Head-up-Display im Auto: Innovationen auf der Frontscheibe

Ihr Preisvorteil ist deutlich: Wo die Projektionen auf die Frontscheibe etwa beim Fünfer BMW oder der Mercedes E-Klasse mit rund 1200 Euro zu Buche schlagen, verkauft Opel die Klappscheibe im Zafira für knapp 500 Euro. Nicht überall lässt sich das System aber einzeln buchen: Wer etwa im BMW Zweier Active Tourer alles im Blick haben will, muss zur Klappscheibe auch eine Navigation bestellen und ist deshalb je nach Motorvariante und Grundausstattung mit Aufpreisen zwischen 1400 und 2600 Euro dabei.

Head-up-Display im Auto: Innovationen auf der Frontscheibe

Trend geht zum Megadisplay

Egal welches System eingesetzt wird, KÜS-Mann Marmit mahnt zum Maßhalten: »Da ist weniger meist mehr«, sagt der Experte. Er hält die Geschwindigkeitsanzeige in Verbindung mit Hinweisen zur Navigation und Warnungen der Assistenzsysteme für ausreichend.

Allerdings arbeitet die Industrie zusehends daran, die virtuelle mit der realen Welt zu verschmelzen: Augmented Reality heißt die Technik, die Informationen noch besser rüberbringen soll. So, wie heute schon auf manchen Navi-Bildschirmen Richtungspfeile in Straßenansichten gelegt werden, schweben dann künftig vor dem Auto virtuelle Wegweiser durchs Blickfeld, etwa in der neuen Mercedes S-Klasse.

Wer dafür 3500 Euro Aufpreis zahlt – anstatt der 1000 Euro für das bisherige System – blickt zehn Meter vor dem Auto auf einen virtuellen 77-Zoll-Bildschirm. Das ist die bislang größte derartige Projektion. Zudem folgt der Fahrer einer Art virtuellem Achterbahnwagen, der vor der Limousine durch die Straßenzüge fliegt.