler erst noch einen Karriereweg ebnen müssten.

Die Initiative tritt laut Feldmann auch für eine Forderung ein, die in Deutschland schon seit vielen Jahren immer wieder mal debattiert wird: 50 Prozent des Musikanteils in den Radioprogrammen sollte von in Deutschland, Österreich und Schweiz lebenden und arbeitenden Künstlern kommen. Man fordere eine verbindliche 50-Prozent-Quote.

Update, 30. März, 11.08 Uhr: Semperoper sendet in der Corona-Krise musikalische Grüße

Künstler der Semperoper in Dresden möchten ihr Publikum in der Corona-Krise mit Auftritten aus dem heimischen Wohnzimmer erfreuen.

"Ich finde, in diesen schweren und ungewissen Tagen ist es vor allem die Musik Johann Sebastian Bachs, die einem Kraft und Trost geben kann", leitete Stephan Pätzold, stellvertretender Solobratscher der Staatskapelle Dresden, am Montag seinen Auftritt ein.

Neben ganz persönlichen musikalischen Statements von Sängern und Musikern stellt die Sächsische Staatsoper auch kurze Mitschnitte von Aufnahmen ins Netz. Die Oper hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus wie andere Häuser den Spielbetrieb eingestellt - vorerst bis 20. April.

Mehr Infos zur Lage in Dresden >> hier.

Update, 30. März, 10.59 Uhr: CDU-Präsidium: Jetzt nicht über Ende der Corona-Maßnahmen diskutieren

Die CDU-Spitze hat davor gewarnt, jetzt über die Beendigung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu diskutieren.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte am Montag nach Angaben aus Parteikreisen in einer Schaltkonferenz mit dem Parteipräsidium, das Virus habe "ganz Europa und die Welt fest im Griff". Die Menschen würden in der aktuellen Situation ein gutes Krisenmanagement erwarten.

Das CDU-Präsidium sei sich einig gewesen, dass man bei der Reduzierung der Infiziertenzahl noch nicht da sei, wo man hin wolle, hieß es aus diesen Kreisen weiter. Erst wenn die Zeit der Verdopplung der Zahl der Infizierten bei zehn Tagen sei, wäre man auf dem richtigen Weg.

Als positiv sei registriert worden, dass die Hamsterkäufe der Menschen in der Krise abgenommen hätten.

Update, 30. März, 10.57 Uhr: Saarland: Zwei weitere Menschen an Coronavirus-Infektion gestorben

Im Saarland sind zwei weitere Menschen an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Im Klinikum der Landeshauptstadt seien am Sonntag ein 88-jähriger Patient und ein 54-jähriger Patient an Covid-19 gestorben, teilte der Regionalverband Saarbrücken mit.

Damit stieg die Zahl der Corona-Toten in dem Bundesland zwischenzeitlich auf neun. Aktuelle Zahlen will das Gesundheitsministerium am späten Montagnachmittag mitteilen.

Update, 30. März, 10.56 Uhr: RedBull Racing überlegte, Fahrer absichtlich zu infizieren

Kuriose Idee beim F1-Team von RedBull. Nach Informationen von Motorsport-Total.com plante Motorsport-Chef Dr. Helmut Marko (76) ein Corona-Camp für seine Fahrer. Dort sollten sie sich bewusst mit dem Virus infizieren:

"Wir haben vier Formel-1-Fahrer, und acht oder zehn Junioren. Die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir diese doch etwas tote Zeit geistig und körperlich überbrücken. Dann wäre es natürlich ideal, dass dann die Infektion kommt."

Bedenken hatte er dabei keine: "Das sind alles junge, starke Männer in wirklich guter Gesundheit. Damit wäre man dann, wann immer es losgeht, gerüstet, und man kann für eine wahrscheinlich sehr harte WM, wenn sie einmal beginnt, gerüstet sein."

Ob die Idee umgesetzt wurde, lest ihr >> hier.

Update, 30. März, 9.52 Uhr: Viele Anzeigen wegen Verstößen gegen Corona-Verordnung in BW am Wochenende

Wegen Verstößen gegen die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind mehr als hundert Menschen im Stadt- und Landkreis Heilbronn angezeigt worden.

Nach Angaben der Polizei vom Montag wurden am Wochenende zahlreiche Ordnungswidrigkeiten gezählt. Besonders am Samstag hätten sich Menschen auf der Liegewiese an einem Badesee in Gruppen getroffen und dabei auch nicht genug Abstand zueinander gehalten, hieß es.

Unter anderem per Lautsprecher verwies die Polizei auf die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Die meisten seien den Aufforderungen nachgekommen und damit einer Strafe entgangen, erklärte ein Sprecher der Polizei. In einigen Fällen hätten die Beamten dieselben Gruppen jedoch später erneut erwischt.

In Baden-Württemberg sind Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, verboten. Am Sonntag hatte das Land dazu einen Bußgeldkatalog veröffentlicht.

Update, 30. März, 9.42 Uhr: Zeitung: Champions League 2020/21 könnte verkürzt werden

Die Europapokal-Wettbewerbe der kommenden Saison könnten zugunsten der aktuellen Spielzeit verkürzt werden. Über entsprechende Planspiele der Europäischen Fußball-Union (UEFA) berichtete am Montag die britische Tageszeitung The Times.

Um die "verheerenden Auswirkungen" der Coronavirus-Krise zu minimieren, könnten die Champions League und die Europa League in diesem Jahr demnach erst im August enden.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (52) hatte unlängst angekündigt, dass in den nationalen Ligen "Mitte Mai, Anfang Juni oder Ende Juni" wieder gespielt werden müsse, sonst "bringen wir die Saison wahrscheinlich nicht zu Ende."

Hinter den Kulissen verhandelt die UEFA seit Tagen mit den nationalen Ligen über eine Anpassung des Spielkalenders. Bei einer Einigung könnte die aktuelle Saison auch erst "zu Beginn der kommenden" Spielzeit beendet werden, sagte Ceferin der italienischen Zeitung La Repubblica.

Die Serie 2020/21 müsste dann unweigerlich "ein bisschen später" beginnen.

Hintergrund der Planspiele sind vor allem die massiven finanziellen Sorgen der Ligen. Wird die aktuelle, mit Ausnahme von Weißrussland überall im UEFA-Gebiet unterbrochene Spielzeit, nicht zu Ende gespielt, drohen den Clubs enorme Verluste.

In der Bundesliga ist von einem Fehlbetrag von bis zu 750 Millionen Euro die Rede.

Update, 30. März, 9.32 Uhr: Vietnam: Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt droht Lockdown

Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen sich die Einwohner der beiden größten Städte in Vietnam laut Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc auf Ausgangssperren vorbereiten.

Demnach sollen die Behörden in der Hauptstadt Hanoi sowie in Ho-Chi-Minh-Stadt angesichts steigender Infizierten-Zahlen ihre Pläne zur Bekämpfung des Virus überarbeiten und sich "auf Lockdown-Szenarien einstellen", sagte er am Montag.

Am Samstag hatten die Behörden in Hanoi eines der größten Krankenhäuser des Landes isoliert, weil es dort mehrere Infektionsfälle mit dem Virus gegeben hatte.

Bislang haben die Gesundheitsbehörden des südostasiatischen Landes 194 Fälle der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet, Tote gab es dadurch demnach bisher aber noch nicht.

Ho-Chi-Minh-Stadt (ehemals: Saigon) ist mit rund neun Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Vietnams, gefolgt von Hanoi mit etwa acht Millionen.

Es sei nicht absehbar, in welchem Umfang und wie lange die Fluggesellschaften die Flugverbindungen zwischen Vietnam und Europa aufrechterhalten werden, schrieb das Auswärtige Amt in Berlin in seinen Reisehinweisen.

Es empfahl allen Deutschen, die sich nur vorübergehend dort aufhalten, sich um eine schnellstmögliche Ausreise zu bemühen.

Update, 30. März, 9.30 Uhr: easyJet lässt komplette Flotte wegen Pandemie am Boden

Die britische Fluggesellschaft easyJet lässt wegen der Corona-Pandemie seit Montag ihre gesamte Flotte am Boden. Bereits zuvor hatte die Airline ihren Flugverkehr infolge der Grenzschließungen und Reisebeschränkungen stark eingeschränkt.

easyJet führte nach eigenen Angaben bis Sonntag noch über 650 Rückführungsflüge durch und brachte mehr als 45.000 Kunden nach Hause.

"Wir werden weiterhin mit Regierungsbehörden zusammenarbeiten, um zusätzliche Rückführungsflüge nach Bedarf durchzuführen", teilte das Unternehmen mit.

Wann die kommerziellen Flüge wieder aufgenommen werden können, sei noch nicht absehbar.

Update, 30. März, 9.12 Uhr: Autoindustrie macht sich wegen Corona Sorgen um Arbeitsplätze

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht angesichts der Coronavirus-Krise Jobs in der Branche bedroht. "Wir machen uns Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft", sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Montag im ARD-Morgenmagazin.

Momentan sehe sie allerdings Unternehmen, die sehr verantwortungsvoll mit ihren Mitarbeitern umgingen. Firmen schöpften die Instrumente voll aus, um die Menschen auch an Bord zu halten.

Einen Ausblick auf die Zukunft der Branche wollte Müller nicht geben: "Wir möchten uns im Moment noch nicht beteiligen an Spekulationen, wie hoch eine Rezession ausfallen wird."

Zwar sei es richtig, im Hintergrund verschiedene Szenarien zu entwickeln. Es helfe aber nicht, wirre Spekulationen zu verbreiten.

Update, 30. März, 8.57 Uhr: 40 Menschen in Altenheim mit Coronavirus infiziert

Nach dem Tod von 15 Menschen mit Coronavirus-Infektion in einem Alten- und Pflegeheim in Wolfsburg kämpft ein weiteres niedersächsisches Pflegeheim mit Infektionen.

Tests hätten bestätigt, dass 23 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 17 Mitarbeiter eines Altenheims in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert seien, teilte der Landkreis mit.

Das Gesundheitsamt habe alle 51 Bewohner und 44 Mitarbeiter getestet, nachdem ein 89-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion gestorben sei. Bei allen Erkrankten in der Seniorenresidenz seien bislang milde Verläufe festgestellt worden.

Das Ausmaß der Erkrankungen deute darauf hin, dass das Virus nicht erst vor kurzem in das Heim eingeschleppt worden sei, teilte der Landkreis mit.

Die infizierten Bewohner bleiben den Angaben zufolge für zwei Wochen in ihren Zimmern und werden von ebenfalls positiv getesteten Mitarbeitern versorgt - strikt getrennt von negativ getesteten Bewohnern, die in Einzelzimmern untergebracht seien und von negativ getesteten Mitarbeitern versorgt würden. Das Gesundheitsamt ermittele die Kontaktpersonen der Infizierten.

In einem Altenheim in Wolfsburg waren 15 Menschen mit Coronavirus-Infektion gestorben. Auch in dem Haus, in dem überwiegend Demenzkranke leben, sollten Infizierte strikt von negativ getesteten Bewohnern getrennt werden. Im Hanns-Lilje-Heim leben 165 Menschen.

"Es ist eine fürchterliche Entwicklung", betonte Carsten Harings, Landrat des Landkreises Oldenburg. Dies zeige, "auf brutale Weise", wie wichtig die Beschränkungen wie Betretungsverbot oder auch Kontaktverbote seien.

Update, 30. März, 8.45 Uhr: Stand der Dinge

Update, 30. März, 8.39 Uhr: FDP-Chef Lindner hält Fördergrenze von Soforthilfen für zu niedrig

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat die Fördergrenze für kleine Unternehmen in der Coronavirus-Krise als zu niedrig kritisiert.

"Ich halte die Grenze von zehn Beschäftigten, wo jetzt eine Bar-Soforthilfe ausgezahlt wird, für zu niedrig", sagte er am Montag im ARD-Morgenmagazin. Der Bund solle sich stattdessen ein Beispiel an Nordrhein-Westfalen nehmen.

Dort liege die Grenze bei den Corona-Soforthilfen bei 50 Mitarbeitern. "Ich glaube, dass wir jetzt in der Fläche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität erhalten müssen."

Lindner appellierte zudem an große Unternehmen, die angesichts der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 angekündigt hatten, ihre Mietzahlungen einzustellen, dies im Einzelfall gut zu bedenken.

"Wer Hilfe nicht braucht, soll sie auch nicht in Anspruch nehmen", sagte Lindner. Alles andere werde zu Kettenreaktionen führen.

Update, 30. März, 8.16 Uhr: Theaterregisseur Ostermeier fürchtet um städtisches Leben

Theaterregisseur Thomas Ostermeier (51) hofft, dass die Stilllegung des öffentlichen Lebens am Ende nicht zu viele kleine Betriebe ihre Existenz kostet.

"Mein Bruder ist Arzt, meine Schwägerin ist Ärztin. Beide arbeiten auf der Intensivstation und sprechen von einem Tsunami, der auf sie zurollt. Deswegen bin ich natürlich für die aktuell umgesetzten Maßnahmen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Wenn man sich aber in seinem Kiez umschaue, dann sehe man die kleine Buchhandlung, die kleine Bar, das kleine Café, die Orte und Initiativen für Obdachlose oder kommunale Kultur, die keinerlei Rücklagen hätten.

"Wenn diese Krise bedeutet, dass die Kleinstbetriebe zuerst dran glauben müssen, dann ist es schlimm um das städtische Leben bestellt", sagte Ostermeier.

"H&M, Zara und McDonald's gibt es in jeder Metropole dieser Welt, aber das ureigene Berliner Kiez-Klima?! Davor habe ich am meisten Angst, dass dann alles, was das Leben wertvoll macht, auf der Strecke bleibt", sagte der künstlerische Leiter der Berliner Schaubühne, die derzeit ebenfalls wegen der Ausbreitung des Coronavirus stillsteht.

"Und für unser Theater sieht es natürlich auch ganz furchtbar aus, wenn wir so lange nicht spielen können."

Update, 30. März, 7.56 Uhr: Ärzte verpflichten, Geräte sicherstellen - NRW plant Epidemie-Gesetz

Als Reaktion auf die aktuelle Corona-Pandemie und als Vorbereitung für weitere Krankheitswellen plant die Landesregierung Nordrhein-Westfalens ein außergewöhnliches Gesetz.

In dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird unter anderem das Verpflichten von Ärzten thematisiert. Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen. An Haupt- und Realschulen könnten die Abschlussprüfungen dieses Jahr laut dem Gesetzentwurf ausfallen.

Das geplante Gesetz bezieht sich auf die aktuelle Corona-Krise, aber auch eventuell folgende Epidemien. In einem solchen Fall soll es den Behörden unter anderem erlaubt sein, Krankenhäuser zur Schaffung von Behandlungskapazitäten zu zwingen.

Das Gesetz würde die Behörden zudem berechtigen, medizinisches Material und Geräte bei Firmen sicherzustellen - und zu einem normalen Preis abzukaufen. Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte könnte man verpflichten, mit gegen die Epidemie zu kämpfen - sollte es einen erheblichen Mangel an Personal geben.

Das Kabinett hat den Entwurf des Gesetzes am Samstag beschlossen, ein 47-seitiges Schreiben samt Begründung ging sofort an die Fraktionen. Nach dpa-Informationen will Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch den Landtag über die geplanten Maßnahmen unterrichten.

Das Gesetz könnte im beschleunigten Verfahren verabschiedet werden. Mehrere Medien hatten über den Gesetzentwurf berichtet.

Update, 30. März, 7.35 Uhr: Musikstars rufen mit Wohnzimmer-Konzert zum Durchhalten auf

Die großen Stars der Musikszene haben die Amerikaner in der Corona-Krise mit einem emotionalen Wohnzimmer-Konzert zum Durchhalten aufgerufen. Der TV-Sender Fox strahlte am Sonntagabend (Ortszeit) das von Elton John ("I'm Still Standing") moderierte "iHeartRadio Living Room Concert for America" aus.

Bei dem einstündigen Zusammenschnitt traten Shootingstar Billie Eilish, die Boyband Backstreet Boys oder Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl in ihrem Zuhause auf und spielten ihre Hits spielten.

Mit dabei waren auch die Sängerinnen Mariah Carey, Alicia Keys oder der britische Popstar Sam Smith, die in persönlichen Botschaften den Einsatzkräften und Arbeitskräften in der Pandemie dankten und die Zuschauer zu Spenden aufriefen.

Zwischendurch wurden Bilder unter anderem von den leeren Straßen New Yorks eingeblendet - Green-Day-Sänger Billie Joe Armstrong sang dazu passend seinen Hit "Boulevard of Broken Dreams":

"Ich gehe diese leere Straße, auf dem Boulevard der zerbrochenen Träume. Während die Stadt schläft und ich der Einzige bin. Ich gehe alleine."

Hinter der Aktion stehen die Verleiher der seit 2014 jährlich vergebenen "iHeartRadio Music Awards". Die ursprünglich für Sonntag geplante Preisverleihung in Los Angeles ist wegen der Pandemie abgesagt worden und soll später nachgeholt werden.

Update, 30. März, 7.31 Uhr: So klingt die Lunge eines erkrankten Menschen

Wie klingt die Lunge eines Menschen, wenn sie vom neuen Coronavirus geschädigt ist? Das Lernportal "Medzcool" hat dazu eine Aufnahme veröffentlicht. Die Töne sind erschreckend.

Die Aufnahme gibt es >> hier.

Update, 30. März, 7.10 Uhr: Sportökonom zur Corona-Krise: "Athleten können nicht viel verlieren"

Die Coronavirus-Pandemie wird einem Experten zufolge auch Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Athleten nach der Krise haben. Der Kölner Sportökonom Christoph Breuer ist allerdings der Ansicht, dass es für die meisten deutschen Athleten sowieso nicht viel schlimmer kommen könne.

"Die olympischen und paralympischen Leistungssportler haben, wenn man so will, ohnehin nichts zu verlieren und können deshalb gar nicht so viel verlieren", sagte er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist davon auszugehen, dass es dem Leistungssportler nach der Krise nicht besser geht als vor der Krise."

Wenn man sich ihre Einkünfte aus dem Leistungssport anschaut, würden Prämien, Preis- oder Startgelder wegfallen, weil keine Veranstaltungen stattfinden könnten. "Aber das ist selbst bei den bekannten Athleten ein kleiner Anteil der Gesamteinnahmen", erklärte Breuer.

Der Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln erwartet, dass die Athleten jedoch Einbußen bei den Sponsorengeldern haben könnten. Es sei davon auszugehen, dass Sponsoren oder Werbepartner wegfallen, wenn sie nicht gut durch die Krise kommen sollten.

Dann würde auch bei ihnen "alles auf den Prüfstand" gestellt, sagte Breuer. Außerdem arbeiteten viele Athleten neben dem Sport noch zusätzlich. "Da stellt sich die Frage: Wie kommen die Arbeitgeber, die sie beschäftigen, durch die Krise?"

Update, 30. März, 6.52 Uhr: New York City in Zeiten von Corona

Update, 30. März, 6.24 Uhr: Trump befürchtet 100.000 Coronavirus-Tote in den USA

US-Präsident Donald Trump (73) befürchtet, dass die Coronavirus-Krise in den USA 100.000 Menschen das Leben kosten könnte. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch die getroffenen Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, "dann haben wir alle zusammen einen guten Job gemacht", sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

"Das ist eine furchtbare Zahl." Trump verwies auf eine am 16. März veröffentlichte Studie des Imperial College in London, die von 2,2 Millionen Toten in den USA ausgeht - allerdings ohne Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Der Präsident begründete damit die Verlängerung der Schutzmaßnahmen seiner Regierung.

Trump kündigte am Sonntag an, dass bis zum 30. März geltende Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April gelten sollten.

Der US-Präsident hatte kürzlich noch den Willen geäußert, in den USA zum Ostersonntag am 12. April in den Normalbetrieb zurückzukehren. Am Sonntag sagte er: "Wir können erwarten, dass wir bis zum 1. Juni auf dem Weg der Besserung sein werden."

Die Ärztin Deborah Birx von der Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus sagte, Vorhersagen gingen auch mit Eindämmungsmaßnahmen von 80.000 bis 160.000 Toten in den USA aus, potenziell sogar von mehr als 200.000.

"In diesem Modell wird vollständig davon ausgegangen, dass wir weiterhin exakt das tun, was wir tun." Sie fügte hinzu: "Wir hoffen, dass diese Modelle nicht ganz richtig sind. Dass wir es besser machen können, als diese Vorhersagen sind."

Update, 30. März, 6.14 Uhr: Countrysänger Joe Diffie stirbt an Folgen des Coronavirus

Der amerikanische Countrysänger Joe Diffie ist am Sonntag Opfer des Coronavirus geworden. Der 61-Jährige hatte erst vor wenigen Tagen in den sozialen Medien über seine Erkrankung berichtet.

Nunmehr sei er an Komplikationen der Erkrankung mit Covid-19 gestorben, berichteten US-Medien am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf seinen Publizisten.

Diffie hatte vor allem in den 90er-Jahren mit einer Reihe von Alben mit traditioneller Musik die Country-Charts gestürmt.

Update, 30. März, 6.07 Uhr: China meldet 31 neue Infektionen - vier Tote

China hat 31 weitere Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, kamen zudem vier weitere Patienten ums Leben. Mit 30 Fällen wurde ein Großteil der Infektion erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind.

Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik fast ausschließlich nur noch solche "importierte Fälle". Die Ausbreitung im Inland ist dagegen nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht worden. Allerdings machen die Behörden keine Angaben dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden.

Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist. Nach den Zahlen der Gesundheitskommission sind bislang 3304 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen.

Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.470 Infizierte registriert, von denen sich bislang fast 76.000 wieder erholt haben.

Update, 29. März, 23 Uhr: Der aktuelle Stand in Sachen Corona

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mehr als 4000 gestiegen. Das ist zwar deutlich weniger als am Vortag, doch hatten drei Bundesländer - Baden-Württemberg, Hessen und das Saarland - dem RKI keine neuen Daten übermittelt.

Die Zahl der registrierten Infektionen stieg auf insgesamt 61.164. Insgesamt ssollen bislang 490 Infizierte gestorben sein. In Italien gibt es einen Lichtblick, die Zahlen steigen deutlich langsamer als noch vor einer Woche.

Weltweit waren nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend mehr als 33.655 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Den Angaben zufolge haben sich mehr als 715.521 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Rund 146.000 infizierte Menschen seien inzwischen genesen.

Experten gehen weltweit von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen.

Nach den Daten der Universität verzeichneten die USA die meisten registrierten Fälle aller Länder. Sonntagabend waren es 138.908 Infizierte. Es folgten Italien (97.689), China (82.120), Spanien (78.898), Deutschland (61.164), Iran (38.309) und Frankreich (40.174).

Update, 29. März, 22.50 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will "Kontaktverbot eher verschärfen"

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, sieht in der Handy-Ortung nicht das beste Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Ich bin da skeptisch, weil es wirklich ein echt starker Eingriff ist, und deshalb finde ich es auch gut, dass das erst einmal zurückgestellt worden ist", sagte die SPD-Politikerin am Sonntagabend in den ARD-Tagesthemen. "Wir haben noch andere Instrumente. Ein Instrument ist, dass wir das Kontaktverbot Richtung Osterferien noch einmal uns anschauen müssen und in meinen Augen eher noch konkretisieren und verschärfen müssen."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen und sie im Verdachtsfall zu kontaktieren. Die Behörden hätten zudem Verkehrsdaten zur Bestimmung des Aufenthaltsortes nutzen dürfen - etwa um den Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren.

Update, 29. März, 22.45 Uhr: Corona-Krankenhaus in Berlin soll bis Mai startbereit sein

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet mit einer Eröffnung des neu geplanten Corona-Krankenhauses auf dem Messegelände im April oder Mai. "Da laufen die Vorbereitungen zur Zeit ganz gut", sagte sie in der Sendung "Rbb-Spezial" am Sonntagabend. "Ich denke mal, dass wir April/Mai dann auch starten können."

Auf dem Berliner Messegelände soll ein provisorisches Corona-Krankenhaus mit bis zu 1000 Betten entstehen. Das Behandlungszentrum ist dann als eine Art Überlauf gedacht, falls die Krankenhäuser ausgelastet sind. Schwer Erkrankte sollen weiter in Kliniken intensivmedizinisch versorgt werden. Projektleiter für den Aufbau des neuen Behandlungszentrums ist der Ex-Chef des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme.

Update, 29. März, 21.55 Uhr: Feuerwehrchef bekommt Anruf von Merkel und reagiert völlig verkehrt

Das hatte sich Angela Merkel anders vorgestellt: In der Corona-Krise wollte sie eine Freiwillige Feuerwehr anrufen, um sich für deren Einsatz zu bedanken. Doch als der Kamerad hörte, wer dran war, legte er wieder auf.

Schon am vergangenen Montag kam es zu der witzigen Szene bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bergen auf Rügen. Dort klingelte das Telefon, Gemeindewehrführer André Muswieck nahm ab. Doch so recht glauben, wer sich da meldete, wollte er nicht. Er hielt das ganze für einen Witz.

Wie die Story noch zu einem verträglichen Ende kam, lest Ihr >> hier.

Update, 29. März, 21.45 Uhr: Heimkehrer fliehen vor Zwangsquarantäne aus Flughafen

Weil sie wohl nicht in Zwangsquarantäne wollten, sind in der Ukraine Passagiere aus einem Flughafenterminal der Hauptstadt Kiew geflohen. Die aus Thailand mit einem Sonderflug auf dem Flughafen Kiew-Boryspil eingetroffenen Ukrainer sollten für zwei Wochen in Hotels - und das auch noch selbst zahlen, wie örtliche Medien am Sonntag berichteten.

Über den Verbleib der Menschen war zunächst nichts bekannt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor eine zwangsweise Beobachtung aller Heimkehrer angekündigt. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Kiew hat bereits seit knapp zwei Wochen die Grenzen für Ausländer geschlossen und alle regulären Verbindungen per Flugzeug und Bahn eingestellt. Die Regierung wurde jedoch wegen fehlender Quarantänemaßnahmen für Heimkehrer kritisiert. Alle, die seit Samstag einreisen, müssen nun in eine zweiwöchige Quarantäne.

In den vergangenen zwei Wochen kehrten mehrere Zehntausend Ukrainer vor allem aus Hochrisikogebieten wie Italien, Spanien und Deutschland zurück. In dem osteuropäischen Land sind nach offiziellen Angaben bisher 475 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Zehn Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

Update, 29. März, 21.40 Uhr: Mehr Kurzarbeitergeld gefordert

Die IG Metall Ostsachsen fordert in der Corona-Krise eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes. "Mit einem Kurzarbeitergeld in der aktuellen Höhe zeichnet sich schon jetzt die Krise in der Krise ab", teilte die Gewerkschaft am Sonntagabend mit. Der Erste Bevollmächtigte, Jan Otto, lobte zwar, "wie zügig der Bund und auch die Länder reagiert haben und Hilfspakete auf den Weg gebracht haben". Er monierte aber, dass "die Unternehmen teilweise zu 100 Prozent Unterstützung, unsere Kolleginnen und Kollegen jedoch nur rund zwei Drittel" bekommen würden.

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt beim Kurzarbeitergeld 60 Prozent des Lohns, bei Menschen mit Kindern 67 Prozent. Die Unternehmen bekommen Sozialbeiträge erstattet. Die Hilfe kann in der Corona-Krise schon dann fließen, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Die Regierung geht davon aus, dass sie in 2,15 Millionen Fällen konjunkturelles Kurzarbeitergeld zahlen muss.

Update, 29. März, 21.10 Uhr: Lufthansa vor Verstaatlichung?

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann fordert einem Bericht der "Bild" zufolge, die Lufthansa wegen der Corona-Krise zeitweise zu verstaatlichen. "Ich bin dafür, dass wir die Lufthansa über eine gewisse Zeit verstaatlichen, bis die Krise überstanden ist", sagte der SPD-Politiker der Zeitung.

Und weiter: "Frankfurt ist das Drehkreuz der Wirtschaft für Deutschland. Deshalb wäre ich dafür, dass wir Lufthansa verstaatlichen."

Mehr dazu gibt's >> hier.

Update, 29. März, 21.05 Uhr: 13. Toter in Würzburger Seniorenheim

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Sonntagabend mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben.

In der Region Würzburg sind damit 14 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, 13 davon waren im Seniorenheim St. Nikolaus wohnhaft. Am Freitagabend starb ein weiterer 57-Jähriger in einem Würzburger Seniorenzentrum der AWO.

Update, 29. März, 20.47 Uhr: US-Demokraten: "Trumps Leugnen war tödlich"

Die führende US-Demokratin Nancy Pelosi hat Präsident Donald Trump in der Corona-Krise schwere Vorwürfe gemacht. "Sein Leugnen am Anfang war tödlich", sagte die Sprecherin des Repräsentantenhauses am Sonntag im TV-Sender CNN. Die Oppositionspolitikerin warnte davor, wieder in den Normalbetrieb zurückzukehren, und mahnte, dass alles getan werden müsse, um weitere Tote zu verhindern. "Während der Präsident herumtrödelt, sterben Menschen. Wir müssen einfach jede Vorsichtsmaßnahme ergreifen."

Die USA sind mittlerweile das Land mit den meisten nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen weltweit: die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete mehr als 125.000. Mehr als 2200 Menschen starben demnach bereits.

Trump hatte das Virus noch bis vor einem Monat als einen Scherz abgetan, der den USA nichts anhaben könne. Seither muss er sich den Vorwurf gefallen lassen, dass die Epidemie das Land wegen verschleppter Vorbereitungen kalt erwischt hat. Experten gehen von einer dramatischen Verschlechterung der Lage aus, bevor man mit einer Beruhigung rechnen kann. Trump ist dazu übergegangen, von einem "unsichtbaren Feind" zu sprechen, der viele Länder der Welt angegriffen habe.

Update, 29. März, 20.44 Uhr: Aufnahmestopp an Wolfsburger Klinikum

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Zudem seien ab sofort keine Besuche mehr erlaubt, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite "ab sofort im Vollschutz", hieß es von der Stadt: "Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt."

Update, 29. März, 20.20 Uhr: Über 100 neue Infektionen in Berlin

In Berlin ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus um 125 Fälle auf 2462 gestiegen. Das gab die Senatsverwaltung am Sonntag (Stand: 16.30 Uhr) bekannt. Elf Menschen sind bislang in der Hauptstadt nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

1307 der infizierten Personen sind den Angaben zufolge männlich, 1150 weiblich. Bei fünf Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 312 Personen, davon 70 intensivmedizinisch.

Update, 29. März, 20.08 Uhr: Aktueller Stand in Deutschland und Europa

In Deutschland leiden bereits über 60.000 Menschen an der neuartigen Lungenkrankheit. Fast 10.000 konnten jedoch bereits geheilt werden. Gestorben sind bislang 482.

In den anderen europäischen Ländern sieht es teilweise besser aus, teilweise aber auch gravierend schlechter. Die Übersichten:

Update, 29. März, 20.05 Uhr: Zwölf neue Corona-Italiener in Deutschland angekommen

Wegen der schwierigen Lage in Italien und teils auch in Frankreich hat die Bundeswehr weitere Corona-Patienten zur Behandlung nach Deutschland geholt - unter anderem kam eine Patientin nach Westerstede. Die schwer kranke Frau aus Norditalien wurde am Sonntagabend von einem Reservehubschrauber der ADAC Luftrettung am Flughafen Hamburg beatmet übernommen und ins Bundeswehrkrankenhaus nach Westerstede gebracht, wie ein Sprecher der ADAC Luftrettung bestätigte.

Die Luftwaffe flog mit einem Spezial-Airbus A310 MedEvac am Samstag und Sonntag jeweils sechs Italiener aus dem norditalienischen Bergamo aus. Sie wurden in Deutschland auf Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg verteilt, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Insgesamt werden jetzt mehrere Dutzend ausländische Corona-Patienten in Deutschland behandelt.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach von einem wichtigen "Zeichen der Solidarität". Europa müsse zusammenhalten, so die CDU-Vorsitzende. "Natürlich stehen wir unseren Freunden bei."

Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb am Sonntag auf Twitter: "Solidarität ist der Schlüssel, auch um die Coronakrise zu bewältigen." Die Verteidigungsminister Italiens und Frankreichs, Lorenzo Guerini und Florence Parly, bedankten sich nach Angaben des Bundesministeriums ausdrücklich für die deutsche Hilfe.

Update, 29. März, 19.45: Moskau verhängt Ausgangssperre

Im Kampf gegen das Coronavirus verhängt die russische Hauptstadt Moskau eine Ausgangssperre. Von diesem Montag an dürfe man die Wohnung nur unter bestimmten Umständen verlassen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntagabend mit. Darunter fallen demnach der Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Apotheke und zum nächst gelegenen Müllcontainer. Auch Haustiere dürften nur in einem kleinen Radius um die eigene Wohnung herum ausgeführt werden.

Die Moskauer dürften sich "nicht mehr ohne Grund in der Stadt bewegen", meinte der Bürgermeister. Bislang gab es eine Ausgangssperre für Menschen im Alter von über 65 Jahren.

Sobjanin reagiert damit auf weiter steigende Infektionszahlen. In der Millionen-Metropole haben sich nach offiziellen Angaben bereits mehr als 1000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - Tendenz steigend. An diesem Montag beginnt zudem eine von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete arbeitsfreie Woche, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Es war befürchtet worden, dass viele diese Zeit zum Einkaufen oder für Freizeitaktivitäten nutzen könnten.

Deshalb waren bereits am Samstag alle Einkaufszentren, Restaurants, Bars und größeren Parks geschlossen worden. Bereits dieser Schritt galt als beispiellos in der jüngeren Geschichte Moskaus. Derartige Einschnitte gab es zuletzt während des Zweiten Weltkrieges.

Update, 29. März, 19.40 Uhr: Über 59.000 Corona-Infizierte in New York, aber auch noch mehr Helfer

Inmitten der sich verschärfenden Corona-Krise in New York hat der Bundesstaat fast die Zahl von 1000 Toten erreicht. Im Vergleich zum Vortag seien 237 neue Todesopfer hinzugekommen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag. Damit seien in New York nun 965 Menschen an der Krankheit gestorben.

Die bekannten Fälle kletterten unterdessen auf mehr als 59.500 - mehr als die Hälfte davon kommen aus der Millionenmetropole New York City. Cuomo lobte das hohe Aufkommen von freiwilligen Helfern - es hätten sich mehr als 76.000 Menschen für die Unterstützung der medizinischen Dienste der Stadt gemeldet.

Der US-Ostküstenstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt. Weil die Kapazitäten der Krankenhäuser dort nicht auf die Ansteckung weiter Teile der Bevölkerung vorbereitet sind, werden provisorische Kliniken aufgebaut und vorhandene Einrichtungen mit zusätzlichen Betten aufgestockt. Ein Lazarettschiff der Marine soll am Montag in New York ankommen.

Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mehr als 125.000 Corona-Fälle nachgewiesen - mehr als in jedem anderen Land. Demnach sind bislang über 2200 Menschen gestorben.

Update, 29. März, 19.35 Uhr: Über 700 Neuinfektionen in Baden-Württemberg

Im Südwesten haben sich nachweislich weitere 717 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 11 536, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit (Stand 16 Uhr). Das Durchschnittsalter betrage 48 Jahre.

128 infizierte Menschen seien im Zusammenhang mit Corona bislang im Südwesten gestorben - 88 Männer und 40 Frauen. Das Alter der Gestorbenen liege zwischen 41 und 98 Jahren, hieß es bei der Behörde weiter. 66 Prozent waren 80 Jahre oder älter.

Update, 29. März, 19.30 Uhr: Fast 100 neue Fälle in Brandenburg

In Brandenburg haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang nachweislich 833 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Bis Sonntagnachmittag (16 Uhr) seien innerhalb von 24 Stunden 98 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Ministerium in Potsdam mit. 65 Covid-19-Patienten liegen im Krankenhaus, 16 von ihnen werden künstlich beatmet. Vier Todesfälle sind in Brandenburg im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet.

In Potsdam war in der Nacht zu Samstag ein weiterer Patient nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Mann sei 78 Jahre alt und vorerkrankt gewesen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Update, 29. März, 19.25 Uhr: Über 2500 Betroffene in Rheinland-Pfalz

Die Coronavirus-Pandemie in Rheinland-Pfalz weitet sich nach wie vor aus. Die Gesundheitsämter meldeten bis Sonntag, 10 Uhr insgesamt 2545 bestätigte Infektionen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Dies entspricht einem Zuwachs von 188 Fällen im Vergleich zum Samstag.

Bisher starben 18 Menschen in Rheinland-Pfalz an der von dem Virus verursachten Krankheit Covid-19 - ein Plus von sechs Todesfällen im Vergleich zum Samstag. "Da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter vor Ort am Wochenende in erster Linie mit der Ermittlung von Kontaktpersonen und Quarantänemaßnahmen gebunden sind, erfolgen die Meldungen zum Teil zeitverzögert", erläuterte das Ministerium.

Update, 29. März, 18.51 Uhr: Erster Todesfall nun auch in Syrien

Eine Woche nach Bekanntgabe der ersten Coronavirus-Infektion in Syrien hat das Bürgerkriegsland den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit gemeldet. Eine Frau sei unmittelbar nach Einlieferung ins Krankenhaus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Ein Test dort habe ergeben, dass sie sich mit Sars-CoV-2 infiziert habe. Wo genau sie starb, teilte das Ministerium nicht mit.

Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, sind Reisen zwischen syrischen Provinzen seit Dienstag und zunächst bis 16. April untersagt. Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad hatte zuletzt erklärt, dass es derzeit zehn Fälle in den von ihr beherrschten Gebieten gebe.

Syrien hatte am Sonntag als eines der letzten Länder der arabischen Welt seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Experten fürchten, dass ein Ausbruch das Land hart treffen könnte. Unter den Hunderttausenden Vertriebenen in den verbliebenen Gebieten unter Kontrolle von Regierungsgegnern könnte ein Ausbruch verheerende Folgen haben.

Update, 29. März, 18.48 Uhr: Jetzt 131 Corona-Tote in der Türkei

Die Zahl der Todesopfer durch Covid-19 ist in der Türkei auf 131 gestiegen. An einem Tag seien 23 Menschen gestorben, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag auf Twitter mit. Zudem seien 1815 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, damit steigt die Gesamtzahl der offiziell erfassten Infizierten auf 9217. In 24 Stunden seien rund 10.000 Tests durchgeführt worden, schrieb Koca.

Ankara hat zahlreiche Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus erlassen. Unter anderem sind Cafés und Bars geschlossen und Sport- und Kulturveranstaltungen abgesagt. Die Kundenzahl in Supermärkten wurde beschränkt. Zudem gilt eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke. Alle internationalen Flüge wurden inzwischen eingestellt.

Update, 29. März, 18.44 Uhr: Ralf Schumacher sorgt sich auch um große Formel-1-Teams

Der frühere Rennfahrer Ralf Schumacher fürchtet durch die Formel-1-Zwangspause in der Corona-Krise schwere Folgen für den Grand-Prix-Zirkus. "Man muss sich im Moment schon Sorgen machen, nicht nur um die kleinen Teams, auch um die großen", sagte der Bruder von Rekordweltmeister Michael Schumacher am Sonntag dem TV-Sender Sky.

Die Formel 1 hat nach der kurzfristigen Absage des Saisonauftakts in Australien auch die sieben weiteren WM-Läufe bis Anfang Juni gestrichen. Offen ist, ob und wann die Motorsport-Königsklasse wieder zurück auf die Strecke kann.

Laut Ralf Schumacher sind nicht nur klamme Privatteams wie Williams oder Haas durch die aktuellen wirtschaftlichen Einbußen gefährdet. Auch Werksrennställe wie Mercedes müssten sich Gedanken machen. "Was im Moment mit den großen Konzernen passiert, ist ja auch eine Entwicklung, die heute noch keiner absehen kann. Und an solchen Dingen kann dann natürlich als erstes gespart werden", sagte Schumacher.

Der 44-Jährige verwies darauf, dass viele Menschen am Rennbetrieb hängen. "Wir reden ja von tausenden Mitarbeitern, tausenden Familien, die in der schweren Zeiten jetzt irgendwie über die Runden kommen müssen", sagte Schumacher. Die sportlichen Fragen seien da derzeit eher nebensächlich.

Teams wie Ferrari "haben momentan ganz andere Sorgen in Italien, als über das erste Rennen im Juli nachzudenken", sagte der sechsmalige Grand-Prix-Gewinner und fügte hinzu: "Wir können nur hoffen, dass es schnell vorbei geht."

Update, 29. März, 18.30 Uhr: Wieder Hunderte Corona-Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Sonntag erneut deutlich gestiegen. Aber die Zunahme der Neuinfektionen hat sich weiter verlangsamt. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten am Sonntag um 756 auf 10.779. Dies ist der höchste Zahl weltweit.

Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg um 5217 auf jetzt 97.689. Der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag (5974) und entspricht einer Zunahme um 5,6 Prozent. Vor einer Woche lagen die Zuwachsraten noch im zweistelligen Bereich. Die Zahl der Geheilten stieg um 646 auf 13.030.

Update, 29. März, 18.23 Uhr: So ist der Stand in Europa und der Welt

Nicht nur die Kurve der derzeitig Infizierten steigt weiter steil an. Auch die Kurve für Heilungen nimmt so langsam Gestalt an.

Dennoch haben nun auch Belgien und Island jeweils über 1000 Corona-Fälle. Und auch in den USA steigen die Infizierten-Zahlen weiter unaufhörlich.

Update, 29. März, 18.12 Uhr: Nur acht neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Mecklenburg-Vorpommern binnen eines Tages um acht auf 356 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte, mussten oder müssen 32 Menschen im Krankenhaus behandelt werden, sechs davon auf einer Intensivstation.

Am Vortag war ein 57-jähriger Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gestorben, der Anfang März im Skiurlaub in Österreich war. Der Patient hatte neben einer bestätigten Infektion mit dem neuen Coronavirus den Angaben zufolge chronische Vorerkrankungen. Er war der erste Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus.

Update, 29. März, 18.04 Uhr: 635 Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis zum Sonntagmittag (12.30 Uhr) auf 635 gestiegen. Das seien 41 Fälle mehr als Samstagmittag, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Den Angaben zufolge werden aktuell 53 Personen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 lag dem Ministerium zufolge weiter bei zwei. Kurz zuvor hatte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vom Tod eines infizierten Pflegeheimbewohners in seiner Stadt berichtet. Und auch der Landkreis Wittenberg teilte mit, dass ein mit Corona infizierter Bewohner eines Jessener Pflegeheimes in einem Krankenhaus gestorben sei. Der Mann habe multiple schwere Vorerkrankungen gehabt.

Das Ministerium geht davon aus, dass aktuell 137 Infizierte wieder genesen sind. Die Angaben dazu seien aber nicht meldepflichtig. Es handele sich um Schätzungen auf der Grundlage unterschiedlicher Genesungszeiten bei leichten und schweren Krankheitsverläufen.

Update, 29. März, 18 Uhr: Kanadas First-Lady hat sich von Corona erholt

Die Frau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau, Sophie Grégoire Trudeau, hat die Lungenkrankheit Covid-19 überwunden. "Ich fühle mich so viel besser und habe die Entwarnung von meinem Arzt und dem Gesundheitsamt von Ottawa erhalten", schrieb sie am Samstag (Ortszeit) auf Facebook. Sie drängte ihre Landsleute, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Anstelle sich direkt zu treffen solle man die sozialen Netzwerke nutzen.

Sophie Grégoire Trudeau hatte vor gut zwei Wochen mitgeteilt, nach einer Reise nach London positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden zu sein. Sie hatte angekündigt, in Isolation zu bleiben. Sie fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome.

Justin Trudeau hatte daraufhin angekündigt, er werde sich auch isolieren und von zu Hause aus arbeiten, obwohl er keine Symptome hatte. Der Ministerpräsident kündigte am Sonntag an, in den kommenden Tagen weiter in seinem Haus zu arbeiten, um das Restrisiko einer Ansteckung zu verhindern.

Auf Facebook schrieb Sophie Grégoire Trudeau nun: "Ich glaube fest daran, dass Wissenschaft UND Mitgefühl uns durch diese Krise bringen werden." Das bedeute, dass man die Vorschriften befolgen und vorerst zu Hause bleiben müsse. "Das sind herausfordernde Zeiten. Ich weiß, es ist nicht einfach, allein zu sein - wir alle sind soziale Wesen - mich eingeschlossen!"

In Kanada wurden mittlerweile knapp 5500 Infektionen registriert, mehr als 60 Menschen starben an der Krankheit, wie aus den Daten der Johns Hopkins Universität hervorgeht.

Update, 29. März, 17.34 Uhr: Mehr infizierte Senioren in Jessener und Würzburger Pflegeheimen

Ein 76 Jahre alter, mit dem Coronavirus infizierter Bewohner eines Jessener Pflegeheimes ist in der Nacht zum Sonntag in einem Krankenhaus gestorben. Der Mann habe multiple schwere Vorerkrankungen gehabt, teilte der Landkreis Wittenberg mit. In dem Jessener Pflegeheim sei die Zahl der Corona-Fälle von 11 auf 19 gestiegen, zudem seien sieben Mitarbeiter erkrankt. Zwei Bewohner seien weiter zur Beobachtung im Krankenhaus. Laut einer Landkreissprecherin leben insgesamt etwa 100 Menschen in dem Jessener Pflegeheim.

Auch ist ein weiteres Seniorenheim in Würzburg vom neuartigen Coronavirus betroffen. Ein positiv auf Sars-CoV-2 getesteter Bewohner der Awo-Einrichtung sei gestorben, teilte das Seniorenzentrum am Sonntag mit. Der 57-jährige Mann habe zahlreiche Vorerkrankungen gehabt. Ob die Virusinfektion zum Tod geführt habe, sei noch unklar. Sie sei erst nach dem Ableben des Mannes festgestellt worden.

In der Awo-Einrichtung wurden den Angaben zufolge unterdessen alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter auf das Virus untersucht. Sieben Beschäftigte und neun Bewohner seien positiv getestet worden. Die Mitarbeiter kamen in Quarantäne, die Bewohner wurden isoliert. Wie das Virus trotz Besuchsverbots in die Einrichtung gelangte, ist bisher unklar.

Update, 29. März, 17.24 Uhr: Schweizerische Bundesbahnen stellen Italien-Verbindungen ein

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien bis auf Weiteres eingestellt. Grund seien Anordnungen der italienischen Behörden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit Hinweis auf das Coronavirus bei Twitter mit. Neben dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Die Züge wenden in Brig beziehungsweise Chiasso. Der Güterverkehr ist von den Einschränkungen nach SBB-Angaben nicht betroffen.

Update, 29. März, 17.17 Uhr: Tim Mälzer kritisiert Adidas aufs Schärfste

Der Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Unternehmen hat eine Welle der Empörung ausgelöst - auch in Hamburg. Starkoch Tim Mälzer (49) sagte in seinem Podcast "Fietes Spezial Menü": "F... Adidas. Ich kauf keine Adidas-Schuhe mehr, wenn die das wirklich bewahrheiten sollten, dass sie die Miete nicht mehr bezahlen".

Er bezeichnete das Vorgehen als "Unding" und ergänzte: "Wenn ein großes Unternehmen deutscher Herkunft in DER Krise der Nation seit dem Zweiten Weltkrieg zuerst an sein eigenes Unternehmensergebnis denkt, ist das eine beschissene Vorbildfunktion."

Mälzers geschäftliche Existenz ist nach seinen bereits zuvor gemachten Angaben von der Corona-Krise bedroht. Er hat mehrere Restaurants in Hamburg, die nun geschlossen sind. Der Gastronom beschäftigt nach eigenen Angaben 200 Mitarbeiter. Im Rahmen der Aktion "Kochen für Helden" versorgt er aber - wie andere Gastronomen - Menschen mit Mahlzeiten, die "den Laden am Laufen halten", darunter Ärzte, Pfleger, Angestellte in Apotheken und Supermärkten sowie Bedürftige (TAG24 berichtete).

Update, 29. März, 16.55 Uhr: Kurzarbeit jetzt auch bei Fortuna Düsseldorf

Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf schickt einen Teil seiner Mitarbeiter wegen der Coronavirus-Pandemie von Anfang April an in Kurzarbeit. Zudem verzichtet der gesamte Club-Vorstand auf einen Teil seiner Bezüge und stimmte einer Stundung weiterer Ansprüche zu. Von den Profis soll es eine eigene Solidaraktion geben. Das teilte die Fortuna am Sonntag mit. Einzelheiten wollte der Club noch nicht nennen.

"Wir tun alles dafür, um die negativen Auswirkungen, die das Corona-Virus auf den Fußball und die Fortuna hat, so gering wie möglich zu halten. Existenzbedrohlich wird keins der Szenarien für die Fortuna ausgehen, wenn wir unsere Maßnahmen konsequent umsetzen und wir alle unseren entsprechenden Beitrag leisten. Das bedeutet in der Folge, dass keine Arbeitsplätze in Gefahr sind", sagte Clubchef Thomas Röttgermann.

Update, 29. März, 16.51 Uhr: Virologe rechnet mit Millionen Fällen in USA

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, rechnet mit Millionen von Corona-Infizierten in den USA. Ausgehend von der aktuellen Lage bestehe die Möglichkeit, dass 100.000 bis 200.000 Menschen in Folge der Pandemie sterben, sagte Fauci am Sonntag dem TV-Sender CNN.

Der angesehene Virologe machte zugleich jedoch deutlich, dass er wenig von Prognosen halte, da man leicht falsch liegen und die Leute in die Irre führen könne. "Schauen Sie sich einfach die Daten an (...) und sorgen Sie sich nicht um diese Worst-Case- und Best-Case-Szenarien", sagte Fauci. "Wir haben ein ernsthaftes Problem in New York, wir haben ein ernsthaftes Problem in New Orleans und wir werden ernsthafte Probleme in anderen Gebieten entwickeln."

Die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Menschen in den USA liegt nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei fast 125.000 - in keinem anderen Land der Welt ist die Zahl so hoch. Fast 2200 Menschen sind bereits gestorben.

Update, 29. März, 16.45 Uhr: Drei weitere Corona-Tote in Wolfsburger Problem-Heim

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind drei weitere Menschen in Folge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte die Stadt Wolfsburg am Sonntag mit.

Damit sind innerhalb von knapp einer Woche 15 Menschen in dem Alters- und Pflegeheim, in dem viele demente Menschen leben, nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Alleine am Freitag hatte die Stadt den Tod von sechs infizierten Frauen und zwei Männern im Alter zwischen 76 und 100 Jahren gemeldet.

Update, 29. März, 16.43 Uhr: Parlamentswahlen trotz Coronavirus

Trotz Corona-Pandemie hat am Sonntag in Mali die erste Runde der Parlamentswahlen stattgefunden. In dem westafrikanischen Land waren 7,6 Millionen registrierte Wähler aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

In Mali gibt es zurzeit 20 bestätigte Corona-Fälle. Zum Schutz gegen das Virus standen in einigen Wahllokalen in der Hauptstadt Bamako Schüsseln mit Wasser sowie Seife bereit, damit sich die Wähler die Hände waschen können. Auch Fieber wurde gemessen. Die Mitarbeiter der Wahllokale waren durch Handschuhe und Atemmasken geschützt. Allerdings gab es Kritik, dass diese Vorsichtsmaßnahmen nicht überall durchgeführt wurden.

Das Gesundheitsministerium Malis hatte am Freitag das erste Corona-Todesopfer des Landes gemeldet. Demnach handelte es sich um einen 71 Jahre alten Mann, der nach medizinischer Behandlung am 20. März aus Frankreich nach Mali zurückgekommen war.

Update, 29. März, 16.35 Uhr: Alkoholverbot in Grönlands Hauptstadt

Grönland führt auch aus Sorge vor Gewalt gegen Kinder während der Corona-Krise ein vorübergehendes Alkoholverbot ein. Die Maßnahme gilt umgehend und bis zum 15. April für die Hauptstadt Nuuk sowie die nahe gelegenen Siedlungen Kapisillit und Qeqertarsuatsiaat, wie die grönländische Regierung am Wochenende mitteilte.

In der besonderen Situation müssten viele Vorkehrungen getroffen werden, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden, erklärte Regierungschef Kim Kielsen. "Der Kern meines Beschlusses ist aber, dass Kinder beschützt werden. Sie sollen ein sicheres Zuhause haben." Hinzu komme, dass Menschen unter Alkoholeinfluss weniger aufmerksam seien, was letztlich das Infektionsrisiko erhöhe.

Gemäß den Auflagen von Kielsen dürfen in der Hauptstadtregion keine Getränke mit einem Alkoholgehalt jenseits von 2,25 Prozent ausgeschenkt werden. Es ist auch nicht mehr möglich, Alkohol im Laden zu kaufen.

Bislang sind in Grönland nach Angaben der dänischen Gesundheitsbehörde zehn Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben ist dort bislang niemand an Covid-19. Grönland hatte seine Grenzen parallel mit Dänemark am 14. März für Ausländer geschlossen, zwei Tage später wurde der erste Infektionsfall bekannt.

Update, 29. März, 16.25 Uhr: Polizei in Sachsen zieht positive Wochenende-Bilanz

Der Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen hat sich am Wochenende etwas verlangsamt. Die alle 24 Stunden aktualisierte Statistik wies je ein geringeres Plus zum jeweiligen Vortag aus: 195 Samstag und 116 Sonntag. Bisher gibt es nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) vom Sonntagmittag 1816 Fälle. Inzwischen sind zehn Menschen mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben.

Trotz Frühlingswetters am Samstag hielten sich die Menschen in Zeiten der Pandemie an Kontaktverbote und Auflagen - bis auf einige Ausnahmen.

Welche das sind und wie sich die Lage im östlichen Freistaat entwickelt, lest Ihr im Coronavirus-Dresden-Liveticker.

Update, 29. März, 16.10 Uhr: Coronavirus-Fälle in ProSieben-Show "The Masked Singer"

Schock für alle Fans von "The Masked Singer"! Wie ProSieben am Sonntag mitteilte, muss die beliebte Show aufgrund von Corona-Erkrankungen vorerst auf Eis gelegt werden.

Im Team rund um die Erfolgsshow sind zwei Personen am Coronavirus Sars-CoV-2 erkrankt. Deshalb wird "The Masked Singer" aus Sicherheitsgründen bis zum 14. April pausieren. Mehr zum Thema gibt's >> hier.

Update, 29. März, 16.02 Uhr: Asylbewerber zeigen Verständnis und Besonnenheit für Quarantäne

Die seit Freitag wegen eines Corona-Falls unter Quarantäne gestellten Bewohner der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt zeigen Verständnis und Besonnenheit für die Maßnahme. Das teilte der Landkreis Harz am Sonntag mit.

Die Bewohner seien über die Notwendigkeit der Einschränkung ihrer sozialen Kontakte informiert. Die einzelnen Häuser der Einrichtung mit rund 850 Bewohnern seien untereinander isoliert.

Ein ehemaliger Bewohner, der inzwischen in Halle lebt, war positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Mitarbeiter der Zentralen Anlaufstelle wurden nach ihren engen Kontakten befragt. Bei vier Personen seien daraufhin Abstriche gemacht worden. Alle Ergebnisse seien negativ, hieß es weiter.

Update, 29. März, 15.54 Uhr: 4000 neue Infektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mindestens 4000 Fälle gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntagvormittag veröffentlichte (Stand Sonntag, 0 Uhr).

Weltweit sind nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität (USA) bis Sonntagmittag mehr als 31.700 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Den Angaben zufolge haben sich 678.905 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Rund 145.000 infizierte Menschen seien inzwischen genesen. Experten gehen weltweit von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen.

Nach den Daten der Universität verzeichneten die USA die meisten registrierten Fälle aller Länder. Sonntagmittag waren es insgesamt 124.686 Infizierte. Es folgten Italien (92.472), China (82.120) und Spanien (78.797).

Update, 29. März, 15.39 Uhr: Einschränkungen bis Juni wohl realistisch

Der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger rechnet wegen immer mehr Coronavirus-Infektionen über den 20. April hinaus mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern. "Wenn die Entwicklung so verläuft wie in anderen Bundesländern vor drei Wochen, sind wir Mitte April mittendrin im Sturm", sagte Reisinger am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Mit Blick auf die Entwicklung etwa in China rechne er eher mit Einschränkungen bis Juni.

Aktuell gelten die Vorschriften zur Schließung von Geschäften oder zur Vermeidung von Kontakten bis zum 20. April, nach dem Ende der Osterferien. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte am Wochenende deutlich gemacht, dass bis dahin keinerlei Erleichterungen der Beschränkungen zu erwarten sind.

So wird die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen nach Reisingers Einschätzung auch im Nordosten weiter zunehmen. Nachdem in den vergangenen Tagen die Zahl der Neuinfizierten stets bei weniger als 20 pro Tag lagen, gab es am Freitag 48 und am Samstag 39 neue Fälle.

Insgesamt waren im Nordosten am Samstagabend 348 Menschen infiziert. Ein 57-Jähriger mit Vorerkrankungen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim war am Samstag im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Update, 29. März, 15.29 Uhr: Wieder Züge und Autos in Wuhan unterwegs

Nach langem Stillstand fließt in Chinas Epizentrum der Corona-Pandemie allmählich wieder der Verkehr: In die Millionenstadt Wuhan kehrten nach Wiederaufnahme der Zugverbindungen am Wochenende Zehntausende zurück.

Allein am Samstag hätten 60.000 Menschen, die wegen der Blockade andernorts gestrandet waren, die Stadt wieder betreten, berichtete die Nachrichten-Webseite "The Paper" unter Berufung auf die Bahn. Auch die U-Bahn fuhr wieder. Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge kamen 12.000 Menschen mit Hochgeschwindigkeitszügen in die schwer von der Corona-Pandemie getroffene Stadt.

Bis zum 8. April ist allerdings nur die Einreise nach Wuhan erlaubt. Erst danach können Chinesen die Stadt mit mehr als zehn Millionen Einwohnern auch wieder verlassen.

Wuhan war am 23. Januar komplett abgeriegelt worden. Zunächst war nur die Ausreise nicht mehr erlaubt. Nach und nach wurden die Regeln verschärft. Schließlich durfte überhaupt niemand mehr auf die Straßen. In der gesamten Provinz Hubei standen faktisch 60 Millionen Menschen unter Zwangsquarantäne. Am Sonntag nahmen in weiten Teilen der zentralchinesischen Provinz die Flughäfen den Betrieb wieder auf.

Update, 29. März, 15.24 Uhr: Mehrere Milliarden Euro für kleine Firmen stehen bereit

In der Corona-Krise soll in den nächsten Tagen die Auszahlung von Direkthilfen an Millionen von kleinen Firmen, Soloselbstständigen und Freiberufler beginnen. Insgesamt geht es um Bundesmittel von bis zu 50 Milliarden Euro. Bund und Länder einigten sich auf eine Verwaltungsvereinbarung, wie das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium am Sonntag mitteilten. Dadurch könnten die Länder die Bundesmittel ab Montag abrufen, um Zuschüsse schnell und unbürokratisch auszuzahlen.

Wegen der drastischen Auswirkungen der Corona-Krise fürchten viele Soloselbstständige um ihre Existenz - also etwa Musiker, Fotografen, Künstler, Heilpraktiker, Dolmetscher oder Pfleger. Viele Geschäfte mussten schließen, Messen, Veranstaltungen und Konzerte wurden abgesagt. Aufträge und Umsätze vieler Solo-Selbstständiger sind weggebrochen.

Ziel ist es nun, Liquiditätsengpässe bei kleinen Firmen zu überbrücken, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen. Konkret bekommen Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten eine Einmalzahlung von 9000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.

Die Antragsteller müssen versichern, durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten zu sein. Die Firmen dürfen sich nicht bereits am 31. Dezember in finanziellen Schwierigkeiten befunden haben. Die Anträge können über Stellen der Ländern gestellt werden, meist sind dies staatliche Förder- oder Investitionsbanken.

Update, 29. März, 15.20 Uhr: Corona in Altenheim in Halle infiziert 13 Bewohner, einer stirbt

In einem Altenpflegeheim in Halle sind 13 Bewohner positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, ein Bewohner ist am Sonntag gestorben. Die Bewohner hätten keine Symptome gehabt und seien getestet worden, weil am Samstag bei einer Pflegerin das Virus nachgewiesen worden sei, teilte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Sonntag mit.

In der Diakonie-Einrichtung seien derzeit 152 Bewohner untergebracht. Der Gebäudeteil mit 55 Bewohnern, in dem die infizierte Pflegerin im Einsatz war, sei unter Quarantäne gestellt worden. Das Personal arbeite nun mit Schutzausrüstung.

Die Stadt Halle teilte aus Rücksicht auf die Angehörigen zunächst keine Details zu dem Verstorbenen mit. Oberbürgermeister Wiegand betonte, der Bewohner habe schriftlich verfügt, dass er nicht in einem Krankenhaus behandelt werden will.

Auch in einer kleineren Pflegeeinrichtung mit 24 Bewohnern wurde laut Wiegand bei einer Pflegerin das neuartige Coronavirus festgestellt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner würden nun untersucht. Es gelte auch dort eine Quarantäne.

In Halle gibt es laut der Stadt aktuell 153 Corona-Infizierte. Drei würden in den Kliniken beatmet. Die medizinische Schutzausrüstung reiche nach aktuellem Stand noch für neun Tage, sagte Wiegand. Die Stadt habe umfangreiche Bestellungen getätigt.

Update, 29. März, 15.10 Uhr: Vodafone-Chef: Corona "größter Auftrieb für Digitalisierung"

Der Deutschland-Chef des Telekommunikationsanbieters Vodafone, Hannes Ametsreiter (53), sieht in der Corona-Krise "den größten Auftrieb für die Digitalisierung in Deutschland aller Zeiten".

"Es wird sich viel verändern, um nicht zu sagen alles", sagte er am Sonntag bei einem virtuellen Treffen des Münchner Start-Up-Festivals "Bits & Pretzels".

Anrufe seien in Deutschland um 50 Prozent gestiegen. "Die Leute reden." Und der Internet-Datenverkehr um 40 Prozent. Auch er selbst habe seit der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ganz neue Erfahrungen gemacht.

Zu Hause habe er seinen Kindern jeden Mittag das Essen gekocht. "Das habe ich noch nie gemacht." Eine großartige Erfahrung sei das gewesen.

Update, 29. März, 15.02 Uhr: Quarantäne-Massenlazarett in Serbien nimmt erste Patienten auf

Serbien will Menschen, die nach einer Corona-Infektion nur leichte Symptome aufweisen, in improvisierten Massenlazaretten unter Quarantäne halten.

Die ersten zehn Patienten trafen am Sonntag in einem 3000-Betten-Feldlazarett auf dem Gelände der Belgrader Messe ein, wie das staatliche Fernsehen RTS berichtete. Ähnliche Quarantäne-Lazarette werden derzeit in den Großstädten Novi Sad und Nis eingerichtet.

Serbien will auf diese Weise die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 verlangsamen. Bis zum Sonntag waren in Serbien 659 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden elf Tote gemeldet.

Update, 29. März, 15 Uhr: TUIfly schaltet Flugplan für Sommer 2021 frei

Mitten in der Corona-Flaute blickt die Fluggesellschaft TUIfly weit voraus und will ihre Kunden auf die übernächste Sommersaison einstimmen.

Die TUI-Airline veröffentlichte am Sonntag ihren Flugplan für die Sommersaison 2021 und schaltete ihn für Buchungen frei. Wie das Unternehmen in Hannover mitteilte, könnten alle Reisenden ihren Urlaub nun langfristig umplanen.

Erst vor wenigen Tagen hatte die TUI ihr Rückholprogramm für im Ausland gestrandete Urlauber fast vollständig abgeschlossen. Binnen zehn Tagen habe TUIfly knapp 70.000 Menschen, die wegen der Corona-Epidemie im Ausland festsaßen, mit 350 Flügen nach Deutschland gebracht, hieß es.

TUI Deutschland hat sämtliche Reisen bis zum 30. April abgesagt. Viele Mitarbeiter sollen wegen der schwierigen Geschäftslage von April an für bis zu sechs Monate in Kurzarbeit gehen.

Update, 29. März, 14.56 Uhr: 635 nachgewiesene Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen bis zum Sonntagmittag (12.30 Uhr) auf 635 gestiegen. Das seien 41 Fälle mehr als Samstagmittag, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Den Angaben zufolge werden aktuell 53 Personen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 lag dem Ministerium zufolge weiter bei zwei. Kurz zuvor hatte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) vom Tod eines infizierten Pflegeheimbewohners in seiner Stadt berichtet.

Das Ministerium geht davon aus, dass aktuell 137 Infizierte wieder genesen sind. Die Angaben dazu seien aber nicht meldepflichtig. Es handele sich um Schätzungen auf der Grundlage unterschiedlicher Genesungszeiten bei leichten und schweren Krankheitsverläufen.

Update, 29. März, 14.52 Uhr: Berger: Ob DTM-Kalender realistisch ist, wird sich zeigen

DTM-Chef Gerhard Berger hält den geplanten Saisonauftakt im Deutschen Tourenwagen-Master Mitte Juli "Stand heute" für sehr schwierig.

"Der DTM-Kalender steht, ob er realistisch ist oder nicht, wird sich zeigen", sagte der 60 Jahre alte Österreicher in einem Interview der Krone (Sonntag). Es liege ihm derzeit aber fern, "solche Themen in den Vordergrund zu stellen, es geht um Arbeitsplätze und kranke Menschen", betonte Berger.

Der ehemalige Formel-1-Pilot lebt in Tirol und damit einer Region, die besonders von der Coronavirus-Pandemie betroffen ist.

"Ich halte mich an alle Richtlinien, habe aber das Privileg, mit meiner Familie oben am Berg zu leben. In einer guten Situation, derer ich mir bewusst bin", sagte Berger.

Im Kopf leide er aber mit den Menschen, "die mit drei Kindern in der Stadt leben und ihre Wohnungen nicht verlassen dürfen. Wie auch mit jenen, die infiziert sind oder gar auf der Intensivstation liegen, oder mit jenen, die ihren Arbeitsplatz verlieren", betonte der Österreicher.

Update, 29. März, 14.45 Uhr: Die Welt in Zeiten von Corona

Update, 29. März, 14.33 Uhr: Corona-Hilfe von schottischem Erstligisten: Anrufservice für Ältere

Der schottische Fußball-Erstligist Ross County sorgt sich in der Coronavirus-Pandemie besonders um seine älteren Anhänger.

Am Wochenende riefen deshalb Trainer Steven Ferguson und Spieler ältere Dauerkartenbesitzer an. Sie fragten nach, ob gesundheitlich alles in Ordnung sei, man helfen könne, oder unterhielten sich einfach nur für ein paar Minuten mit den Anhängern.

Das berichtete mehrere Fans am Samstag auf Twitter. In Großbritannien gelten erst seit Ende der Woche strenge Ausgangsbeschränkungen. Ross County, der Club aus der Kleinstadt Dingwall, ist derzeit Zehnter der zwölf Vereine umfassenden Scottish Premiership und hatte zuletzt am 8. März gespielt.

Update, 29. März, 14.28 Uhr: Einreisesperren und Ausgangssperren in Europa

Update, 29. März, 14.20 Uhr: Anstieg der Corona-Infektionen in Sachsen langsamer

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Sachsen steigt weiterhin langsamer an. Nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) wurden mit Stand Sonntagmittag nun bisher 1816 Menschen im Freistaat positiv auf das Sars-CoV2 getestet. Das bedeutet einen Anstieg um 116 Fälle.

Am Vortag lag das 24 Stunden-Plus noch bei 195. Die Zahl der Todesfälle im Zuge einer Corona-Infektion erhöhte sich auf zehn. Bei fünf Patienten gibt es laut LUA einen klinisch schweren Verlauf.

Zwischen Zahlen des Robert Koch-Institutes und denen der örtlichen Behörden kommt es immer wieder zu Differenzen, weil die Daten zu verschiedenen Zeiten erhoben werden.

Ob es sich bei der gesunkenen Zahl von Neuinfektionen um einen Trend handelt, kann noch nicht gesagt werden. Wie es etwa am Sonntag aus dem Gesundheitsministerium in Brandenburg hieß, ist für die Bewertung der Corona-Lage die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant.

Update, 29. März, 14.08 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen in Thüringen steigt auf 736

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Thüringer hat sich weiter erhöht. Innerhalb von 24 Stunden habe es 64 Neuinfektionen gegen, teilte die Staatskanzlei am Sonntag in Erfurt mit. Damit seien jetzt 736 Menschen im Freistaat infiziert.

Von den 84 Erkrankten, die in Krankenhäusern behandelt würden, zeigten sieben einen schweren Krankheitsverlauf. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich am Sonntag nicht weiter. Fünf Menschen, darunter seit Freitag ein 88 Jahre alter Mann aus dem Eichsfeld, starben nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus, gegen das es bisher keine Schutzimpfung gibt.

Die Zahl der Thüringer, die nach einer Infektion genesen sind, wird laut Staatskanzlei auf 180 geschätzt.

Update, 29. März, 13.51 Uhr: Macht der Flughafen Tegel dicht?

Paris macht es vor: In dieser Woche schließt einer der Flughäfen der französischen Hauptstadt. Die Corona-Krise bremst weltweit den Luftverkehr. Auch Berlin hat zwei Flughäfen und kaum noch Passagiere.

Die Entscheidung über eine mögliche vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel könnte an diesem Montag fallen. Der starke Passagierrückgang in der Corona-Krise ist nach Regierungsangaben ein Thema der Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg.

Alle Hintergründe >> hier.

Update, 29. März, 13.43 Uhr: Deutsche Post bereitet Einschränkungen wegen Corona-Pandemie vor

Die Deutsche Post bereitet sich wegen der Corona-Pandemie auf "weitere Einschränkungen" ihrer Dienstleistungen vor.

"Der Umgang mit solchen Einschränkungen ist uns in besonderen lokalen Quarantäne-Gebieten bereits vertraut", teilte die Deutsche Post am Sonntag mit. Bisher gebe es keine wesentlichen Einschränkungen der Brief- und Paketversorgung in Deutschland.

"Wir tun alles, um sowohl unsere Mitarbeiter wie auch unsere Kunden soweit es geht zu schützen und die Postversorgung wie gewohnt aufrecht zu erhalten", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit und machte darüber hinaus keine weiteren Angaben.

Nach Informationen der Welt am Sonntag sieht eine Notfall-Planung vor, dass in extremen Situationen in "geschlossenen Gebieten" lediglich Einschreibebriefe und Sendungen an Behörden oder Gesundheitseinrichtungen zugestellt werden.

Ab einem Krankenstand bei der Post von 30 Prozent sollen demnach Briefe und Pakete nur noch an drei Tagen zugestellt werden. Ab einem Krankenstand von 80 Prozent sollen Zusteller nur noch einmal wöchentlich austragen. Zu diesen Details äußerte sich die Post nicht.

Update, 29. März, 13.33 Uhr: Trotz Beschränkungen viele Ausflügler im Harz unterwegs

Obwohl touristische Reisen nach Sachsen-Anhalt wegen des Coronavirus untersagt sind, hat die Polizei am Wochenende im Harz zahlreiche Ausflügler angetroffen.

Im beliebten Ilsetal und an der Rappbodetalsperre überprüften die Beamten mehrere hundert Autos und Personen, wie die Polizei am Sonntag in Halberstadt mitteilte.

"Aufgrund des guten Wetters waren eine Vielzahl von Personen, Personengruppen im Harz unterwegs. Eine Häufung war im Ilsetal festzustellen." Viele Menschen seien aus umliegenden Bundesländern angereist, in denen es - anders als in Sachsen-Anhalt - keine Einschränkungen für den Tourismus gebe.

Die Beamten hätten viele Gespräche geführt und Flyer zu diesem Thema verteilt. Mitarbeiter des Ordnungsamtes Ilsenburg hätten die Polizisten unterstützt.

Update, 29. März, 13.30 Uhr: Stand der Dinge

Update, 29. März, 13.23 Uhr: Corona-positive Stargeigerin Anne-Sophie Mutter denkt an Flüchtlinge

Die mit dem Coronavirus infizierte deutsche Stargeigerin Anne-Sophie Mutter nimmt ihre zwangsweise Auszeit nicht so tragisch.

"In gewisser Weise hat sich mein Sabbatical, das ich für 2021 geplant habe, nach vorn verschoben", sagte die 56-Jährige der Wiener Zeitung Die Presse am Sonntag. Die Krankheit verlaufe bei ihr ohne Komplikationen und es gehe ihr gut.

"Es gibt also keinen Grund zur Sorge." Ganz anders sei das Schicksal der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln. "Es ist eine Tragödie, dass aufgrund der Coronakrise die schrecklichen Umstände, unter denen diese armen Menschen zu leiden haben, völlig in den Hintergrund getreten sind."

Das Ausbleiben wirksamer Hilfe sei eine humanitäre Tragödie. "Das ist mir absolut unerträglich", sagte sie dem Blatt.

Sie versuche aus dieser Zeit der Quarantäne das Beste zu machen. "Im Moment sind meine Familie und ich noch sehr mit Kochen und Spielen beschäftigt. Das ist wunderschön." Sollte sich jedoch der Zwangsurlaub weiter ausdehnen, werde sie ihn sicher auch zum Repertoirestudium nutzen.

Update, 29. März, 13.17 Uhr: Google gibt WHO und Behörden Werbegutschrift von 250 Millionen Dollar

Google gewährt der Weltgesundheitsorganisation WHO und mehr als 100 Behörden aus verschiedenen Ländern eine Anzeigen-Gutschrift von 250 Millionen Dollar, damit sie ihre Informationen über die Werbeplattform des Konzerns verbreiten können.

Kleinen und mittleren Unternehmen sagte Google darüber hinaus Werbegutschriften in Höhe von 340 Millionen Dollar zu, wie Firmenchef Sundar Pichai am Wochenende bekanntgab. Zudem setzt der Internet-Riese einen 200 Millionen Dollar schweren Investitionsfonds auf, der kleinen Unternehmen den Zugang zu Kapital erleichtern soll.

Firmen dieser Größe setzen oft auf günstige Anzeigen auf Online-Plattformen wie Google und Facebook, um ihr Geschäft voranzubringen. Gerade sie sind stark von der Coronavirus-Krise betroffen und haben oft zu wenige Ressourcen, um längere Geschäftsausfälle zu verkraften.

Update, 29. März, 13 Uhr: Mehr als 800 neue Corona-Tote in Spanien - Anstiegsraten sinken aber

Im besonders schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 838 neue Todesopfer gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Sonntag mit.

Das ist die absolut höchste Tageszahl seit Ausbruch der Krise. Insgesamt kletterte die Zahl der Todesopfer auf mehr als 6500. Die Zahl der Infizierten stieg ebenfalls an: Am Sonntag lag sie bei knapp 79.000 - gut 6500 mehr als am Vortag.

Es gibt aber gute Nachrichten: Die Anstiegsraten gehen weiterhin deutlich zurück. Bei den Todeszahlen betrug sie am Sonntag knapp 15 Prozent, nach gut 17 Prozent am Samstag. Bei den Infektionszahlen ging sie im Vergleich zum Vortag sogar um fast vier Prozentpunkte auf neun Prozent zurück.

Update, 29. März, 12.56 Uhr: Angst vor Ausbreitung des Coronavirus in Rios Favelas wächst

Nachdem die Stadtverwaltung der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro in der vergangenen Woche den ersten Coronavirus-Fall in einem Armenviertel gemeldet hatte, ist die Sorge vor einer schnellen Ausbreitung groß.

Zum Wochenende veröffentlichte die Stadtverwaltung eine aktualisierte Bilanz mit Fällen in weiteren Favelas. Die Elendsviertel der Stadt können die Übertragung von Krankheiten beschleunigen.

"Wer in einer Favela wohnt, hat kein Wasser, um die Hände zu waschen", sagt Gabriela Anastácia von dem Observatório das Favelas der Deutschen Presse-Agentur. "Wer in einer Favela wohnt, kann sich nicht sozial distanzieren, weil er mit fünf, sechs, neun Personen zusammenwohnt."

Daten des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik IBGE zufolge haben mehr als 30 Millionen Brasilianer keinen Zugang zur allgemeinen Wasserversorgung, mehr als zwölf Millionen leben in Unterkünften mit mehr als drei Bewohnern pro Zimmer.

Um die Bewohner dennoch zu schützen, hat die soziale Organisation mit Sitz in der Maré unweit des internationalen Flughafens eine Kampagne gestartet, mit der sie über WhatsApp Informationen und Empfehlungen im Kampf gegen das Coronavirus verbreitet - ausgerichtet auf die Realität der Armenviertel.

Etwa wie es möglich ist, sich mit zwei Litern Wasser und einer Seife bis zu zwölf Mal die Hände zu waschen.

Update, 29. März, 12.38 Uhr: 742 Corona-Diagnosen in Brandenburg bestätigt - 21 neue Fälle

In Brandenburg haben sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang nachweislich 742 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Bis Sonntagmorgen (8 Uhr) seien innerhalb von 24 Stunden 21 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Ministerium in Potsdam mit. 50 Covid-19-Patienten liegen im Krankenhaus, elf von ihnen werden künstlich beatmet. Vier Todesfälle sind in Brandenburg im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet.

In Potsdam war in der Nacht zu Samstag ein weiterer Patient nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der Mann sei 78 Jahre alt und vorerkrankt gewesen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Den ersten Toten in Brandenburg hatte der Landkreis Oberhavel am Freitag der vergangenen Woche (20.3.) gemeldet: Dort starb ein 81 Jahre alter Mann nach einer Infektion mit dem neuartigen Virus.

Zwei weitere Todesfälle folgten in Potsdam, wo am Donnerstag ein 88 Jahre alter Mann und am Freitag ein 80-Jähriger starben.

Update, 29. März, 12.34 Uhr: Ministerium: 13.263 Coronavirus-Fälle und 110 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 13.263 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München mit. Den Angaben zufolge sind bislang 110 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

Update, 29. März, 11.57 Uhr: Axel Witsel lässt die Haare wachsen

Fußballer Axel Witsel zeigt während der Corona-Krise Humor und postet auf Twitter ein zukünftiges Mannschaftsfoto seiner Kollegen vom BVB.

Update, 29. März, 11.51 Uhr: Polizeieinsatz im Krankenhaus: Abschied von kranker Ehefrau

Weil er sich von seiner schwer an Covid-19 erkrankten Frau verabschieden wollte, hat ein Mann in Unterfranken für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der 62-Jährige sei ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert und habe seine Frau in einem Krankenhaus in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) besuchen wollen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Als ihn das Personal in der Nacht auf Samstag aufforderte, das Krankenhaus zu verlassen, weigerte er sich laut Polizei und drohte, das Personal mit dem Virus anzustecken. Den erwachsenen Kindern des Paares gelang es schließlich, den 62-Jährigen zum Gehen zu bewegen.

Dabei entschuldigte er sich beim gesamten Krankenhauspersonal für sein Verhalten.

Update, 29. März, 11.47 Uhr: Deutschland in Zeiten von Corona

Update, 29. März, 11.37 Uhr: Experten erklären: Darum hamstern wir Klopapier

Leere Regale treiben Kunden Schweißperlen auf die Stirn. Wenn überhaupt noch was da ist, darf man in vielen Läden nur noch ein Päckchen pro Person mitnehmen. Der Krieg ums Klopapier ist in vollem Gange.

Jetzt erklären Experten, warum wir eigentlich Klopapier hamstern. Die ganze Story >> hier.

Update, 29. März, 11.32 Uhr: Stefan Mross bangt um seine TV-Sendung "Immer wieder sonntags"

Der in Traunstein lebende Moderator und Musiker Stefan Mross (44) bangt um den Staffelstart seiner Fernsehsendung "Immer wieder sonntags".

Wegen der Corona-Krise stehe hinter dem für 3. Mai geplanten Start der diesjährigen Staffel ein Fragezeichen. "Wir drücken uns allen ganz fest die Daumen, dass wir wirklich am 3. Mai unsere Sendung beginnen können", sagte Mross. "Ich bin da ganz, ganz fest optimistisch."

Dennoch müsse die weitere Entwicklung abgewartet werden. Definitiv entschieden sei noch nichts.

Die ARD-Unterhaltungsshow im Ersten kommt jeden Sommer live aus dem Europa-Park in Rust bei Freiburg. Sie läuft in der Verantwortung des Südwestrundfunks (SWR). Es gibt die Sendung seit 25 Jahren, seit 15 Jahren moderiert sie Mross.

Der SWR hat entschieden, seine Fernsehsendungen wegen des Coronavirus vorerst ohne Publikum zu produzieren oder Drehpausen einzulegen. Wie lange dies dauert, ist den Angaben zufolge noch unklar.

Er musiziere während der Corona-Krise mit seiner Freundin Anna-Carina Woitschack (27) von Zuhause aus und übertrage dies im Internet, sagte Mross. Er wolle so Gemeinsamkeit schaffen und das Publikum trotz der Krise weiter unterhalten.

Update, 29. März, 11.25 Uhr: DOSB hält Sommer als neuen Olympia-Termin für "gut nachvollziehbar"

Für den Deutschen Olympischen Sportbund wäre ein neuer Termin für die Tokio-Spiele im Sommer 2021 willkommen. "Die Verschiebung um genau ein Jahr wäre eine sehr gut nachvollziehbare Entscheidung", sagte DOSB-Alfons Hörmann am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Team Deutschland wird sich auf jeden der möglichen Zeiträume professionell einstellen und vorbereiten."

Die für dieses Jahr abgesagten Olympischen Spiele in Tokio sollen nach Berichten aus Japan und den USA voraussichtlich am 23. Juli 2021 eröffnet werden. Die Schlussfeier soll demnach am 8. August steigen. Die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagten Spiele waren ursprünglich für den 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

Das Internationale Olympische Komitee bestätigte diesbezügliche Berichte nicht. Ein IOC-Sprecher sagte am Sonntag auf dpa-Anfrage nur, dass dies "Spekulationen" seien.

Update, 29. März, 11.23 Uhr: Coronavirus breitet sich in Moskau rasant aus

In der russischen Hauptstadt Moskau steigt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen rasant. Mehr als 1000 Menschen hätten sich bereits mit dem hochansteckenden Virus infiziert, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag mit.

"Die Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung hat ein neues Ausmaß erreicht." Die meisten Corona-Fälle in Russland entfallen auf die Millionenmetropole Moskau. Landesweit wurden mehr als 1500 Fälle bekannt.

In Moskau sei das Virus bislang bei sechs gestorbenen Menschen nachgewiesen worden, teilten die Behörden der Agentur Interfax zufolge mit. "Bitte passen Sie auf sich auf", appellierte Sobjanin. Unter den Infizierten seien auch 13 Kinder.

Um die Ausbreitung einzudämmen, sind seit Samstag Einkaufszentren, Restaurants, Bars und größere Parks geschlossen. "Die meisten Moskauer hörten auch auf die Empfehlungen der Behörden und blieben zu Hause", meinte der Bürgermeister. In U-Bahnen, Bussen, Bahnen und Taxen hätten deutlich weniger Fahrgäste gesessen als sonst.

Dennoch seien viele Leute unterwegs gewesen, ohne ausreichenden Abstand zu halten. Andere hätten sich draußen mit Freunden getroffen, so Sobjanin. Auch etwa 20 Prozent der Moskauer im Alter von über 65 Jahren hätten entgegen der Auflagen ihre Wohnung verlassen.

Sobjanin berief sich auf Handy-Daten. "Meine Lieben, Sie sind in Gefahr."

Update, 29. März, 11.07 Uhr: Väter dürfen in Bayern zur Geburt mit in den Kreißsaal

Werdende Väter dürfen auch in der Corona-Krise bei der Geburt ihres Kindes im Krankenhaus dabei sein. Darauf hat am Samstag erneut Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (44, CSU) hingewiesen.

Auch engste Angehörige dürften nicht von Besuchen in den Kliniken nach Geburten ausgeschlossen werden. Zuvor hatten vereinzelt Kliniken wegen des Ansteckungsrisikos mit dem neuartigen Coronavirus Väter nicht mehr in die Kreißsäle gelassen.

Ansonsten bleibt es laut Ministerium aber dabei: Besuche in Krankenhäusern sind derzeit verboten.

"Die Geburt eines Kindes ist ein außergewöhnliches Ereignis. Deshalb haben wir hierfür eine Ausnahme vorgesehen", sagte Huml. Die Hygiene-Abteilung eines Krankenhauses muss allerdings festzulegen, welche Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu treffen sind.

"Dazu zählen insbesondere das Tragen von Schutzkleidung und zeitliche Vorgaben für den Besuch", hieß es in der Mitteilung. "Außerdem muss der Gesundheitszustand des Besuchers überprüft werden." Es dürfe kein Hinweis auf einen Infekt der Atemwege vorliegen.

Update, 29. März, 10.58 Uhr: 1,83 Millionen schauen EM-Viertelfinale von 2016

Die Wiederholung eines knapp vier Jahre alten Fußballspiels hat der ARD 1,83 Millionen Zuschauer beschert. Der öffentlich-rechtliche TV-Sender zeigte am Samstag das Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich und hatte damit mehr Zuschauer als die zuvor ausgestrahlte Sportschau (1,51 Millionen).

Der Klassiker der Sportsendungen ist wegen fehlender Bundesligaberichte derzeit auf rund 20 Minuten verkürzt und hat sonst mehr als dreimal so viele Zuschauer.

Während der Bundesliga-Pause wegen der Coronavirus-Pandemie zeigt die ARD mehrere Wiederholungen von Fußball-Übertragungen. Am kommenden Samstag läuft das DFB-Pokalfinale 2014 zwischen Borussia Dortmund und Bayern München.

Update, 29. März, 10.53 Uhr: Stadion wird zum Krankenhaus

Das Estádio do Pacaembu in Sao Paulo (Brasilien) wurde im Zuge der Corona-Krise in ein provisorisches Krankenhaus umgewandelt. Es entstanden 200 Betten für weniger komplizierte Fälle.

Update, 29. März, 10.43 Uhr: Etwa 600 Flüchtlinge in Ankerzentrum unter Quarantäne

Etwa 600 Bewohner des Ankerzentrums in Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte die Regierung von Unterfranken am Sonntag mit.

Sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein externer Beschäftigter seien positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die infizierten Bewohner sollten in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp.

Update, 29. März, 10.36 Uhr: RKI-Chef: Müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht reichen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler (59), kann nicht ausschließen, dass sich die Versorgungssituation in der Corona-Krise auch in Deutschland zuspitzen könnte. Das machte er mit Blick auf die dramatische Situation in Ländern wie Italien deutlich.

"Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation", sagte Wieler im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

"Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar." In Italien war die Zahl der Toten im Zuge der Corona-Pandemie am Samstag auf mehr als 10.000 gestiegen.

Rund 70 Prozent der Erreger stammten ursprünglich aus dem Tierreich, erläuterte Wieler, der studierter Veterinärmediziner ist, zu einem möglichen Ursprung des neuartigen Coronavirus.

"Eine Ursache für neue Erreger ist, dass wir immer stärkeren Kontakt zu vormals exotischen Tieren haben. Wir dringen immer tiefer in den Urwald vor, die Biodiversität wird durch Monokulturen reduziert", sagte der RKI-Chef. Dadurch könnten sich bestimmte Erreger schneller verbreiten.

"Heikel ist zudem das Ernährungsverhalten in einigen Kulturen, vor allem in Asien, wo die Menschen alle möglichen Tiere verzehren, auch solche, die kurz vor dem Essen noch leben, so dass beim Schlachten Blut übertragen wird."

Wieler fordert deshalb, massiv gegen den illegalen Tierhandel vorzugehen: "Wenn Leute aus allen möglichen obskuren Gründen Tiere heimlich ins Land bringen – von Schleichkatzen bis zu Affen, die eindeutig eine wichtige Quelle von neuen Erregern sein können." Woher genau der neue Erreger stammt, ist bislang unklar.

Update, 29. März, 10.28 Uhr: Jessen in Corona-Quarantäne - Bürgermeister: Stimmung besonnen

Die 8000 Bewohner der seit Donnerstag wegen des Coronavirus abgeriegelten Jessener Ortsteile Jessen und Schweinitz (Landkreis Wittenberg) haben aus Sicht des Bürgermeisters zumeist Verständnis für die Maßnahmen.

"Die Stimmung ist überwiegend vernünftig, klug und besonnen", sagte Michael Jahn (SPD) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Leute kennen schon die Gefahr."

Nur wenige hätten es noch nicht verstanden. Die Einschränkungen seien schon gravierend, es kämen auch Diskussionen auf, ob alles nötig sei.

Derzeit gibt es laut Jahn in Jessen 43 Corona-Fälle von insgesamt 64 im gesamten Landkreis Wittenberg. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen sind etwa 8000 Einwohner seit Donnerstag unter Quarantäne gestellt. Zugangsstraßen sind abgeriegelt.

Bewohner müssen in ihren Wohnungen und auf ihren Grundstücken bleiben und dürfen sie nur verlassen, um sich auf dem kürzesten Weg etwa mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

"Das trifft die Stadt schon extrem", sagte Jahn, der seit 2015 Bürgermeister ist. Die Stadt habe Erfahrung mit der Flut und mit Bränden, aber jetzt könnten die Menschen dem Virus nichts entgegensetzen.

Die zwei Wochen, für die die Quarantäne nun erstmal angesetzt ist, könnten sehr lang werden. "Am Anfang ist es noch wie ein Ferienlager." Es sei aber bei Familien schon das Dilemma zu merken, wenn alle lange Zeit zusammen sein müssten. "Emotional wird es große Probleme geben", so Jahns Einschätzung.

Unter Druck kämen Firmen, deren Mitarbeiter nicht mehr arbeiten dürften, sagte Jahn. Und es gebe auch Unmut angesichts von Ungleichbehandlungen, wenn etwa eine Firma weiterarbeiten könne und eine andere nicht. Und auch für die Menschen in den anderen 42 Jessener Ortsteilen sei die Quarantäne deutlich spürbar.

Man fahre eben zum Arzt, zum Einkaufen oder zur Kita und Schule nach Jessen in die Stadt. Jetzt würden die Wege deutlich weiter.

Update, 29. März, 10.10 Uhr: Verstöße gegen Corona-Maßnahmen und Ansteckungsdrohungen in Bayern

Auch mehr als eine Woche nach Inkrafttreten von Ausgangsbeschränkung und Kontaktverbot hält sich nicht jeder an die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Eine 39-Jährige habe über ein Onlineportal weiterhin Termine für Wimpernvolumenbehandlungen angeboten, teilte die Polizei am Samstag mit.

Die Behandlungen führte sie in ihrer Wohnung in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) durch. Bei der Polizei gab sie am Freitag an, die Regelungen nicht verstanden zu haben.

Einen heimlichen Friseursalon betrieben hat ein 25-Jähriger in einem Schrebergarten in Unterfranken. Vier Kunden warteten laut Polizei am Freitag bei dem provisorischen Salon in Würzburg auf eine neue Frisur.

Darüber hinaus gab es in Aschaffenburg gleich zwei Fälle von Ansteckungsdrohungen. Ein 27-Jähriger habe einer 39-Jährigen im Streit gegen den Rücken gespuckt. Bei einem anderen Streit hustete ein Unbekannter einer 67-Jährigen ins Gesicht.

Die Frau sei beim Ausweichen gestürzt und habe sich dabei die Hand gebrochen, hieß es.

Update, 29. März, 9.51 Uhr: Ein weiterer Toter im Zusammenhang mit Corona-Infizierung in SH

In Schleswig-Holstein ist ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden. Es handelt sich um eine Person aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde, wie die Landesregierung am Sonntag mitteilte. Damit hat sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 im Land auf sechs erhöht. Dazu zählt auch ein Mann, der als Tourist in Ägypten war.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Schleswig-Holstein auf 1007 gestiegen. Das waren 90 mehr als einen Tag zuvor. 117 Personen sind oder waren demnach seit Beginn der Epidemie in klinischer Behandlung - 14 mehr als im Vergleich zum Vortag.

Berücksichtigt sind bei den Zahlen der Regierung bis einschließlich Samstag gemeldete Fälle. Die Anzahl inzwischen genesener Personen ist demnach nicht meldepflichtig und daher nicht statistisch erfasst.

Update, 29. März, 9.42 Uhr: Roboter sorgt an Supermarkt-Kasse für Ordnung

Ein kleiner Roboter hilft Kunden eines Edeka-Marktes in Lindlar östlich von Köln, untereinander auf Abstand zu bleiben und sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Alle Hintergründe >> hier.

Update, 29. März, 9.36 Uhr: Rammstein-Sänger Lindemann: Virus gegen mich noch nicht erschaffen

Mit einer überaus selbstbewussten Nachricht an seine Fans hat sich Rammstein-Sänger Till Lindemann (57) nach einer Nacht auf der Intensivstation zurückgemeldet.

"Das Virus, das mich erobern will, ist noch nicht erschaffen", schrieb der Musiker am Samstagabend auf Englisch in der Story seines Instagram-Accounts zu einem mit Wasserfarben gemalten Porträt der jungen tschechischen Künstlerin Barbora Brabletz. Zuvor war Lindemann negativ auf das Coronavirus getestet worden.

Der Sänger war am Donnerstag vom Arzt der Berliner Band in ein Krankenhaus eingewiesen worden. Nach einer Nacht auf der Intensivstation sei er weiter im Krankenhaus behandelt worden, war unter anderem auf der Homepage von Rammstein zu lesen.

"Till hat eine Nacht auf der Intensivstation verbracht und wird heute auf eine andere Station verlegt, weil es ihm besser geht", hieß es. "Der Test auf das Coronavirus war negativ." Nähere Angaben machte die Band nicht.

Update, 29. März, 9.27 Uhr: Stand der Dinge

Stand 9.10 Uhr sind inzwischen weltweit 664.621 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Deutschland steigt die Zahl der Fälle auf 57.695. Weltweiter Spitzenreiter ist die USA mit 123.776.

Update, 29. März, 9.22 Uhr: NBA- und NHL-Clubbesitzer Dolan mit Coronavirus infiziert

Der Besitzer der New York Knicks (NBA) und der New York Rangers (NHL), James Dolan, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Club der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA am Sonntag via Twitter mit. Der 64-Jährige habe sich in Selbstisolation begeben und zeige nur wenig bis gar keine Symptome. Dolan führe die Geschäfte von zu Hause aus weiter.

Update, 29. März, 8.54 Uhr: Mehr als 2000 Coronavirus-Tote in den USA

In den USA sind mehr als 2000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Samstagabend aus einer Auflistung der renommierten Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor.

Ein Großteil der Toten entfällt auf den Bundesstaat New York, in dem sich das Coronavirus in den vergangenen Tagen besonders schnell ausgebreitet hat. Gouverneur Andrew Cuomo hatte die Zahl der Toten dort am Samstag mit mehr als 700 angegeben.

Die USA sind weltweit das Land mit den meisten nachgewiesenen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - derzeit beläuft sich die Zahl auf mehr als 121.100. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. In Italien starben seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 Menschen. Das ist die höchste Zahl weltweit.

Update, 29. März, 8.39 Uhr: Regierung will Beschaffung von Schutzmasken beschleunigen

In der Corona-Krise versucht die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge, die Beschaffung von Schutzmasken und -kitteln zu beschleunigen.

Die Welt am Sonntag berichtet unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium, dieses habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet. Das Verfahren unterscheide sich vom klassischen Vergaberecht und solle zügiger zum Geschäft führen:

Dabei finden demnach keine Verhandlungen statt, deshalb könne es schneller gehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung, man biete "faire, feste Preise für alle, die uns aus dem In- und Ausland mit Schutzmasken und Schutzkitteln beliefern".

Dem Bericht zufolge müssen Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, mindestens 25.000 Stück eines der beiden Produkte liefern, einen Mindeststandard garantieren und die Lieferung verantworten.

"Wir wollen Ärzte, Pflegekräfte und alle, die im Gesundheitswesen arbeiten, bestmöglich schützen", sagte Spahn der Welt am Sonntag. "Deswegen beschaffen wir als Bund medizinische Schutzausrüstung aus aller Welt und beliefern damit alle Bundesländer und Kassenärztliche Vereinigungen."

Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es in Deutschland immer wieder Kritik, dass nicht genügend Schutzausrüstung für Mediziner und Pfleger vorhanden sei. Spahn hatte am Donnerstag eingeräumt, die Beschaffung von Schutzausrüstung sei nicht leicht.

"Es sind in den letzten Tagen täglich Masken ausgeliefert worden", betonte er.

Update, 29. März, 8.27 Uhr: Johnson stimmt Briten auf schwere Zeiten ein

Mit einem emotionalen Brief stimmt der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson (55) seine Landsleute auf schwere Zeiten ein und schließt auch noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen die Lungenkrankheit nicht mehr aus.

"Es ist wichtig für mich, offen und ehrlich mit Ihnen zu reden - wir wissen, dass die Lage sich verschlechtert, bevor sie besser wird", heißt es in dem Schreiben, das Downing Street am Samstag in London veröffentlichte und das in der kommenden Woche an 30 Millionen Haushalte geschickt werden soll.

Die Regierung treffe die richtigen Vorbereitungen und je stärker diese Regeln befolgt würden, desto weniger Leben würden verloren und desto eher könne man in ein normales Leben zurückkehren.

Johnson schloss aber auch eine weitere Verschärfung der Maßnahmen nicht aus: "Wir werden nicht zögern, weiterzugehen, wenn uns der wissenschaftliche und medizinische Ratschlag sagt, dass wir das tun müssen."

In dem Brief rechtfertigt Johnson die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus. Er verstehe die Schwierigkeiten, die diese "Störung" verursacht habe.

"Aber die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, sind absolut notwendig, aus einem sehr einfachen Grund. Wenn zu viele Menschen auf einmal ernsthaft krank werden, kann der (Nationale Gesundheitsdienst) NHS nicht damit fertig werden. Das wird Leben kosten."

Deswegen müsse die Ausbreitung der Krankheit verlangsamt werden, "um so viele Leben zu retten wie möglich". Es gebe nur die einfache Anweisung - "Sie müssen zu Hause bleiben."

Update, 29. März, 8.09 Uhr: So fällt uns nicht die Decke auf den Kopf

Den ganzen Tag zu Hause, das kann auf Dauer ziemlich langweilig werden. Unsere Kollegen haben sich einmal Gedanken darüber gemacht, wie wir die Zeit sinnvoll nutzen können.

Die Tipps lest Ihr >> hier.

Update, 29. März, 8.03 Uhr: Olympia-Eröffnungsfeier in Tokio am 23. Juli 2021

Die für dieses Jahr abgesagten Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen nach einem Bericht der New York Times voraussichtlich am 23. Juli 2021 eröffnet werden. Die wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagten Spiele waren ursprünglich für den 24. Juli bis 9. August 2020 vorgesehen.

Das Internationale Olympische Komitee und die Organisatoren in Tokio hätten sich auf diesen Termin geeinigt, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gab es dazu nicht.

"Die Spiele sollen im Sommer stattfinden, daher sollten wir an eine Zeit zwischen Juni und September denken", zitierte die japanische Nachrichtenagentur Kyodo Japans früherer Ministerpräsident Yoshiro Mori, den Präsidenten des Organisationskomitees.

Das Internationale Olympische Komitee hatte am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz mit den 33 internationalen Sportverbänden unter anderen über einen neuen Termin für die Olympischen Spiele in Tokio beraten.

Auch die neu gegründete Task Force hatte am Donnerstag ihre Arbeit aufgenommen. Die Arbeitsgruppe mit dem offiziellen Namen "Tokio 2020 Neustart Task Force" ist rund 30 Mitglieder groß und wird von Mori geführt.

Update, 29. März, 7.55 Uhr: Laschet: Jetzt Maßstäbe für Rückkehr ins soziale Leben entwickeln

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) hat gefordert, schon jetzt über eine Strategie für eine künftige Lockerung der Einschränkungen in der Corona-Krise nachzudenken.

"Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch", schrieb Laschet in einem Gastbeitrag in der Zeitung Welt am Sonntag.

Jetzt ist die Zeit, Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln, damit auch diese Entscheidung anhand transparenter Kriterien erfolgt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag gesagt, es sei im Augenblick "nicht der Zeitpunkt", um über die Lockerung der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Maßnahmen zu sprechen.

Laschet betonte am Samstagabend in der Sendung ZDF spezial, eines sei klar: "Man kann jetzt nicht über das Ende der Maßnahmen spekulieren." Ende April, nach Ostern sei der Zeitpunkt, wo das untersucht werden solle. "Und bis dahin muss sich jeder an die Regeln halten."

Auch in dem Gastbeitrag betonte Laschet, es sei "keine Zeit der Entwarnung". "Wir müssen die Kontaktminimierung wirksam durchsetzen, wir müssen gerade die besonders verletzlichen Gruppen besonders schützen, wir müssen mehr und schneller testen, wir müssen mehr Kapazitäten für die Intensivversorgung der Schwersterkrankten schaffen und unsere Forschungsanstrengungen weiter vorantreiben, um Behandlungsmethoden und Impfstoffe zu entwickeln."

Er mahnte aber auch: "Wir müssen schon jetzt die Zeit in den Blick nehmen, in der die rigiden Maßnahmen erste Wirkung zeigen."

Update, 29. März, 7.46 Uhr: Pflegekassen starten "Rettungsschirm" für Heime und Pflegedienste

Die Pflegekassen haben umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste in der Corona-Krise zugesagt. "Wir haben einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt, der sofort hilft", sagte der Vize-Vorstandschef des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer, der Deutschen Presse-Agentur.

Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11.700 Heimen und mehr als 15.000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können.

"Uns allen ist klar, dass die Bewohner in den Pflegeheimen und die ambulant betreuten Pflegebedürftigen besonders gefährdet sind", sagte Kiefer. Außerdem könnten Pflegekräfte nicht auf körperliche Distanz gehen oder gar im Homeoffice arbeiten.

Daher sei für sie persönliche Schutzausrüstung enorm wichtig. "Jede zusätzliche Atemmaske, jedes zusätzliche Paar Einmalhandschuhe und jede zusätzliche Flasche Desinfektionsmittel wird eins zu eins finanziert."

Die Zusicherungen gehen auf ein gerade beschlossenes Gesetz zurück, das auch die Kliniken vor Finanznöten wegen der besonderen Belastungen im Kampf gegen das Coronavirus schützen soll.

Die Pflegeversicherung könne die corona-bedingten Mehrkosten aufgrund ihrer Rücklagen stemmen, erläuterte der GKV-Spitzenverband, der auch die Pflegekassen vertritt.

Update, 29. März, 7.39 Uhr: Habeck hält Anti-Corona-App auf freiwilliger Basis für vertretbar

Grünen-Chef Robert Habeck (50) hat sich im Kampf gegen das Coronavirus offen für den Einsatz einer App gezeigt, mit der sich Kontakte nachvollziehen lassen.

"Entscheidend ist die Freiwilligkeit", sagte Habeck in einem Interview der Zeitung Welt am Sonntag. "Wenn wir etwa freiwillig eine App nutzen, die unsere Begegnungen nachträglich nachvollziehbar macht und dies ermöglicht, Kontaktverbote für alle aufzuheben und stattdessen zielgenauer vorzugehen, halte ich das für richtig und vertretbar."

Mit Blick auf die zahlreichen verhängten Einschränkungen in der Corona-Krise sagte Habeck, die sozialen und ökonomischen Konsequenzen würden von Tag zu Tag dramatischer.

"Insofern müssen wir eine alternative, zielgenauere Strategie entwickeln", sagte er. Man solle jetzt die Zeit nutzen, um "das Gesundheitssystem robust zu machen: mehr medizinische Geräte, Schutzkleidung, Testkapazitäten, Forschung an Therapien und Impfstoffen".

"Das Ende des Shutdowns wird aber wahrscheinlich nicht heißen, dass wir an einem Tag X sofort in den Zustand von vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie kommen, sondern Maßnahmen haben werden, die die Überlastung des Gesundheitssystems dauerhaft verhindern."

Dies mit aller Kraft vorzubereiten, sei die Aufgabe der nächsten Wochen.

Update, 29. März, 7.31 Uhr: Mit Coronavirus infiziertes Baby stirbt in Illinois

Im US-Bundesstaat Illinois wird der Tod eines Babys untersucht, das mit dem Coronavirus infiziert war. In Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 habe es bislang noch keinen Todesfall eines Babys gegeben, erklärte das Gesundheitsamt des Staates am Samstag (Ortszeit) in einer Mitteilung.

Eine "umfassende Untersuchung" solle die genaue Todesursache klären, hieß es weiter. Das verstorbene Kind war demnach jünger als ein Jahr.

Zur Risikogruppe für das Coronavirus zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, chronisch Kranke, Ältere und Schwangere. In Illinois waren 85 Prozent der Toten 60 Jahre oder älter. Das Gesundheitsamt wies allerdings daraufhin, dass die Krankheit bei Menschen aller Altersklassen einen schweren Verlauf nehmen könne.

Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge scheint der Krankheitsverlauf bei Kindern häufig geringer ausgeprägt zu sein als bei Erwachsenen. Jedoch kämen auch - insbesondere bei jüngeren Kindern - schwere Verläufe vor.

Update, 29. März, 7.15 Uhr: Trump: Quarantäne für New York und andere Staaten "nicht notwendig"

Trotz der sich zuspitzenden Coronavirus-Krise sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Überlegungen für eine Quarantäne der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut vorerst vom Tisch.

"Eine Quarantäne wird nicht notwendig sein", schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf Twitter.

Auf Empfehlung seiner Coronavirus-Arbeitsgruppe und nach Beratungen mit den Gouverneuren der drei betroffenen Bundesstaaten habe er die Gesundheitsbehörde CDC aufgefordert, "starke Reisehinweise" zu veröffentlichten.

Darin werden Einwohner von New York, New Jersey und Connecticut nun dazu angehalten, in den kommenden 14 Tagen auf nicht notwendige inländische Reisen zu verzichten.

Dies gelte nicht für Arbeitnehmer beispielsweise im Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungsunternehmen oder in der Lebensmittelindustrie. Eine generelle Reisewarnung oder -beschränkungen für inländische Reisen sprach die Behörde nicht aus.

Allerdings wurden Reisende aufgerufen, Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, sich anzustecken oder zur weiteren Ausbreitung des Virus beizutragen.

Update, 29. März, 7.11 Uhr: Sexarbeit: Corona-Krise bedroht Existenzen

Zahlreiche Existenzen von Sexarbeiterinnen sind in Nordrhein-Westfalen durch die Corona-Krise bedroht. "Es sind zur Zeit wahnsinnig viele Frauen, die zu uns kommen", sagte die Leiterin der Beratungsstelle "Madonna" in Bochum, Heike Köttner.

Am härtesten seien die Frauen betroffen, die keine eigene Wohnung haben. Oftmals seien die Sexarbeiterinnen aus Bulgarien oder Rumänien und könnten wegen der geschlossenen Grenzen auch nicht zurück in ihre Heimatländer.

Seit rund zwei Wochen müssen in NRW neben vielen anderen Einrichtungen wie Bars und Clubs zur Eindämmung des Coronavirus auch Bordelle geschlossen bleiben.

Viele Sexarbeiterinnen wurden wohnungslos und mussten bei Kolleginnen oder Freiern unterkommen. Inzwischen setzte das Familienministerium das Übernachtungsverbot in Bordellen für die Zeit der Corona-Krise aus.

"Das ist eine sehr große Erleichterung, dass die Sexarbeiterinnen nun die Möglichkeit haben, in einigen Bordellen zu wohnen", sagte Johanna Weber vom Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen. Dennoch fehle vielen Frauen das Geld für den restlichen Lebensunterhalt.

Update, 29. März, 7.09 Uhr: Paare müssen bei Hochzeiten häufig auf Trauzeugen verzichten

Bei Hochzeiten müssen Paare in Niedersachsen derzeit oft auf Trauzeugen verzichten. Aufgrund der Begrenzung sozialer Kontakte würden Trauungen zwar weiterhin stattfinden, allerdings seien bei der Zeremonie keine Trauzeugen mehr zugelassen, teilte die Stadt Lüneburg mit.

Die Paare würden vorab telefonisch über die Vorgaben informiert. "Sollte für die Hochzeit dringend ein Dolmetscher nötig sein, ist das möglich", sagte eine Stadtsprecherin.

Viele Gemeinden reagieren auf die Einschränkungen durch das Coronavirus ähnlich, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Grundsätzlich dürften im Moment neben dem Standesbeamten nur die Brautleute an der Eheschließung teilnehmen, hieß es aus Hannover.

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