Sneaker-Ausstellung in Hamburg: Wie Sneaker zum Kultobjekt wurde

Die "Air Jordan"-Serie versprachen die "Altitude" des NBA-Stars. Die Modelle von "Air Max" die "Attitude" seines Korbkollegen Charles Barkley. Bis heute spielt die Werbeindustrie mit einem Gefühl von "Anything is possible". Auf dem Plakat der japanischen Marke Onitsuka Tiger von 2015 steht ein junger Mann still und fest in der Schlucht von Hochhäusern, umgeben von der Flut der Passanten, fest wie ein Fels in der Brandung: "A Product of Inner Confidence".

Längst ist unter Sammlern ein Kampf um Raritäten ausgebrochen. Bringt Adidas ein neues limitiertes Modell auf den Markt, ist es oft innerhalb von Sekunden ausverkauft. Modelle wie der "Air Max Plus" kosten gut und gerne 600 Euro oder mehr. "Das macht keinen Spaß mehr", sagt Morano. Die Suche nach neuen Modellen hat er deshalb inzwischen aufgegeben und setzt auf Kontakte in die Szene. Vielleicht, sagt Kurator Döring, sei der Punkt gekommen, an dem auch der Sportschuh endgültig zum hochgehandelten und elitären Ausstellungsobjekt in der Museumsszene avanciert. So wie einst die Porzellantassen.