Die besten Laufschuhe aus Carbon im Vergleich & Test - 2021

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Carbon-Laufschuhe sind die neue Wunderwaffe im Laufsport.

Marathon-Weltrekorde und Halbmarathon-Weltrekorde wurden in den letzten Jahren pulverisiert. Verantwortlich dafür waren wohl nicht nur die Athleten, sondern auch die Technologie.

Gewaltige Leistungssprünge durch Carbon-Laufschuhe

Denn alle Straßen-Weltrekorde, die in den letzten Jahren im Laufsport aufgestellt wurden, hatten eines gemeinsames. Die Athleten liefen mit Laufschuhen, die mit einer Carbonplatte in der Mittelsohle ausgestattet waren. So gelangen nicht nur Eliud Kipchoge und Brigid Kosgei neue Marathon-Weltrekorde, sondern auch Kibiwott Kandie und Letesenbet Gidey neue Halbmarathon-Weltrekorde.

Erster Boom im Jahr 2017

Seinen ersten großen Boom erlebten die Carbon-Laufschuhe im Jahr 2017. Damals wollte Marathon-Olympiasieger Eliud Kipchoge auf der Rennstrecke von Monza als erster Mensch der Welt den Marathon in unter zwei Stunden laufen. Unter nicht rekordtauglichen Bedingungen (wechselnde Tempomacher) verfehlte er dieses Vorhaben mit 2:00:25 Stunden nur sehr knapp. Im Mittelpunkt standen damals aber auch seine Schuhe. Die Nike Vaporfly 4%. Denn diese waren mit einer Carbonfaserplatte ausgestattet und sollen die Langstreckenläufer zu neuen Leistungssprüngen verhelfen.

Was dann passierte, war ein unglaublicher Boom. In den nächsten Jahren wurden mehrmals Weltrekorde gebrochen und das, obwohl die Pandemie sogar viele Wettkämpfe verhinderte. Innerhalb von etwas mehr als vier Jahren entwickelten sich die Bestzeiten im Straßenlauf in neue Sphären.

Entwicklung der Weltrekorde mit Carbon-Laufschuhen

Marathon der Herren:

Zuvor: 2:02:57 Stunden - Dennis Kimetto (Kenia, 2014)

Danach: 2:01:39 Stunden - Eliud Kipchoge (Kenia, 2018)

Inoffiziell (*): 2:00:25 Stunden - Eliud Kipchoge (Kenia, 2017)

Inoffiziell (*): 1:59:40 Stunden - Eliud Kipchoge (Kenia, 2019)

Verbesserung: 78 Sekunden (inoffiziell: 197 Sekunden)

* bei nicht weltrekordtauglichen Projekten

Marathon der Damen:

Zuvor: 2:15:25 Stunden- Paula Radcliffe (Großbritannien, 2003)

Danach: 2:14:04 Stunden - Brigid Kosgei (Kenia, 2019)

Verbesserung: 81 Sekunden

Halbmarathon der Herren:

Zuvor: 00:58:23 Stunden - Zersenay Tadese (Eritrea, 2010)

Danach: 00:58:01 Stunden - Geoffrey Kamworor (Kenia, 2019)

Danach: 00:57:32 Stunden - Kibiwott Kandie (Kenia, 2020)

Verbesserung: 51 Sekunden

Halbmarathon der Damen:

Zuvor: 01:04:51 Stunden - Joyciline Jepkosgei (Kenia, 2017)

Danach: 01:04:31 Stunden - Ababel Yeshaneh (Äthiopien, 2020)

Danach: 01:04:02 Stunden - Ruth Chepngetich (Kenia, 2021)

Danach: 01:03:43 Stunden - Yalemzerf Yehualaw (Äthiopien, 2021)

Danach: 01:02:52 Stunden - Letesenbet Gidey (Äthiopien, 2021)

Anmerkung: Der Rekord von Yehualaw wurde nachträglich für ungültig erklärt, da die Strecke nicht korrekt vermessen war.

Verbesserung: 119 Sekunden

Auch im 10-Kilometer-Straßenlauf gab es bei den Damen und bei den Herren gewaltige Leistungssprünge.

Besonders beeindruckend ist die eklatante Verbesserung beim Marathon-Weltrekord der Damen, der lange Zeit als unerreichbar galt. Auch der Halbmarathon-Weltrekord der Herren durch Zersenay Tadese hielt vor der Carbon-Technologie sehr lange.

Die meisten Weltrekorde wurden innerhalb weniger Jahre um knapp 2 bis sogar etwas mehr als 3 Sekunden pro Kilometer verbessert. Das ist auch der Geschwindigkeitsvorteil, der durch diese Schuhe prognostiziert wird. Das heißt auch, weitere große Leistungssprünge sind ohne zusätzliche technologische Entwicklungen deutlich unwahrscheinlicher. Einzig bei den Damen gab es einen Ausreißer, wo der Weltrekord sogar um fast 6 Sekunden pro Kilometer gesteigert wurde.

Wieso machen Carbon-Laufschuhe schneller?

Eine steife Carbonplatte in der Zwischensohle des Laufschuhes soll die Energierückgewinnung bei jedem Schritt erhöhen. Das führt zu einer Verbesserung der Laufökonomie. Das heißt, der Läufer kann ein hohes Tempo mit weniger Energieaufwand laufen.

Diese Technologie soll die Laufleistung um 2 - 3 Sekunden pro Kilometer verbessern.

Es gibt aber auch einige Nachteile bei Carbon-Laufschuhen, wie etwa die Lebensdauer (ca. 250 - 300 Kilometer) und natürlich der hohe Preis. Genaueres dazu wird hier ausführlich erklärt: Carbon Laufschuhe: Vorteile und Nachteile

Welche Carbon-Laufschuhe gibt es?

Mittlerweile haben nahezu alle großen Hersteller zumindest ein Carbon-Modell in ihrem Sortiment. Anbei eine kurze Übersicht:

Carbon-Laufschuhe von Adidas

Adidas Adizero Adios Pro

Adidas Adizero Prime X

Carbon-Laufschuhe von Asics

Asics Metaracer

Asics Metaspeed Sky

Carbon-Laufschuhe von Brooks

Brooks Hyperion Elite

Carbon-Laufschuhe von Hoka One One

Hoka One One Carbon X

Hoka One One Evo Carbon Rocket

Carbon-Laufschuhe von New Balance

New Balance FuelCell RC Elite

New Balance FuelCell TC

Carbon-Laufschuhe von Nike

Nike Air Zoom Alphafly Next Nature (ÖKO-Tipp)

Nike Air Zoom Alphafly Next%

Nike Air Zoom Tempo Next%

Nike Zoom Vaporfly 4%

Nike Zoom Vaporfly Next% 2

Carbon-Laufschuhe von ON

ON Cloudboom Echo

Carbon-Laufschuhe von Puma

Puma Deviate Nitro (Preis-TIPP)

Carbon-Laufschuhe von Saucony

Saucony Endorphin Pro

Saucony Endorphin Pro+

Saucony Endorphin Speed

Weitere Carbon-Laufschuhe

Craft CTM Ultra Carbon

Mizuno Wave Rebellion (Glasfaser statt Carbon)

5 Carbon-Laufschuhe genauer vorgestellt

1) Adidas Adizero Adios Pro

Auffälliges Merkmal des Adidas Adizero Adios Pro ist eine überdurchschnittlich harte Zwischensohle

Dadurch ist das Laufgefühl natürlicher, aber womöglicher der Komfort etwas reduziert

Mit 200 Euro im unteren Preisbereich der Carbon-Laufschuhe

Zum Adidas Adizero Adios Pro

2) Asics Metaspeed Sky

Nachfolger des Asics Metaracer

Sehr geringes Gewicht

Könnte womöglich gegenüber anderen Carbon-Laufschuhen aufgrund des geringen Gewichtes seine Vorteile über kürzere Distanzen ausspielen (5 km - Halbmarathon)

Mit 250 Euro deutlich teurer als der Metaracer (200 Euro)

Zum Asics Metaspeed Sky

3) Nike Air Zoom Alphafly Next%

Eliud Kipchoge lief mit einem Prototypen des Alphafly Next als erster Mensch der Welt den Marathon in unter zwei Stunden

Aufgrund der harten Sohle aber nur für sehr gut trainierte Läufer geeignet

Mit 300 Euro der derzeit teuerste Carbon-Laufschuh

Zum Nike Air Zoom Alphafly Next%

4) ON Cloudboom

Der erste Carbon-Laufschuh von ON

Im Gegensatz zu den anderen Carbonschuhen wirkt die Sohle flexibler bzw. weniger steif

Trotzdem ist das Laufgefühl sehr direkt und natürlich, sogar eine Spur direkter als vergleichbare Carbon-Modelle

Daher womöglich auch auf kürzeren Distanzen eine gute Wahl (5 km - Halbmarathon)

Zum ON-Cloudboom

5) Mizuno Wave Rebellion

Setzt statt Carbon auf Glasfaser

Die wellenförmige Glasfaser-Zwischensohle soll den gleichen reaktiven Effekt wie eine Carbon-Zwischensohle vermitteln

Mit 200 Euro im untere Bereich der Carbonschuhe

Zum Mizuno Wave Rebellion

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