Elvis Presley zum 86. Geburtstag: Vom Außenseiter zur Ikone der USA

Für die »Dallas Morning-News« war Elvis Mitte der Siebzigerjahre längst zu einem gigantischen Merchandiseartikel verkommen. Auch deshalb geriet Elvis' tragischer Tod am 16. August 1977 – auf dem Boden des vergoldeten Badezimmers seiner Villa Graceland – zu einer größeren Debatte über die Werte Amerikas und die amerikanische Identität.

Elvis Presley zum 86. Geburtstag: Vom Außenseiter zur Ikone der USA

Bis heute strahlt Elvis als Idol in der ganzen Welt; Firmen verbuchen mit dem Nachlass des Sängers jährliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe. Und seine Lebensgeschichte bleibt der Mittelpunkt ihrer Vermarktung. »Er war ein Junge, der mit 18 Jahren gerade eine nicht-so-tolle Highschool abgeschlossen hat und versucht hat, was aus sich zu machen«, so ein Repräsentant der Authentic Brands Group kürzlich im Interview mit dem »Rolling Stone«. »Den verkaufst du nicht als Rocker. Den präsentierst du als diese ikonische amerikanische Geschichte.«

Doch es ist eine verkürzte, eindimensionale Geschichte – eine, die zentrale Fragen von sozialem Status, Rassismus und sexueller Freiheit zur Seite wischt und ignoriert. Denn in der Figur Elvis Presley kristallisieren sich nicht nur Mythos und Legende des amerikanischen Traums; Elvis zeigt auch die Widersprüche und Spannungen eines zutiefst gespaltenen Landes. Damals wie heute.