In Coronazeiten entdecken Händler das Konzept der Pop-Up-Stores

Der ersten Pop-Up-Zusammenarbeit in Stuttgart folgten weitere, etwa in den Breuninger-Filialen in Düsseldorf, Nürnberg, Leipzig, Freiburg sowie im Main-Taunus-Zentrum. Mittlerweile kann so ein Temporär-Geschäft auch schon mal eine Woche dauern. Nach wie vor, sagt Kassel, erwirtschafte er zwar mehr als 80 Prozent seines Jahresumsatzes mit dem Online-Vertrieb. Sein wichtigster Kanal sei Whatsapp, er bediene zum Großteil Stammkunden. Aber er profitiere dennoch enorm von der Offline-Erfahrung: In einer Woche im Breuninger verkaufe er ungefähr 50 Paar Schuhe, der Durchschnittspreis liegt zwischen 400 und 600 Euro. Besonders gehypte Schuhe wie etwa der Nike Air Dior kosten rund 20.000 Euro. Wie viel von seinem Umsatz er an Breuninger oder Kadewe abtreten muss, will Kassel nicht sagen. Aber er berichtet von zahlreichen „prominenten Kunden“, die durch diese Edel-Kaufhäuser spazierten. Bei manchen Profifußballern wie etwa Christoph Kramer von Bundesligist Borussia Mönchengladbach profitiert Kassel von deren Mitteilungsdrang bei Instagram und Facebook, was wiederum neue, ebenfalls kaufkräftige Kundschaft nach sich zieht. Und die Prominenz seiner Käufer verschafft Kassel auch bei seinen Händlern eine bessere Position: „Ab einem gewissem Bekanntheitsgrad kriegt man Angebote.“

In Coronazeiten entdecken Händler das Konzept der Pop-Up-Stores