Der Chuck: Ist der schön oder kann der weg?

Wenn Firmen ihre Kunden um Feedback zu einem Produkt bitten, kommt meist wenig dabei heraus. Beim Sportartikelhersteller Converse soll das nun anders sein. Weltweit wurden Träger des 1917 lancierten Klassikers Chuck Taylor befragt, was sie an dem Schuh ändern würden, Fazit: Es gibt drei Problemzonen bei dem Sneaker, der nach einem US-Basketballspieler benannt wurde. Die verrutschende Zunge, die brettflache und deshalb unbequeme Sohle und das schnell reißende Obermaterial Canvas. Seit dieser Woche ist nun der Chuck II für 80 Euro im Handel. Eigentlich sieht er aus wie sein Vorgänger, den man auch immer noch kaufen kann. Das Nachfolgemodell gibt es in Weiß, Schwarz, Rot und Blau. Neu ist, dass die Zunge mit einem elastischen Band in Zaum gehalten wird, dass die Sohle sich dem Fuß besser anpasst und der Canvas reißfester sein soll. Die Markteinführung ist so groß angelegt, dass bald alle in den Fußgängerzonen dieser Welt davon erfahren werden. Wahre Chuck-Fans lässt das natürlich kalt. Wer seinem Schuh schon früher jeden Makel verzieh, wird es auch in Zukunft tun. Aber wer Chucks bisher ablehnte, für den ist die zweite Generation eine Einladung, ihn doch noch auszuprobieren. (Dennis Braatz)