Schuhe aus dem 3D-Drucker: Sieht so die Sneaker-Zukunft aus?

3D-Drucker bei Nike, adidas und Co. im Einsatz

Schuhe aus dem 3D-Drucker: Sieht so die Sneaker-Zukunft aus?

Nicht nur Designer setzen auf 3D-Drucker: Nike stellt per 3D-Druck seine Prototypen her und inzwischen auch die Sohle und die Schuheinlage. Das Material soll nicht so schnell brüchig werden und ermüden. Auch Konkurrenz adidas druckt die Sohlen für die Sportschuhe mit einem 3D-Drucker. Beim neuen Modell "Futurecraft 3D" kann sogar die Laufschuhzwischensohle individuell für jeden Sportler und seine Bedürfnisse gefertigt bzw. gedruckt werden. So lässt sich etwa die Dämpfung beim Laufschuh optimieren.Herausforderung sind die Zeit und das Material: Ein gewöhnlicher 3D-Drucker braucht zwischen 7 und 10 Stunden, um ein Schuhmodell vollständig zu drucken. Eine Sohle ist zwar schon nach ca. 3 Stunden fertig - bei 400 Millionen Schuhe im Jahr ist das aber zu lange. Hochleistungsdrucker sind zwar schneller, dennoch ist 3D-Druck zeitaufwendig. Außerdem muss sich das Material auch drucken lassen. Mit gewöhnlichen Kunststoffen hat der 3D-Druck angefangen, doch die sind für moderne Sportschuhe ungeeignet. Die Unternehmen müssen deshalb neue, eigene Materialien entwickeln.

Adidas setzt zum Beispiel auf flüssiges Kunstharz. Designer wie Ignacio Garcia arbeiten mit thermoplastischen Kunststoffverbindungen. Sie sind zwar kostspieliger, lassen sich aber gut dehnen. Derzeit sind viele Hersteller also noch in der Experimentier-Phase, doch die ersten Ergebnisse stehen schon in den Geschäften.