Irrer Messermann in Halle-Neustadt löst SEK-Einsatz aus

Der Begriff „Nazi“ wird, wie auch „antisemitisch“, schwulen-„ oder „ausländerfeindlich“ inflationär und nicht selten schlichtweg falsch verwendet. Ob aus Unwissenheit, Gewohnheit, Dummheit, der bequemen Einfachheit halber, oder zur gewollten Diskreditierung anderer Meinungen.Bin ich, wenn ich keine Menschen anderer Herkunft und/oder anderer Ethnie um mich haben möchte, aber aktiv nichts gegen sie unternehme, ausländer- oder fremdenfeindlich?Wenn ich unter „meinesgleichen“ sein und bleiben möchte, ich mich persönlich nicht für die Erweiterung meiner Sinne durch neue Mitbürger und deren Einflüsse, kulturell wie kulinarisch, interessiere? Bin ich dann ein böser Mensch, oder habe ich einfach nur eine zu respektierende Vorstellung von dem, was ich als „glückliches Leben“ bezeichne? Natürlich ist das kaum noch umzusetzen. Die Grenzen sind offen, die Wirtschaft braucht Arbeitskräfte. Das mag alles stimmen. Aber darf man sich nicht dennoch und mit dem Wissen der faktischen Unmöglichkeit nicht eine eigene Meinung erlauben? Und was spricht dagegen, solange man nicht wirklich aktiv wird, um seine Vorstellungen auf Kosten und gegen den Willen anderer durchzusetzen?Ich bin nun schon ein paar Tage älter als wohl viele hier. Es gab Zeiten, da stieß man vielleicht auf 2 Mosambikaner in der Straßenbahn Richtung Ammendorf, auf 2 Sowjetsoldaten, die einem Offizier die Koffer zum Wolga trugen oder ein paar nach Schnaps riechenden, übermüdeten Polen in der S-Bahn 6:01 Uhr nach Buna. Und mir hat nichts gefehlt. Kein Döner, keine Moschee, keine Messer und kein geeintes Europa.Und wenn ich mich jetzt dafür entscheide, dorthin zu ziehen, wo ich im Alltag eben fast ausschließlich auf Thomasse, Dieters, Heinrichs und Ronnys treffe, WEIL ICH DAS SO MÖCHTE, bin ich dann ein Nazi?Wenn man mit „Nazi“ jemanden bezeichnet, der möglicherweise mehr oder weniger rechts der gedachten oder erhofften liberalen und weltoffenen Mitte steht, dann bin ich wohl ein Nazi.... und stehe dazu.Es ist dumm und blauäugig, wenn man (oder frau) glaubt, Probleme von Migration und Sozialisation würden damit gelöst, indem man mit strahlendem Lachen und „Kumbaya“ singend auf dem Bahnsteig Blumen und Manuel Neuer-Shirts an die Neuankömmlinge verteilt.Es gibt Probleme und die sollten auch benannt werden dürfen. Natürlich ist es für viele Menschen unbequem, realisieren zu müssen, daß der Anteil der Gewaltstraftaten (auch und gerade mit Messern) überproportional häufig von Bürgern begangen wird, die man eben nicht zu den „Bio-“ oder „Stammdeutschen“ zählen würde. Die zugänglichen Statistiken von BKA und LKA verpacken das Ganze gern in jede Menge Zahlen und Wertungen, die den ungeübten oder flüchtigen Leser leicht zu einem gegenteiligen Ergebnis kommen lassen.„Die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Messern ist im letzten Jahr bei Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft um 10% gestiegen, während die Zahl der von Nichtdeutschen begangenen Messerstraftaten um 40% gesunken ist.“ So oder ähnlich liest sich das dann und nur mit Mühe findet man dann die absoluten Zahlen. Deutsche: Steigerung von 200 auf 220. Nichtdeutsche: Verminderung von 1000 auf 900. WOW! Allein betrachtet liest sich doch erstmal recht gut, oder? Nimmt man nun aber den Anteil der beiden Tätergruppen an der Gesamtbevölkerung dazu, dann sollten sich zumindest Sorgenfalten auf der Stirn des Denkbegabten bilden. Denkbegabte sind aber sicher auch nicht die erklärte Zielgruppe der Statistiken.Ach ja. Um hier keine Mutmaßungen aufkommen zu lassen... ich habe nicht die AfD gewählt. Zu Zeiten von Lucke hätte man die Partei tatsächlich noch als eine zumindest demokratische Alternative für querdenkende und nach einem anderen Lösungsansatz suchende Menschen akzeptieren können. Jetzt ist sie – gewollt oder nicht gewollt – Sammelbecken und Rechtfertigung für zu viele Idioten geworden. An der Spitze wie an der Basis.Bei der Wahl war für mich dieses Jahr entscheidend, wen ich mir als Kanzler vorstellen kann und wen nicht als Kanzlerin. Da blieben nach dem Abzug der demokratischen Kandidaten Laschet und Baerbock am Ende dann auch nicht mehr viele Wahlmöglichkeiten übrig.

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