Nike geht ins Metaverse - CryptoKicks auch am Start? | BTC-ECHO

Facebook prescht vor ins Metaverse und Nike patentiert seine Marken, um in Zukunft digitale Kleidung und Schuhe im virtuellen Raum zur Verfügung zu stellen.

Während Facebook an einer digitalen Welt mit virtuellem Zuhause arbeitet, überlegt sich Nike die digitale Ausstattung der virtuellen Kleiderschränke: Am 27. Oktober reichte der amerikanische Sporthersteller einen Antrag beim Patent- und Markenamt für die Anmeldung von Marken für “virtuelle Güter” ein. Gemeint sind damit digitale Kleidung, Schuhe, Kopfbedeckungen, Taschen, Sportausrüstungen und Dinge, die online und in der virtuellen Welt verwendet werden können. Der Patent-Antrag wurde neben dem Slogan “Just Do It” und dem Swoosh-Logo auch für die Marken “NIKE”, “Air Jordan” und “Jumpman” eingereicht.

Priorität der “virtuellen Güter” ist hoch

Wie Insider verlauten lassen, hat Nike die Priorität für “virtuelle Güter” ziemlich hoch eingestuft. Der Antrag gibt Grund zur Annahme, dass die Produktpalette zukünftig im großen Stil um digitale Markenturnschuhe und -bekleidung erweitert wird. Nike will die digitalen “Nikies” folglich selbst produzieren und vertreiben.

Damit begibt sich das Unternehmen aber keines Falls auf absolutes Neuland. Bereits in der Vergangenheit ist Nike Kooperationen eingegangen, beispielsweise mit dem Battle-Royale-Kassenschlager “Fortnite”: In dem Spiel wurden die Charaktere mit Nikies ausgestattet. Auch Roblox, eine Online-Spieleplattform, auf der Nutzer:innen eigene Computerspiele entwickeln können, kooperierte bereits mit dem Unternehmen.

Gibt es dann bald “Cryptokicks”?

Eigeninitiative hinsichtlich der digitalen Entwicklung ergriff Nike bereits im April 2019. Damals beantragte das Unternehmen das Patent auf die “Cryptokicks”. Die Idee hinter diesen bestand darin, dass Verbraucher:innen sich physische Nike-Sneaker kauften und dazu die digitalen einzigartigen Abbildungen (NFT) bekamen. Jene sollten dann – mit oder ohne – ihrem physischen Pedant gehandelt werden können. Darüber hinaus stand die Idee im Raum, anzubieten, dass Besitzer:innen der Cryptokicks ihre digitalen Collectibles miteinander vereinen könnten, um sogenannte “shoe offsprings” zu kreieren.

Doch ein genaues Startdatum für die Cryptokicks gab Nike damals nicht, das hat sich auch bislang nicht geändert. Ob mit oder ohne Cryptokicks: Heute steht Nike, wie der Antrag zeigt, bereits in den Startlöchern, um die Marken des Unternehmens auch im virtuellen Raum geschützt anzubieten. Den Insidern nach sollen sich Verbraucher:innen in den kommenden Monaten auf weitere virtuelle Rollouts freuen dürfen.

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Nike shifted um

Dafür benötigt das Unternehmen den Stellenanzeigen nach jedoch vor allem eines: neue Mitarbeiter:innen. Deswegen heißt es auf der Website, dass das Unternehmen aktuell auf der Suche nach “virtuellen Materialdesignern für Schuhe” und anderen “virtuellen Designern” sei. Diese sollen dabei helfen, “die digitale und virtuelle Revolution anzustoßen”.

Mit der Bekanntgabe Facebooks scheint eine neue digitale Ära angebrochen zu sein. Auch Nike will da augenscheinlich mitmischen. Mit dem aktuell eingereichten Antrag versucht das Unternehmen sicherzustellen, dass künftige Nikies für Avatare nicht von beliebigen Entwickler:innen erstellt werden können. Somit würde das Unternehmen nicht an Einnahmen verlieren, wenn Identitäten sich mehr und mehr in den digitalen Raum verschieben – im Gegenteil: Nike würde doppelt verdienen.

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