Elektroauto: Tesla kauft Maxwell und will Model 3-Akkus günstiger machen

Auf Veränderungen müssen sich auch Maxwells bisherige Kunden einstellen. Zu den Käufern der Superkondensatoren zählten bislang etwa die Volvo-Mutter Geely, der US-Autohersteller General Motors, Lamborghini oder der Opel-Eigentümer PSA Peugeot Citroën. Wie weit Maxwell sie weiter beliefert, wird sich in den kommenden Monaten weisen. Bei der Komplettübernahme des deutschen Anlagenbauers Grohmann Automation stoppte Tesla innerhalb weniger Monate Aufträge zu externen Kunden. Grohmann konzentrierte sich unter Teslas Fittichen darauf, die Produktionsstraßen für Teslas Model 3 aufzubauen.

Der Maxwell-Kauf weist aber auch darauf hin, dass sich auch Tesla für die nächste Elektroauto-Batteriegeneration rüstet: Die sogenannten Feststoffakkus, die höhere Energiedichten und schnellere Ladezeiten ermöglichen sollen. Trockenelektroden gelten Branchenmagazinen zufolge als ein wichtiger Schritt auf dem Weg Richtung Festkörperbatterie, Ultrakondensatoren ebenfalls.

Das Rennen um den Superakku der Zukunft ist bereits gestartet: Toyota forscht schon länger daran und will solche Batterien Mitte der 2020er-Jahre in Serie bauen. Volkswagen hat sich beim US-Unternehmen Quantumscape eingekauft und visiert einen ähnlichen Zeitpunkt für die Serienfertigung an. Ihnen zuvorkommen wollen das britische Unternehmen Dyson und der Autoproduzent Fisker. Nun dürfte auch Tesla zu den Mitstreitern gehören - auch wenn Maxwells Elektroden zunächst für günstigere Lithium-Ionen-Akkus sorgen sollen.