Nike-Chefin Ann Hebert wegen Sneaker-Deals ihres Sohns (19) gefeuert

Sneaker-Fans wissen’s: Turnschuhe sind nicht bloß Turnschuhe. Längst hat sich darum eine eigene Kultur entwickelt, aus der sich ein Sammler-Markt wie bei Kunst oder Uhren herausgebildet hat.

Der Zweitmarkt ist mittlerweile ein Milliardengeschäft. Wer sich damit auskennt (wie viele Exemplare existieren von diesem Paar? Wird jenes noch hergestellt? Kann man ab Werk kaufen?) und die richtigen Kontakte zu Händlern hat, kann damit Geld machen.

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In dieser Szene wurde Joe Hebert (19) einer der Großen, mietete irgendwann ein Lagerhaus und machte sich als „West Coast Joe“ in den sozialen Medien einen Namen. Umsatz: Meistens 200 000 Dollar im Monat! Im Mai 2020, als die Amerikaner ihre ersten Corona-Schecks bekamen, setzte er sogar 600 000 Dollar um, wie er „Bloomberg“ in einem Artikel über Sneaker als neue Asset-Klasse erzählte.

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Joe lebt in Portland im US-Bundesstaat Oregon, wo auch Nike und die US-Niederlassung der deutschen Sportmarke Adidas ihren Sitz haben. Da kennt man die richtigen Leute, sagt Joe.

Sein Problem: Er prahlte mit seinem Geschäft auf Instagram und erzählte „Bloomberg“ auch seine Tricks. Etwa diesen: Mit Bots, also wiederholenden Computerprogrammen, habe er limitierte „Yeezy“-Sneaker in großen Mengen aufgekauft und teurer weiterverkauft, dazu noch Online-Freunde rekrutiert, um mitzumachen.

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Laien müssen dazu wissen: Yeezy, das ist eine limitierte Adidas-Schuh-Kollektion des Rappers Kanye West. Die Nachfrage dafür ist so hoch, dass sie per Online-Verlosung zugeteilt werden – und begrenzt auf ein Paar pro Käufer zum Preis von 220 Dollar.

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Der Schuhkauf wird somit zum Online-Glücksspiel, was gut für die Marke ist: Denn sowohl Gewinner wie Verlierer befeuern den Hype um die Schuhe in den sozialen Medien so immer weiter, etwa wenn sie begehrte Exemplare ergattern oder klagen, dass sie leer ausgegangen sind.

Um seinen Yeezy-Deal zu belegen, zeigte Joe, der auf Instagram sein Gesicht immer verbarg oder verpixelte, dem „Bloomberg“-Journalisten die Kreditkarten-Abrechnung mit der 132 000-Dollar-Abbuchung für die Yeezy-Sneaker, die er in sehr kurzer Zeit für insgesamt 152 000 weiterverkauft hatte.

Dabei stellte sich heraus, dass die Karte seiner Mutter gehört, und dass die niemand Geringeres ist als Ann Hebert – die Amerika-Chefin von Nike!

So kam der Verdacht auf, der mit Silber-Swoosh im Mund aufgewachsene Spross habe Insider-Informationen bekommen, etwa zu Rabatt-Codes oder Ausverkäufen. Er bestreitet dies, und betont, dass er auch mit Adidas-Produkten handelt.

Dennoch zieht Nike die Notbremse – und Mama räumt nun ihren Posten. Ein Sprecher verabschiedet sie so: „Sie traf die richtige Entscheidung, zu gehen“ – nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit und weniger als einem Jahr auf ihrem Chefposten.

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